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Pietro Rondoni gewinnt die „Sparkassen Trophy 2018“ Die 21. Ausgabe der „Sparkassen Trophy“ in Rungg (25.000 US-Dollar plus Hospitality) ist soeben mit dem Triumph von Pietro Rondoni (ATP 426) zu Ende gegangen. Er setzte sich bei brütender Hitze in 3 Sätzen gegen den Franzosen Fabien Reboul (ATP 383) durch. Rondoni erhält für seinen Sieg neben dem Preisgeld auch 35 Punkte für die ATP-Weltrangliste. Traumhaftes Wetter, volle Ränge und Weltklassetennis am Center Court: Das waren die Zutaten des heutigen Finaltages in Rungg. Die zahlreichen Tennisfans sahen zunächst einen stark aufspielenden Rondoni, der an die starken Leistungen im Verlaufe des Turniers anknüpfte. Er nahm Reboul gleich das erste Aufschlagspiel ab und legte damit den Grundstein für den 6:3-Satzgewinn. Im 2. Satz kam Reboul etwas besser ins Spiel. Auch legte er die große Anfangsnervosität des ersten Satzes ab. Die Vorentscheidung im zweiten Durchgang fiel im 4. Game als Reboul den 24-jährigen Italiener breakte. Dieses Break genügte, um den späteren Satzgewinn herbeizuführen. Der Entscheidungssatz begann mit 2 Breakbällen für Reboul, die er jedoch ungenutzt ließ. Dabei hatte Rondoni auch einige Male etwas Glück mit Linienbällen. Es war der Knackpunkt im Spiel. Von da an war die Gegenwehr Rebouls gebrochen. Er machte kein Game mehr. Nach 2 Stunden und 21 Minuten verwandelte Rondoni den ersten Matchball zum 6:3, 3:6, 6:0. Der Turniergewinn ist bereits der 3. Futures-Titel des Jahres für Rondoni (nach Albinea und Sassuolo) und der erste Triumph in Rungg bei der vierten Teilnahme. Nach seinem Sieg zeigte sich Rondoni überglücklich: „Ich spiele seit einigen Wochen das beste Tennis meines Lebens. Glücklicherweise konnte ich diese starke Form auch hier in Rungg abrufen. Der Sieg in Rungg ist ein ganz besonderer für mich. Die Atmosphäre, die Organisation und alles Drumherum sind einzigartig“, so der Sieger der 21. Ausgabe. Lob für den Veranstalter gab es auch vonseiten des Finalisten: „Es ist eines der schönsten Futures-Turniere überhaupt. Leider konnte ich im Finale nicht alles zeigen, was ich kann. Ich war im Kopf etwas müde. Mit Rondoni hat der beste Spieler des Turniers gewonnen“, so der faire Verlierer des heutigen Tages. Das letzte Wort gehörte dem Turnierdirektor Dietmar Pfeifer, der die vielen Lichtblicke aus Südtiroler Sicht hervorhob: „Es war das Turnier der Südtiroler. Erstmals standen 13 heimische Spieler in der Qualifikationen, erstmals schafften es 2 Südtirol im Einzel ins Achtelfinale und erstmals in der Geschichte des Turniers ging der Doppel-Titel nach Südtirol. Zudem war das Interesse der heimischen Tennisfans am Turnier außerordentlich hoch. Schon in den ersten Tagen strömten viele zur Anlage nach Rungg“, so Turnierdirektor Pfeifer abschließend.


„Sparkassen Trophy 2018“: Endspiel Frankreich gegen Italien Die Finalisten der 21. „Sparkassen Trophy“ in Rungg (25.000 US-Dollar plus Hospitality) heißen Fabien Reboul (FRA) und Pietro Rondoni (ITA). Sie setzten sich heute in ihren Halbfinalmatches durch. Der Doppel-Titel ging hingegen an die Rungger Paarung Alexander Weis/Marco Bortolotti. Das Einzelfinale wird morgen um 11 Uhr ausgetragen. Der 22-jährige Franzose Reboul (ATP 383), der in diesem Jahr bereits das ITF-Turnier von Shrewsbury für sich entscheiden konnte, bezwang im ersten Halbfinalspiel des Tages Juan Pablo Ficovich (ATP 431). Ficovich lag zwar in beiden Sätzen je ein Break vorne, doch Reboul holte sich beide Male zunächst das Break zurück und im Satzverlauf noch eins dazu. Nach knapp eineinhalb Stunden Spielzeit ging Reboul, der solides Grundlinientennis zeigte, als Sieger (6:4, 6:4) vom Platz. Er stand somit als erster Finalist des ITF-Turniers von Rungg fest. Im zweiten Halbfinale traf Turnierfavorit Joao Souza, ehemalige Nummer 69 der Weltrangliste, auf Pietro Rondoni (ATP 426). Ohne Angst vor dem großen Namen, der ihm gegenüberstand, machte Rondoni von Beginn an Tempo. „Ich wusste, dass ich nur dann eine Chance habe, wenn ich das Spiel diktiere, den Platz öffne und ihn bewege“, sagte er. Der 24-jährige Italiener, der in diesem Jahr bereits zwei Futures-Titel holte (in Sassuolo und Albinea) setzte dieses Vorhaben im ersten Satz perfekt um. Danach flachte die Partie etwas ab, Souza kam besser ins Spiel und entschied den sehr ausgeglichenen zweiten Satz im Tiebreak für sich. Wer nun glaubte, Souza würde im dritten Durchgang sofort davonziehen, irrte sich. Es war Rondoni, der vom ersten Punkt an wieder präsent war und mit 2 Breaks die Vorentscheidung herbeiführte. „Im dritten Satz war Souza etwas müde. Ich habe das ausgenutzt und mein Spiel konsequent durchgezogen.“ Nach 2 Stunden und 45 Minuten verwandelte er seinen zweiten Matchball zum 6:3, 6:7 und 6:1. Das morgige italienisch-französische Endspiel zwischen Rondoni und Reboul ist für 11 Uhr angesetzt. Es ist das erste Aufeinandertreffen der Beiden. Die Doppelkrone holten sich gestern Marco Bortolotti und Alexander Weis vom TC Rungg. In einem packenden Endspiel behielten sie gegen Corrado Summaria/Andrea Guerrieri im Champions-Tiebreak des 3. Satzes mit 10:8 die Oberhand – ganz zur Freude der zahlreichen Südtiroler Tennisfans.


„Sparkassen Trophy 2018“: Tag der Favoriten in Rungg 8 Spieler aus 5 Nationen bestritten heute die Viertelfinalbegegnungen bei der 21. „Sparkassen Trophy“. Dabei hatten anders als in den Tagen zuvor die Gesetzten des Tableaus das bessere Ende für sich. Morgen ist Halbfinaltag, zudem wird das Endspiel im Doppel ausgetragen, in dem erstmals 2 Spieler des TC Rungg stehen. Den Anfang machten heute die Nummer 7 des Turniers Juan Pablo Ficovich (ATP 431) und der ungesetzte Brasilianer Joao Pedro Sorgi (ATP 618). Dabei knüpfte Ficovich, der in diesem Jahr bereits zwei Futures-Titel gewinnen konnte, an seine bisherigen Leistungen im Verlaufe des Turniers an und blieb beim 6:3, 6:4 auch im dritten Match in Rungg ohne Satzverlust. Eine blütenweiße Weste behielt auch der 24-jährige Italiener Pietro Rondoni (ATP 426), der in seinem Viertelfinale gegen Landsmann Davide Galoppini (ATP 535) in keiner Phase der Partie ernsthaft in Bedrängnis geriet. Nach einer Stunde und 41 Minute vollendete er zum 6:3 und 6:2. Der dritte Halbfinalist wurde im Match zwischen dem Argentinier Gonzalo Villanueva (ATP 628) und dem an 8 gesetzten Franzosen Fabien Reboul (ATP 383) ermittelt. Im Auftakt-Satz genügte Reboul ein Break im ersten Game zum späteren Satzgewinn. Im zweiten sackte die Aufschlagleistung von Villanueva weiter ab. Sie machte schließlich den entscheidenden Unterschied aus beim 6:4, 6:2-Matchgewinn für Reboul.  Zur „Prime Time“ am Center Court traf schließlich Turnierfavorit Joao Souza auf den Deutschen Elmar Ejupovic (ATP 396). Dabei bot Souza eine bärenstarke Vorstellung. Bei eigenem Service sicher wie eine Bank, als Rückschläger hocheffizient (je 1 Break pro Satz) verwertete er den Matchball zum 6:3, 6:4 nach 1 Stunde und 38 Minuten.Nach dem Match zeigte sich Souza sichtlich zufrieden: „Meine Leistung war gut. Seit einigen Wochen fühle ich mich auf dem Platz wieder so wohl wie lange nicht mehr.“ Der Hintergrund dieser Aussage wird beim Blick auf seine Karriere klarer. 2015 stand Souza auf Rang 69 der Weltrangliste, danach fiel er sukzessive zurück: „Ich war nicht verletzt. Körperlich war alles ok. Aber ich war einfach aus privaten Gründen nicht frei im Kopf. Über Jahre hinweg klappte nicht sehr viel bei mir.“ Über die Futures-Turniere wolle er weiter Selbstvertrauen aufbauen, um seinem nächsten großen Ziel näherzukommen: „Ich möchte bis Jahresende um Rang 200 herum platziert sein, um bei der Qualifikation der Australian Open im Januar dabei sein zu können.“ Souza, gebürtig aus der Nähe von Sao Paolo lebt und trainiert aktuell in Miami Morgen stehen in Rungg die Halbfinals zwischen Reboul und Ficovich (12 Uhr) sowie Souza und Rondoni (14 Uhr) auf dem Programm. Das Doppel-Finale zwischen Marco Bortolotti/Alexander Weis und Andrea Guerrieri/Corrado Summaria wird bereits um 11 Uhr ausgetragen. Mit der Paarung Weis/Bortolotti stehen erstmals zwei Spieler des TC Rungg im Finale des Doppelbewerbs.


„Sparkassen Trophy 2018“: Südtiroler verpassen das Viertelfinale   Heute war Achtelfinaltag bei der 21. Ausgabe der „Sparkassen Trophy“ in Rungg/Eppan. Mit Jannik Sinner und Alexander Weis verabschiedeten sich die letzten im Turnier verbliebenen Südtiroler. Allerdings nicht ohne eine gehörige Talentprobe abzugeben. Ebenfalls rausgeflogen ist die Nummer 1 des Turniers, Hernan Casanova. Morgen werden die Viertelfinalpaarungen ausgetragen. Vor den Augen zahlreicher Tennisfans zeigte Sinner (ATP 1161) in seinem Achtelfinalmatch gegen Juan Pablo Ficovich (ATP 431), warum er zu den größten Tennishoffnungen Südtirols zählt. Besonders von der Grundlinie hielt der noch 16-jährige Sextner gegen seinen argentinischen Kontrahenten, der in diesem Jahr bereits zwei Futures-Titel gewinnen konnte, gut mit. Am Ende setzte sich mit Ficovich der konstantere Spieler durch, insbesondere bei eigenem Aufschlag zeigte der 21-Jährige seine ganze Klasse. Sinner begann seinerseits beide Sätze mit einem Break gegen sich. Nach 1 Stunde und 15 Minuten hieß es 6:3 und 6:3 für Ficovich. Noch etwas näher dran am Viertelfinale war Weis (ATP 905) vom TC Rungg. Er stand heute Pietro Rondoni (ATP 426) gegenüber. Rondoni war noch vor wenigen Wochen an Position  377 der Weltrangliste klassiert dank zweier ITF-Turniersiege in Sassuolo und Albinea. Von Weis wurde die Nummer 6 des Turniers gefordert, aber fiel nicht: „Es war meist ein Spiel auf Augenhöhe, auch wenn ich nicht mein bestes Tennis gezeigt habe“, so Weis. „Er war heute einfach besser im Verwerten seiner Chancen. Immer als ich wieder dran war, zeigte er eine top Leistung.“ Weis gelang je ein Break pro Satz, Rondoni nahm dem Rungger je zwei Mal den Aufschlag ab. Nach 1 Stunde und 41 Minuten verwandelte Rondoni den ersten Matchball zum 6:3, 6:4. Die beiden Südtiroler verabschiedeten sich so erhobenen Hauptes und mit je einem Weltranglistenpunkt mehr auf dem ATP-Konto von der „Sparkassen Trophy 2018“. Nicht mehr in Rungg mit dabei ist auch die Nummer 1 des Turniers, der Argentinier Hernan Casanova (ATP 272), der sich Gonzalo Villanueva (ATP 628) mit 6:3, 6:4 geschlagen geben musste. Ebenso wie die Nummer 3, der Niederländer Jelle Sels (ATP 368). Er unterlag etwas überraschend dem 23-jährigen Italiener Davide Galoppini mit 2:6 und 5:7. Die Ehre der Bestgesetzten rettete am heutigen Tag Joao Souza, die ehemalige Nummer 69 der ATP-Weltrangliste. Er bezwang in einem hochklassigen und zumindest 2 Sätze lang äußerst engen Match Riccardo Bonadio (ATP 573) mit 7:6, 4:6 und 6:0. Morgen stehen in Rungg die Viertelfinal-Begegnungen im Einzel und die Halbfinalspiele im Doppel auf dem Programm. Spielbeginn ist um 12.30 Uhr – wie gewohnt bei freiem Eintritt.


„Sparkassen Trophy 2018“: Sinner und Weis im Achtelfinale Ein langer Erstrundentag bei der „Sparkassen Trophy“ ist vor wenigen Minuten zu Ende gegangen. Von den 3 Südtirolern, die heute auf der gut besuchten Anlage in Rungg aufschlugen, schafften es mit Jannik Sinner und Alexander Weis gleich 2 in die Runde der letzten 16. Überzeugend war auch die erste Vorstellung von Joao Souza, der ehemaligen Nummer 69 der Weltrangliste. Doch der Reihe nach: Als erster der 3 Südtiroler musste heute Vormittag Moritz Trocker vom TC Rungg ran. Er absolvierte die erste Partie auf dem Center Court. Dabei wurde jedoch eins schnell klar: Für Trocker war Juan Pablo Ficovich (ATP 431), die Nummer 7 des Turniers, heute eine Nummer zu groß. Der Rungger musste sich dem Argentinier in weniger als einer Stunde mit 6:1, 6:0 geschlagen geben. Ficovich bestätigte beim Erstrundenmatch seine blendende Form in dieser Saison, in der er bereits zwei Futures-Titel holen konnte. Im Achtelfinale wartet auf Ficovich der Sextner Jannik Sinner, der seinen Trainings- und Doppelpartner Giacomo Dambrosi in 3 Sätzen niederringen konnte. Nach fast zweineinhalb Stunden Spielzeit hieß es 6:3, 6:7(5), 6:4 für Sinner, der in 9 Tagen 17 Jahre alt wird. „Es war kein leichtes Match. Wir kennen uns gut und wissen um die Stärken und Schwächen des anderen. Dass es am Ende zum Sieg gereicht hat, macht mich sehr glücklich.“ Nun wolle er „von Runde zu Runde weiterschauen“. Die Partie von Sinner gegen Ficovich ist für morgen um 11 Uhr angesetzt.   Für den krönenden Abschluss des Erstrundentages in Rungg sorgte Weis (ATP 905) vom TC Rungg. In seinem „Wohnzimmer“, dem Center Court, setzte er sich nach hartem Kampf in 2 Stunden und 40 Minuten gegen Lorenzo Frigerio (ATP 804) durch. Ein toller Erfolg für Weis, zumal Frigerio noch vor einem Jahr an Position 375 der Weltrangliste klassiert war. Nächster Gegner von Weis ist morgen Pietro Rondoni (ATP 426), der in seinem Auftaktmatch Qualifikant Corrado Summaria glatt in 2 Sätzen bezwingen konnte. Die Nummer 2 des Turniers, der Brasilianer Joao Souza (ATP 448) zeigte gestern beim Erstrundenmatch gegen Landsmann Bruno Sant´Anna (ATP 407) eine makellose Leistung. In 1 Stunde und 20 Minuten verwandelte er den Matchball zum 6:4, 6:2. Souza, der vergangene Woche das Futures in Bozen gewann, trifft morgen auf den Italiener Riccardo Bonadio. Der Achtelfinaltag in Rungg beginnt morgen um 11 Uhr. Die Zuschauer können sich erneut auf Weltklassetennis bei freiem Eintritt freuen.


„Sparkassen Trophy 2018“: Historischer Tag in Rungg 3 Südtiroler stehen im Hauptfeld der „Sparkassen Trophy“ in Rungg. Soviele wie noch nie, seit das Turnier mit 25.000 US-Dollar plus Hospitality dotiert ist. Jannik Sinner und Moritz Trocker rückten heute mit ihren Siegen ins Hauptfeld vor. Der dritte Südtiroler, Alexander Weis, steht dank einer Wild Card des Veranstalters im Tableau der 32. Morgen ist großer Erstrundentag. Rungg ist bislang das Turnier der Südtiroler Talente – ganz zur Freude der vielen heimischen Tennisfans und der Organisatoren: „Seitdem wir der Futures-Kategorie 25.000 plus Hospitality angehören, waren noch nie so viele Südtiroler im Hauptfeld mit dabei“, freut sich Turnierdirektor Dietmar Pfeifer. „Daran sieht man, dass der Tennissport in Südtirol auf einem sehr guten Weg ist. Die Dichte an Spielern, die international bestehen können, ist in den vergangenen Jahren stetig angestiegen.“ Für die emotionalsten Momente sorgte am heutigen Tag Trocker (ATP 1575) vom TC Rungg in seiner Partie gegen Tommaso Roggero. Er kämpfte sich in beiden Sätzen in bemerkenswerter Manier zurück: Im ersten Durchgang lag er 3:5, im zweiten 2:6 und 6:7 im Tiebreak in Rückstand und gewann dennoch mit 7:5, 7:6 (7). Eine große Willensleistung des 18-Jährigen. In der ersten Runde des Hauptfelds spielt er morgen allerdings gegen einen harten Brocken, die Nummer 7 des Turniers Juan Pablo Ficovich (ATP 431) aus Argentinien. Ohne Mühe weiter ist auch der (noch) 16-jährige Jannik Sinner, der Luca Tomasetto (ATP 1487) beim 6:0, 6:4 kaum eine Chance ließ. Der Sextner begann mit 9 Games in Folge, verlor Mitte des zweiten Satzes kurz die Konzentration, fing sich jedoch bald wieder und ging nach 1 Stunde und 21 Minuten als Sieger vom Platz. Nächster Gegner in der ersten Runde des Hauptfelds ist der Qualifikant Giacomo Dambrosi. Der dritte Südtiroler im Hauptbewerb, Weis vom TC Rungg, bekommt es morgen ebenfalls mit einem Qualifikanten, dem Italiener Lorenzo Frigerio (ATP 838) zu tun. Weniger gut lief es heute für Horst Rieder und Joy Vigani, sie mussten in der zweiten Quali-Runde die Segel streichen. Rieder verlor gegen Corrado Summaria (ATP 901), Vigani unterlag Nicola Vidal.   Im Anschluss an die entscheidenden Quali-Spiele fanden bereits die ersten 4 Hauptrunden-Matches statt. Dabei setzte sich der Argentinier Gonzalo Villanueva (ATP 628) gegen José Pereira (ATP 515) durch. Juan Pedro Sorgi (ATP 602) gewann in etwas mehr als einer Stunde gegen Andrea Guerrieri, während Giovanni Fonio (ATP 636) gegen die Nummer 4 des Turniers, Daniel Dutra da Silva (ATP 380) die Oberhand behielt. Im letzten Einzel des Tages rang die Nummer 1 des Turniers Hernan Casanova (ATP 285) den Sieger des ITF-Turniers von Pontedera, den 19-jährigen Italiener Riccardo Balzerani (ATP 475), in 3 Sätzen nieder.


„Sparkassen Trophy 2018“: 4 Südtiroler in der heißen Quali-Phase 8 Plätze sind im Hauptfeld der „Sparkassen Trophy“ (25.000 US-Dollar plus Hospitality) für Qualifikanten frei. Die Chancen, dass sich darunter mehrere Südtiroler befinden könnten, stehen nicht schlecht. Gleich 4 von ihnen können morgen mit einem Sieg Alexander Weis ins Hauptfeld folgen, der dank Wild Card bereits fix in der Runde der letzten 32 steht. Das unbestrittene Schlagerspiel am heutigen „Super Sunday“ aus Südtiroler Sicht war die Begegnung zwischen dem Sextner Jannik Sinner (ATP 1164) und Sebastian Brzesinski vom TC Rungg. Die Tennistalente, beide Jahrgang 2001, lockten zahlreiche heimische Tennisfans auf die Anlage nach Rungg. Sie erlebten zunächst einen ausgeglichenen Beginn. Beim Stand von 3:2 gelang dann Sinner das Break. Brzesinski ha4tte zwar im Gegenzug 2 Mal die Möglichkeit zum Rebreak, konnte sie jedoch nicht nutzen. Sinner entschied den Satz 6:3 für sich. Im zweiten nahm der Rungger seinem gleichaltrigen Kontrahenten den Aufschlag bei 3:3 ab. Es sollte zum späteren 6:4-Satzgewinn reichen. Der Finalsatz war dann aber nur mehr anfangs umkämpft, Sinner zog schnell davon und zeigte wieder seine ganze Klasse, allen voran seine enorme Ballbeschleunigung. Nach 1 Stunde und 51 Minuten verwandelte er den Matchball zum 6:4, 4:6 und 6:0. Morgen trifft Sinner, der im Piatti Tennis Center in Bordighera trainiert, auf Luca Tomasetto (ATP 1487). Ebenfalls Hoffnungen aufs Hauptfeld kann sich Moritz Trocker vom TC Rungg machen, der Mattia Bernardi 6:4, 6:0 besiegen konnte. Er trifft nun auf Federico Iannacone (ATP 1121). Weitere Südtiroler in der dritten Quali-Runde sind Horst Rieder (ATP 1885), der sich gegen Manuel Mazza in zwei Sätzen durchsetzen konnte, sowie Joy Vigani, der im Südtiroler Duell gegen Jacob Nicolussi die Oberhand behielt. Rieder bekommt es morgen mit dem starken Italiener Corrado Summaria (ATP 901), Vigani mit Nicola Vidal zu tun. Die Sieger von morgen stehen im Hauptfeld der 21. „Sparkassen Trophy“ in Rungg. Spielbeginn ist um 10 Uhr, auf dem Programm stehen insgesamt 16 Partien, darunter auch die ersten 3 Partien im Hauptfeld zwischen dem Topgesetzten Hernan Casanova vs. Riccardo Balzerani, Daniel Dutra da Silva vs. Giovanni Fonio und Andrea Guerrieri vs. Joao Pedro Sorgi.


„Sparkassen Trophy 2018“: 3 Südtiroler nehmen die erste Hürde Der Traum vom Hauptfeld bei der 21. „Sparkassen Trophy“ in Rungg/Eppan (25.000 US-Dollar plus Hospitality) lebt für Sebastian Brzesinski, Jacob Nicolussi und Pietro Fellin. Sie gewannen heute ihre Auftaktmatches in der Qualifikation. Morgen steht in Rungg der „Super Sunday“ der Südtiroler Nachwuchstalente am Programm. Los geht´s direkt im Anschluss an die öffentliche Auslosung des Hauptfelds ab 11 Uhr. Für gleich 7 Südtiroler begann heute die Knochenmühle Qualifikation. Dabei entwickelte sich insbesondere das Lokal-Duell zwischen Jacob Nicolussi und Manuel Bernard zu einem echten Krimi. Der Welschnofner, der die letzten Jahre für ein College-Team im US-Bundesstaat Virginia spielte, begann stark gegen Bernard und gewann den ersten Satz klar mit 6:1. Der zweite gehörte dann dem Rungger, der nun wesentlich besser ins Spiel fand. Der dritte Satz verlief schließlich denkbar eng. Nicolussi wehrte beim Stand von 4:5 und dann noch einmal im Tiebreak Matchbälle ab und gewann knapp mit 9:7 im Tiebreak. Morgen trifft Nicolussi auf Joy Vigani (TC Rungg), die Nummer 9 der Qualifikation. Ebenfalls in der zweiten Quali-Runde steht Sebastian Brzesinski, Vereinskollege von Vigani beim TC Rungg. Er setzte sich in 3 Sätzen gegen Paolo Bompieri durch – ganz zur Freude der Südtiroler Tennisfans, die somit morgen einen echten Schlager erleben dürfen. Brzesinski trifft im Duell der 16-Jährigen auf den Sextner Jannik Sinner (ATP 1164). Die Jahrgangskollegen (2001) gelten als zwei der größten Südtiroler Tennishoffnungen. Ohne große Mühe weiter ist auch der Brixner Pietro Fellin, der sich gegen Alessandro Conca in 2 Sätzen behaupten konnte. Nicht mehr im Rennen um einen der 8 Plätze fürs Hauptfeld sind hingegen Thomas Thaler, Nicoló Toffanin und Tobias Kirchlechner (alle TC Rungg). Für alle 3 siegreichen Südtiroler geht es morgen weiter in der 2. Runde der Qualifikation. Insgesamt stehen 7 Partien mit Südtiroler Beteiligung am Programm. Mit dem brasilianischen Wahl-Rungger Wilson Leite (ATP 711) schlägt morgen zudem erstmals die Nummer 1 der Qualifikation bei der „Sparkassen Trophy“ auf. Der Tag in Rungg beginnt um 11 Uhr mit der öffentlichen Auslosung samt Frühshoppen. Direkt im Anschluss gibt es auf den Plätzen des TC Rungg wieder Weltklassetennis bei freiem Eintritt zu erleben.


„Sparkassen Trophy 2018“: 13 Südtiroler in der Quali Die 21. Ausgabe der „Sparkassen Trophy“ in Rungg/Eppan (25.000 Dollar plus Hospitality) beginnt morgen mit dem ersten Tag der Qualifikation. Unter den 46 Qualifikanten des ITF-Turniers finden sich gleich 13 Südtiroler, die um den Einzug ins Hauptfeld kämpfen werden. Spielbeginn ist um 10.30 Uhr bei freiem Eintritt. Vor wenigen Minuten ist das offizielle „Sign in“ für die Qualifikation zu Ende gegangen. Unter den Unterzeichnern waren auch 13 Südtiroler. Alle von ihnen konnten bei der Vergabe der Qualifikationsplätze berücksichtigt werden. Von ihnen sind morgen im Einsatz: Sebastian Brzesinski, Thomas Thaler, Nicoló Toffanin, Manuel Bernard, Jakob Nicolussi, Pietro Fellin, Tobias Kirchlechner. Am Sonntag greifen die in der Quali vorgesetzten Südtiroler Jonas Greif, Horst Rieder, Moritz Trocker, Joy Vigani, Georg Winkler und Jannik Sinner ins Geschehen ein.   Sie alle kämpfen um die begehrten Plätze im Hauptfeld der 21. „Sparkassen Trophy“. Einfach wird der Weg jedoch für niemanden, zumal sich die Qualität des Teilnehmerfeldes auch in diesem Jahr mehr als sehen lassen kann. Nach den drei Qualifikationstagen werden ab Anfang nächster Woche alle Topgesetzten ins Geschehen eingreifen, darunter der Brasilianer Joao Souza, der vor 3 Jahren bereits auf Position 69 der ATP-Weltrangliste stand und im Verlauf seiner Karriere bereits Spieler wie David Goffin (ATP 11) und den Ex-Top-10-Spieler Tommy Robredo bezwingen konnte. Spielbeginn am morgigen 1. Tag der Qualifikation ist um 10.30 Uhr. Das Publikum erwarten insgesamt 14 Spiele – wie gewohnt bei freiem Eintritt.


Ein Blick zurück

Paris-Halbfinalist Marco Cecchinato hat einst in Rungg gespielt wie viele andere derzeitige Top-100-Spieler.
Marco Cecchinato war heuer beim wichtigsten Sandplatzturnier der Welt in Paris die große Überraschung. Er schaffte es bis ins Halbfinale und besiegte unter anderem Novak Djokovic. Wenige Wochen zuvor hatte er in Budapest sein erstes ATP250-Turnier gewonnen. Cecchinato hat sich mit den diesjährigen Ergebnissen unter die Top 30 der Welt vorgearbeitet. 2010 hat der damals 18-Jährige – betreut von Max Sartori – in Rungg gespielt und als Nummer 1276 der Welt die Qualifikation überstanden und in der ersten Runde gegen den an Nummer zwei gesetzten Andreas Haider-Maurer beim 3/6 6/7 eine Talentprobe abgelegt. Trainiert wird Cecchinato übrigens von Simone Vagnozzi, dem Rungg-Sieger von 2012.
Cecchinato ist einer von 10 aktuellen Top-100-Spielern, die bereits in Rungg aufgeschlagen haben (Stand: Juli). Drei ehemalige Rungg-Starter stehen in den Top 50 (Marco Cecchinato, Misha Zverev, Andreas Seppi). Insgesamt hat Rungg seit 1998 rund 40 spätere Top-100-Spieler gesehen.
Stabil in den Top 100 steht Nikoloz Basilashvili, der 2013 den Mercedes Smart mit nach Hause nahm, als er die Jubiläumsausgabe (15 Jahre) in Rungg gewann. Erstmals unter die Top 100 hat sich heuer der Bosnier Mirza Basic gespielt, indem er – als Qualifikant – das ATP250-Turnier in Sofia gewann. 2012 und 2014 hat Basic in Rungg im Doppel triumphiert. Erstmals in die Top 100 eingezogen ist 2018 auch Matteo Berrettini, der 2014 als 18-jähriger Wild-Card-Spieler in Rungg in der ersten Runde gegen Matteo Trevisan in drei Sätzen unterlag.
Die ehemaligen Rungg-Starter Simone Bolelli und Ivan Dodig dürfen sich sogar Grand-Slam-Sieger im Doppel nennen: Bolelli gewann 2015 die Australian Open (mit Fognini), Dodig die French Open (mit Melo). Dodig schaffte es in der Doppel-Weltrangliste bis auf Rang 4, im Einzel immerhin auf Rang 29. Andreas Seppi holte 2000 als 16-Jähriger in Rungg den allerersten ATP-Punkt seiner Karriere.

Sie spielten in Rungg …

(Best Ranking + Jahr)

Andreas Seppi (ITA)     18 (2013)
Martin Klizan (SVK)    24 (2015)
Filippo Volandri (ITA)     25 (2007)
Marco Cecchinato (ITA)    27 (2018)
Potito Starace (ITA)     27 (2007)
Misha Zverev (GER)     29 (2017)
Ivan Dodig (CRO)    29 (2013)
Paolo Lorenzi (ITA)    33 (2017)
Andrey Golubev (KAZ)    33 (2010)
Simone Bolelli (ITA)     36 (2009)
Grega Zemlja (SLO)    43 (2013)
Jan-Lennard Struff (GER)    44 (2017)
Evgeny Korolev (RUS)     46 (2010)
Andreas Haider-Maurer (AUT)    47 (2015)
Nikoloz Basilashvili (GEO)    51 (2017)
Maximo Gonzalez (ARG)    58 (2009)
Rui Machado (POR)    59 (2011)
Ivo Minar (CZE)    62 (2009)
Diego Junqueira (ARG)    68 (2009)
Blaz Kavcic (SLO)    68 (2012)
Alessio Di Mauro (ITA)     68 (2007)
Thomas Fabbiano    70 (2017)
Flavio Cipolla (ITA)    70 (2012)
Alejandro Gonzalez (COL)    70 (2014)
Marius Copil (ROU)    73 (2018)
Mirza Basic (BIH)    74 (2018)
Renzo Olivo (ARG)    78 (2017)
Matteo Berrettini (ITA)    80 (2018)
Taro Daniel (JPN)    80 (2018)
James Duckworth (AUS)    82 (2015)
Matthias Bachinger (GER)    85 (2011)
Federico Luzzi (ITA)     92 (2002)
Juan Pablo Brzezicki (ARG)     94 (2008)
Farrukh Dustov (UZB)    98 (2015)
Alessandro Giannessi    84 (2017)
Luca Vanni (ITA)    100 (2015)


Der Höhepunkt

Vom 4. bis 11. August machen wieder Tennisprofis bei der Sparkassen Trophy in Rungg Station – bei freiem Eintritt.
Bei der Premiere 1998 war nicht zu erwarten, dass aus dem damaligen sogenannten Satellite-Turnier im TC Rungg mit einem bescheidenen Preisgeld von 6.250 Dollar Preisgeld eine derartige Traditionsveranstaltung werden würde. Damals richtete der TC Rungg zum ersten Mal ein internationales Profiturnier aus. Genau 20 Jahre später gibt es das Turnier immer noch, wenn auch ungleich größer: Die „Sparkassen Trophy“ ist schrittweise gewachsen und gehört mittlerweile der höchsten Futures-Kategorie an, sie hat ein Preisgeld von 25.000 Dollar und gewährt den Teilnehmern die sogenannte „Hospitality“, also die kostenlose Unterkunft im Viersternehotel Four Points by Sheraton. Die Rungger sind erfahrene Organisatoren geworden, und die Sparkassen Trophy gilt in Profikreisen als eines der bestorganisierten Futures-Turniere weltweit. Sie bietet acht Tage Weltklassetennis und ist einer der Höhepunkte des Südtiroler Sportsommers.
Turnierdirektor Dietmar Pfeifer, OK-Chef Georg Morandell und das Organisationsteam haben wieder die Weichen dafür gestellt, dass sich die Profis aus aller Welt wohlfühlen. Neben der Unterbringung im Four Points by Sheraton gibt es einen Transportservice auf Abruf mit BMW-Oberklassewagen von Partner Auto Ikaro.
Gespielt wird nicht nur um das Preisgeld, sondern vor allem auch um Punkte für die ATP-Weltrangliste. Dem Sieger werden 35 ATP-Punkte gutgeschrieben. Am Samstag, 4. August, beginnt die Qualifikation, ab Montag, 6. August greifen die Favoriten ins Geschehen ein.


Mohamed Safwat gewinnt die Jubiläumsausgabe Mohamed Safwat (ATP 255) ist der große Sieger der 20. Sparkassen Trophy in Rungg (25.000 Dollar plus Hospitality). Auch im letzten Match des Turniers blieb er ohne Satzverlust und zeigte erneut solides und fast fehlerfreies Grundlinientennis. Seinen  Finalgegner Tomislav Brkic (ATP 347) zwang er in 2 Sätzen mit 6:4 und 6:3 in die Knie.  Es war das Duell der Nummer 2 (Safwat) gegen die Nummer 7 des Turniers (Brkic) im Endspiel der Jubiläumsausgabe des ITF-Turniers. Auf dem gut besuchten Center Court hatte der bosnische Daviscup-Spieler, der bereits 2014 den Titel in Rungg holen konnte, durchaus seine Chancen. Beim Stand von 2:1 erarbeitete er sich 4 Breakchancen. Doch Safwat wehrt eine nach der anderen ab und glich zum 2:2 aus. Ein entscheidender Moment, in dem der Ägypter seine mentale Stärke zeigte.  Nur wenige Games später nutzte Safwat seine erste Breakchance und setzte sich mit einem Break in Front, das ihm zum späteren 6:4-Satzgewinn genügte. Im zweiten Satz begann Safwat, der im Halbfinale Christian Lindell ausschaltete, bärenstark. Bereits im zweiten Game gelang ihm das Break zum 2:0. Nun war die Gegenwehr von Brkic gebrochen, der an diesem Tag kein Mittel gegen die ungeheure Konstanz des 26-jährigen Ägypters, der im gesamten Turnierverlauf keinen einzigen Satz abgeben musste. Mit einem weiteren Break zum 6:3 kürte er sich schließlich nach 1 Stunde und 24 Minuten zum Gewinner der 20. Sparkassen Trophy in Rungg. Nach dem Spiel zeigte er sich sehr zufrieden mit seiner Leistung: “Ich habe ein tolles Turnier gespielt und konnte mich von Match zu Match steigern. Mein Dank geht auch an meinen Coach Martin Spottl, der mich taktisch perfekt auf das heutige Finale vorbereitet hat.” Nicht zuletzt richtete Safwat ein Lob an die Veranstalter: “Ich habe mich hier wie zuhause gefühlt.” Brkic, der im Halbfinale den topgesetzten Titelverteidiger Jeremy Jahn aus dem Bewerb warf, trauerte den verpassten Breakchancen nach: “Im ersten Satz wäre sicher mehr drin gewesen. Leider konnte ich meine Möglichkeiten nicht nutzen”, so Brkic. “Dennoch war es ein gutes Turnier für mich. Ich habe mich sehr wohl gefühlt und einige wichtige Matches gewonnen.” Brkic war der Marathonmann in Rungg: Er musste 3 Mal über 3 Sätze und stand insgesamt fast 10 Stunden auf dem Platz. Sein Kontrahent nur 3 Stunden weniger. Veranstalter und Partner zufrieden Erleichtert und stolz waren heute die Veranstalter der Sparkassen Trophy, allen voran Turnierdirektor Dietmar Pfeifer: “Das Wetter spielte in dieser Woche nicht immer mit. Daher freut es mich umso mehr, dass es heute einen versöhnlichen Abschluss gegeben hat, mit traumhaftem Wetter, vielen Zuschauern und Weltklassetennis.” Christian Delvai, Bezirksleiter Geschäftskunden des Hauptsponsors Südtiroler Sparkasse, sprach der Organisation ein großes Kompliment aus: „Zum Gelingen eines solchen Sportevents braucht es ein starkes Team. Alle Beteiligten haben eine sehr gute Arbeit geleistet und für einen reibungslosen Ablauf des Turniers gesorgt. Wir werden sicherlich auch im nächsten Jahr wieder als Partner der Sparkassen Trophy zur Verfügung stehen“, so Delvai.


Brkic und Safwat: Duell um die 20. Sparkassen Trophy Das Finale der 20. Sparkassen Trophy (25.000 Dollar plus Hospitality) lautet Mohamed Safwat gegen Tomislav Brkic. Damit treffen morgen die Nummer 2 und die Nummer 7 des Turniers aufeinander. Sie greifen nach dem Titel in Rungg und 35 Punkten für die ATP-Weltrangliste. Der finale Showdown findet morgen um 11 Uhr statt. Doppel-Sieger der Jubiläumsausgabe in Rungg sind X. Safwat (ATP 255), der vor rund einem Monat das ITF-Turnier in Sharm el Sheikh für sich entscheiden konnte, bekam es im ersten Halbfinale des Tages mit Christian Lindell (ATP 355) zu tun. Im ersten Satz schenkten sich beide Kontrahenten nichts. Jeder brachte sein Service durch. Im Tiebreak brachte ein Mini-Break zugunsten Safwats die Entscheidung herbei. In der Mitte des zweiten Satzes nutzte der 26-jährige Ägypter eine kurze Schwächphase Lindells zum spielentscheidenden Break. Nach 1 Stunde und 46 Minuten hieß es 7:6, 6:3 für Safwat. Sein Gegner im Finale der 20. Ausgabe ist der Bosnier Tomislav Brkic, der den topgesetzten Titelverteidiger Jeremy Jahn (ATP 207) in 3 Sätzen mit 6:4, 3:6, 6:4 bezwingen konnte. Das Match war über weite Strecken sehr ausgeglichen. Im ersten Satz hatte Brkic leichte Vorteile, im zweiten gelang Jahn das Break zum Satzgewinn. Beim Stand von 4:5 im dritten Satz führte Jahn bereits mit 40:15 bei eigenem Aufschlag. Die zwei Spielbälle zum 5:5 konnte er jedoch nicht verwandeln. Ganz anders Brkic: Er machte 4 Punkten in Folge und vollendete zum 6:4. Brkic bleibt damit in Rungg weiter ungeschlagen. Bei seiner ersten Teilnahme in Rungg im Jahr 2014 gelang ihm das Double, er holte sich die Titel im Einzel und im Doppel. Krönt sich Brkic morgen zum zweiten Mal zum König von Rungg? Die Frage wird beim Finale der 20. Sparkassen Trophy morgen um 11 Uhr beantwortet. Die Tennisfans können sich ein letztes Mal auf Weltklassetennis bei freiem Eintritt freuen. Doppel-Titel geht an Oliveira/Pel Im Doppelbewerb behauptete sich heute die portugiesisch-niederländische Paarung Goncalo Oliveira und David Pel (Nummer 2 der Setzliste) gegen die ungesetzten Italiener Gianluca Di Nicola und Lorenzo Sonego. Nach etwas mehr als einer Stunde Spielzeit gingen sie mit 6:3, 6:2 als Sieger vom Platz. Für den Turniersieg erhalten sie je 35 Punkte für die ATP-Weltrangliste im Doppel.


ITF in Rungg: Jahn und Safwat souverän im Halbfinale Der Titelverteidiger Jeremy Jahn und Mohamed Safwat sind soeben ohne Probleme in die Runde der letzten 4 eingezogen. Die Halbfinalpartien zwischen Safwat und Lindell sowie Jahn und Brkic werden um 13 Uhr bzw. 15 Uhr gespielt. Das erste Spiel am Center Court zwischen Safwat und Adelchi Virgili war eine äußerst kurze Angelegenheit. Die Partie, die gestern wegen Regens beim Stand von 6:2 und 4:2 aus der Sicht Safwats unterbrochen werden musste, dauerte heute nur wenige Minuten. Der ägyptische Davis-Cup-Spieler knüpfte da an, wo er aufgehört hatte. Er holte sich auch die letzten 2 Games zum 6:2, 6:2 Endstand. Im Halbfinale heute Nachmittag trifft er auf den schwedischen Daviscup-Spieler Christian Lindell, der gestern gegen Goncalo Oliveira in 3 Sätzen gewinnen konnte. Einseitiger als gedacht, verlief das deutsche Viertelfinal-Derby zwischen der Nummer 1 des Turniers Jahn und Bozen-Sieger Matthias Bachinger. Jahn entschied die Partie in 1 Stunde und 22 Minuten glatt mit 6:3 und 6:2 für sich und setzte damit erneut ein klares Ausrufezeichen. “Ich habe von Beginn an sehr gut gespielt, habe das Match diktiert und wenige Eigenfehler gemacht”, so Jahn. Heute Nachmittag bekommt er es mit dem Bosnier Tomislav Brkic zu tun.


Brkic und Lindell stehen im Halbfinale der Sparkassen Trophy 2 der 4 Halbfinalisten des ITF-Turniers in Rungg (25.000 Dollar plus Hospitality) stehen fest: Es sind dies der Bosnier Tomislav Brkic und Christian Lindell aus Schweden. Die beiden weiteren Semifinalisten konnten aufgrund aufkommenden Regens nicht ermittelt werden. Die Partien werden morgen um 10 Uhr fortgesetzt, um 13 und um 15 Uhr finden zeitgleich die Halbfinalpartien im Einzel und im Doppel statt. Beim ersten Spiel des Tages trafen Brkic (ATP 347) und Federico Coria (ATP 230), der jüngere Bruder des ehemaligen French-Open-Finalisten Guillermo Coria, aufeinander. Zu Beginn kontrollierte Coria das Match. Nach einem Break spielte er den ersten Satz souverän nach Hause. Durch ein frühes Break im zweiten Satz zog er gar auf 3:1 davon. Doch dann drehte die Partie völlig. Brkic spielte plötzlich groß auf und machte sage und schreibe 11 Games in Folge und entschied das Match mit 4:6, 6:3, 6:0 für sich. Ebenfalls in der Runde der letzten 4 steht der ehemalige schwedische Daviscup-Spieler und Weis-Bezwinger Christian Lindell (ATP 355). Er wehrte in der Partie gegen den 22-jährigen Linkshänder Goncalo Oliveira aus Portugal (ATP 208) einen Matchball ab und gewann mit 2:6, 7:6, 6:3. Stark aufgespielt hat gestern erneut die Nummer 2 der Setzliste in Rungg, Mohamed Safwat (ATP 255). Er ließ Adelchi Virgili durch sein cleveres Grundlinientennis im ersten Satz nie richtig ins Spiel kommen. 2 Breaks später hieß es 6:2 für den Ägypter. In derselben Gangart ging es auch in Satz 2 weiter, wieder gelang Safwat ein Break. Erst der Regen stoppte ihn beim Stand von 4:2 und 30:0 (bei eigenem Aufschlag). Das vierte und letzte Viertelfinalspiel am heutigen Tag zwischen dem Topgesetzen Jeremy Jahn und seinem deutschen Landsmann und Trainingspartner Matthias Bachinger wurde wegen des schlechten Wetters auf morgen verlegt. Ebenso die beiden Doppelhalbfinals. Das Programm von morgen Los geht´s um 10 Uhr mit den beiden Nachtragsspielen von heute, Safwat vs. Virgili und Jahn vs. Bachinger. Um 13 und um 15 Uhr werden dann je ein Halbfinalspiel im Einzel und im Doppel ausgetragen. Ermittelt werden die Finalisten der 20. Ausgabe der Sparkassen Tophy in Rungg. Der Eintritt für das Publikum ist wie gewohnt frei.


Haider-Maurer und Weis out – Morgen Top-Spiel Jahn gegen Bachinger Jeremy Jahn, Matthias Bachinger, Federico Coria, Tomislav Brkic, Christian Lindell, Goncalo Oliveira, Adelchi Virgili und Mohamed Safwat heißen die acht Viertelfinalisten der 20. Sparkassen Trophy. Sie kämpfen morgen ab 11 Uhr um den Einzug in die Runde der letzten 4 bei der Jubiläumsausgabe des ITF-Turniers (25.000 Dollar plus Hospitality). Die Leistungsdichte im Spitzentennis ist enorm: Das zeigte sich auch heute wieder. Mit Weis und Lindell standen sich die Nummer 1265 und die Nummer 355 der Weltrangliste gegenüber. Im ersten Satz war es ein Match auf Augenhöhe. Zunächst ein Break in Rückstand, gelang es Weis Mitte des zweiten Satzes auszugleichen und schließlich sogar mit 5:4 in Führung zu gehen. Bei 0:30 und Aufschlag Lindell glaubten viele schon an die Sensation, doch Lindell drehte das Game zu seinen Gunsten, breakte Weis direkt im Anschluss und machte den 7:5 Satzgewinn bei eigenem Service klar. Nun war die Gegenwehr des 20-jährigen Südtirolers, der in Rungg trainiert, gebrochen. Der zweite Satz ging mit 6:2 an Lindell. „Ich hatte mir vor dem Spiel gute Chancen ausgerechnet. Leider konnte ich meine Möglichkeiten heute nicht konsequent verwerten“, so Weis nach dem Match. Für Weis war das ITF-Turnier in Rungg dennoch ein Erfolg. Er holte sich mit dem Einzug ins Achtelfinale seinen sechsten Weltranglistenpunkt und bestätigte seine starke Form. Und: An der Seite von Andrea Guerrieri steht er noch im Doppelhalbfinale in Rungg. Lindell bekommt es nun im Viertelfinale mit der Nummer 4 des Turniers Goncalo Oiveira zu tun, der mit Riccardo Balzerani keine Mühe hatte. Im Top-Spiel des Tages Andreas Haider-Maurer („geschütztes Ranking“ von 63) gegen die Nummer zwei des Turniers, den ägyptischen Daviscup-Spieler Mohamed Safwat (ATP 255), setzte sich Safwat souverän mit 6:3, 6:1 durch. Nach etwas mehr als einer Stunde Spielzeit hatte er den österreichischen Mitfavoriten um den Turniersieg mit solidem und konsequentem Grundlinientennis entzaubert. Safwat trifft morgen im Viertelfinale auf Adelchi Virgili (ATP 464), der sich gegen den 19-jährigen Briten Jay Clarke (ATP 288) mit 6:4 und 6:4 durchsetzen konnte. Viertelfinalschlager morgen ist zweifellos das Aufeinandertreffen der beiden deutschen Jeremy Jahn und Matthias Bachinger, die ihre Trainingsbase in München haben: „Ich rechne mit einer engen Partie“, meinte ihr Coach Lukas Wolff (Bayerischer Tennisverband). „Am Ende wird die Tagesform darüber entscheiden, wer die Oberhand behält.“ Titelverteidiger Jahn (ATP 207) bezwang heute im Achtelfinale Omar Giacalone (7:5, 6:3), Bozen-Triumphator und Ext-Top-100-Spieler Bachinger ließ Lorenzo Sonego beim 6:3, 6:1 nicht den Hauch einer Chance. Favoritensiege gab es heute auch bei den weiteren Achtelfinalpartien. Federico Coria (ATP 230) wackelte bei seinem 6:1, 6:3 gegen den Italiener Giovanni Fonio (ATP 1046) in keiner Phase des Spiels. Schwerer hatte es sein nächster Gegner Tomislav Brkic (ATP 347), der gegen das deutsche Aufschlagwunder Tobias Simon (ATP 496) beim 4:6, 7:6 und 7:6 sogar einen Matchball abwehren musste. Der Viertelfinaltag in Rungg beginnt morgen um 11 Uhr, im Anschluss an die Einzelmatches werden auch die Doppelhabfinalpartien ausgetragen. Das alles wie gewohnt bei freiem Eintritt.


Favoritensiege bei der Sparkassen Trophy 2017 Die Topfavoriten der 20. Sparkassen Trophy (25.000 Dollar plus Hospitality) haben sich heute keine Blöße gegeben und sind allesamt ins Achtelfinale eingezogen. Auch Alexander Weis zeigte gestern erneut eine starke Leistung und zog als einziger Südtiroler in die Runde der letzten 16 ein. Jeremy Jahn (ATP 201), Nummer 1 und Titelverteidiger beim ITF-Turnier in Rungg, setzte sich bei seinem Auftaktmatch in Rungg gegen Ryota Kishi (ATP 1185) klar in zwei Sätzen (6:3, 6:2) durch. „Es war ein gutes Gefühl, wieder in Rungg zu spielen. Das erste Match bei einem Turnier ist nie einfach, umso mehr freut es mich, dass ich so gut reingekommen bin“, sagte Jahn. Im Achtelfinale bekommt er es mit dem 25-jährigen Italiener Omar Giacalone (ATP 460) zu tun, der seine Erstrundenpartie gegen seinen Doppelpartner Jacopo Stefanini (ATP 631) mit 6:3, 6:1 gewinnen konnte. Weiterer Publikumsmagnet bei der diesjährigen Sparkassen Trophy ist der Österreicher Andreas Haider-Maurer. „AHM“ stand 2015 bereits unter den Top 50 der ATP-Weltrangliste, wurde dann jedoch von einer Fersenverletzung gestoppt. Auf seinem harten Weg zurück an die Weltspitze ist er mit einem geschützten Ranking von 63 unterwegs. Bei seinem ersten Auftritt in Rungg bot er eine solide Leistung und ließ besonders bei eigenem Aufschlag nichts zu. Ein Break pro Satz genügte ihm zum souveränen 6:3, 6:4 Matchgewinn gegen den jungen Italiener Cristian Carli (ATP 687). Er trifft morgen im Achtelfinale auf Mohamed Safwat (ATP 255), die Nummer 2 bei der 20. Sparkassen Trophy. Safwat gewann sein Erstrundenmatch gegen den Qualifikanten Tommaso Roggero mit 6:2 und 7:6. Ohne Probleme weiter ist auch der an Nummer 3 gesetzte Federico Coria (6:2, 6:1 gegen Filippo Mora). Alexander Weis, der beim TC Rungg trainiert, bestätigte heute seine derzeit gute Form. Im Duell der Qualifkanten in der ersten Runde des ITF-Turniers behielt er gegen Prader-Bezwinger Edoardo Sardella klar die Oberhand: „Ich habe heute das Losglück voll ausnutzen können. Von Beginn an gelang es mir, den Gegner zu kontrollieren. Ich bin sehr zufrieden mit meiner Leistung“, so Weis, der sich mit dem Einzug ins Achtelfinale seinen sechsten ATP-Weltranglistenpunkt sicherte. Die Aufgabe morgen wird ungleich schwerer für Weis: Mit dem Schweden Christian Lindell wartet die aktuelle Nummer 355 der Welt auf ihn. Lindell warf den Qualifikanten Nicoló Inserra mit 6:1, 6:1 aus dem Bewerb. Weniger gut als Weis erging es heute dem zweiten, verbliebenen Südtiroler im Feld: Manuel Bernard. Der 17-Jährige verlor heute gegen den 10 Jahre älteren Adelchi Virgili (ATP 464) mit 0:6 und 3:6. Einen phasenweise harten Kampf lieferten sich heute in einem klasse Match Lorenzo Sonego (ATP 403) und der Japaner Yosuke Watanuki (ATP 430), die ehemalige Nummer 2 der U18-Weltrangliste. Sonego, der mit einer Wild Card des Verbandes ins Hauptfeld rutschte, setzte sich am Ende mit 6:2 und 7:6 durch und bewies einmal mehr, warum er als große italienische Tennishoffnung gilt. Sein nächster Gegner morgen ist Matthias Bachinger (ATP 342), der sich in der Neuauflage des Endspiels von Bozen gegen Andrea Basso (ATP 504) in 3 Sätzen (6:1, 6:7, 6:3) behaupten konnte. Morgen werden in Rungg alle Achtelfinalspiele der Herren und die Doppel-Viertelfinalpartien ausgetragen. Beginn ist um 10 Uhr, der Eintritt wie gewohnt frei.


Bernard und Weis schaffen den Sprung ins Hauptfeld Was für ein Tag für den Tennisclub Rungg! Beim Heimturnier, der 20. Ausgabe der Sparkassen Trophy (25.000 Dollar plus Hospitality) kämpften sich mit Alexander Weis und Manuel Bernard zwei „Eigengewächse“ ins Hauptfeld. Morgen greifen alle Topfavoriten ins Geschehen ein. Auf dem Programm stehen mit Beginn um 10.30 Uhr einige echte Hammer-Partien. Die 8 Qualifikanten, die es ins Hauptfeld des ITF-Turniers geschafft haben, sind: Manuel Bernard, Alexander Weis, Nicoló Inserra, Andrea Guerrieri, Tommaso Roggero, Stefano Reitano und Filippo Mora. Für die wohl größte Sensation sorgte am heutigen Tag Bernard. Er setzte sich gegen den hochfavorisierten Augusto Virgili, der schon an Position 1723 der Weltrangliste stand, in 3 Sätzen mit 6:7, 7:6 und 6:2 durch. Es war ein grandioser Kampf, den die zahlreichen Südtiroler Tennisfans am Center Court erlebten. „Wir haben auf Augenhöhe gespielt. Im Entscheidungssatz litten wir beide unter Krämpfen. Dass ich es geschafft habe, macht mich unglaublich glücklich.” Der Einzug ins Hauptfeld des ITF-Turniers in Rungg ist der bislang größte Erfolg des 19-Jährigen im Dienste des TC Rungg. In der ersten Runde bekommt er es morgen mit Adelchi Virgili (ATP 553) zu tun, dem Bruder von Augusto und Vorjahres-Halbfinalisten von Rungg. Auch Weis, der wie Bernard in Rungg trainiert, hatte heute eine alles andere als leichte Aufgabe zu bewältigen. Nicola Vidal spielte vor allem im ersten Satz stark auf. Danach gelang es Weis besser ins Spiel zu kommen. Er erhöhte den Druck und zwang Vidal damit zu mehr Fehlern. Im dritten Satz genügte Weis dann ein frühes Break zum 2:1 für den 6:4 Satzgewinn. “Vidal war heute kein einfacher Gegner für mich. Durch sein aggressives Spiel fand ich einen Satz lang nicht ins Spiel. Insgesamt bin ich aber zufrieden mit meiner Leistung”, so Weis. Morgen trifft er auf den Qualifikanten Edoardo Sardella, der sich in drei Sätzen gegen Patrick Prader durchsetzen konnte. Nicht ins Hauptfeld schafften es neben Prader auch die weiteren Südtiroler Sebastian Brzezinski und Michael Kerschbaumer. Brzezinski unterlag Stefano Reitano denkbar knapp mit 6:3, 5:7 und 3:6. Trotz der Niederlage bewies der 16-Jährige, dass er nicht zu Unrecht als eines der größten Talente im Südtiroler Tennis gilt. Deutlicher fiel das Ergebnis von Kerschbaumer aus: Nach einem 2:6, 2:6 gegen Nicoló Inserra schied er in der dritten Qualifikationsrunde der Sparkassen Trophy 2017 aus. Der morgige Tag in Rungg verspricht erneut Tennis vom Allerfeinsten. Top-Spiel des Erstrundentages ist zweifellos die Neuauflage des Finalmatches von Bozen: Andrea Basso gegen den Ex-Top-100 Spieler Matthias Bachinger. Topfavorit Andreas Haider-Maurer, der über ein geschütztes ATP-Ranking von 63 verfügt, bekommt es mit Cristian Carli (ATP 700) zu tun. Ebenfalls morgen spielt der Titelverteidiger der Sparkassen Trophy, Jeremy Jahn (ATP 207). Er muss gegen den Japaner Ryota Kishi (ATP 1470) ran. Ebenfalls morgen können sich die Tennisfans auf die ehemalige Nummer 2 der U18-Weltrangliste freuen, den Japaner Yosuke Watanuki. Er trifft auf Lorenzo Sonego, der eine Wild Card fürs Hauptfeld erhalten hatte. Spielbeginn ist um 10.30 Uhr, der Eintritt für das Publikum ist wie gewohnt frei.


Fellin out, Prader und Weis weiter Mit Patrick Prader und Alexander Weis sind heute zwei weitere Südtiroler in die dritte und letzte Runde der Qualifikation bei der Sparkassen Trophy 2017 eingezogen. Das Aus kam hingegen für Pietro Fellin, der knapp in 3 Sätzen scheiterte. Morgen geht es in die heiße Phase der Qualifikation. Zudem werden einige Erstrundenmatches zu sehen sein. Spielbeginn ist um 9.30 Uhr bei freiem Eintritt. Prader kehrte mit guten Erinnerungen nach Rungg zurück. Stand er doch 2013 bereits im Halbfinale der Sparkassen Trophy. Damals unterlag er dem Georgier Nikoloz Basilashvili, die aktuelle Nummer 63 der ATP-Weltrangliste. Bei seinem Auftaktmatch in der Qualifikation bekam es Prader heute mit dem Briten Thomas Colautti zu tun. Nach einem hartumkämpften ersten Satz, den er knapp mit 9:7 im Tiebreak für sich entscheiden konnte, tat sich Prader im zweiten, der nach einer Regenunterbrechung folgte, wesentlich leichter. Ein Break genügte ihm zum entscheidenden 6:3. „Nach der Pause habe ich mich viel besser gefühlt. Ich bin mit meinem Spiel insgesamt zufrieden und freue mich jetzt auf das nächste Match in Rungg“, so Prader. Erwartungsgemäß wenig Probleme hatte auch Alexander Weis (ATP 1339), die Nummer 2 der Qualifikation, bei seinem Einstieg ins Turnier. Er setzte sich klar mit 6:1, 6:2 gegen gegen Lorenzo Seroddi durch und bestätigte seine zuletzt starke Form. Für den dritten Südtiroler am heutigen Tag, Pietro Fellin, ist die Sparkassen Trophy hingegen bereits zu Ende. Er verlor mit 2:6, 6:3 und 4:6 gegen Nicola Vidal. Fellin war dabei alles andere als chancenlos. Im Entscheidungssatz lag er bereits mit 4:2 in Führung. Vidal bäumte sich dann jedoch noch einmal auf und machte 4 Games in Folge. Morgen fällt in Rungg die Entscheidung darüber, wer es ins Hauptfeld schafft. Im Rennen sind noch 5 Südtiroler (Manuel Bernard, Sebastian Brzezinski, Michael Kerschbaumer, Patrick Prader und Alexander Weis), die allesamt um eines der 8 Main-Draw-Tickets kämpfen werden. Im Anschluss stehen auch einige Erstrundenmatches im Einzel und Doppel auf dem Programm. Los geht´s in Rungg ab 9.30 Uhr, wie gewohnt bei freiem Eintritt.


Bernard, Brzezisnki und Kerschbaumer nehmen die erste Hürde
Der Traum vom Hauptfeld bei der 20. Auflage der Sparkassen Trophy lebt für Sebastian Brzezinski, Manuel Bernard (beide TC Rungg) und Michael Kerschbaumer weiter. Sie gewannen am Samstag ihre Auftaktmatches in der Qualifikation. Am Sonntag stehen 3 weitere Partien mit Südtiroler Beteiligung auf dem Programm. Los geht´s direkt im Anschluss an die öffentliche Auslosung des Hauptfelds ab 11 Uhr. Für gleich 6 Südtiroler begann am Samstag die Knochenmühle Qualifikation – die Hälfte von ihnen überstand sie, teils mühelos. Doch der Reihe nach: Der Grödner Erwin Tröbinger begann stark gegen Edoardo Sardella und gewann den ersten Satz ohne viel Gegenwehr. Dann kippte die Partie, Sardella fand ins Spiel und setzte sich schließlich mit 1:6, 6:1, 6:1 durch. Der erst 15-jährige Jonas Greif vom TC Kaltern bot bei seiner Auftaktniederlage (3:6, 1:6) gegen Augusto Virgili besonders im ersten Satz eine respektable Leistung. Die erste Hürde überstanden haben hingegen die beiden Rungger Sebastian Brzezinski (6:1, 6:2 gegen Alberto Bronzetti) und Manuel Bernard (6:0, 6:0 gegen Francesco Coriani) sowie Michael Kerschbaumer, der sich gegen Landsmann Jonas Ciechi in drei Sätzen durchsetzen konnte. Für sie geht es am Montag in der heißen Phase der Qualifikation um einen der begehrten 8 Plätze fürs Hauptfeld. Für dieses Ziel kämpfen auch Patrick Prader (gegen Thomas Colautti), Pietro Fellin (gegen Nicola Vidal) und die Nummer 2 der Qualifikation Alexander Weis (gegen Lorenzo Seroddi). Sie werden morgen – ganz zur Freude der Südtiroler Tennisfans – ihre Auftaktpartien in der Qualifikation absolvieren. Mit Andrea Guerrieri (ATP 1095) schlägt morgen zudem erstmals die Nummer 1 der Qualifikation bei der Jubiläumsausgabe der Sparkassen Trophy auf. Der Tag in Rungg beginnt um 11 Uhr mit der öffentlichen Auslosung samt Frühshoppen. Direkt im Anschluss gibt es auf den Plätzen des TC Rungg wieder Weltklassetennis bei freiem Eintritt zu erleben. 


9 Südtiroler kämpfen sich durch die Qualifikation
Die 20. Sparkassen Trophy in Rungg/Eppan (25.000 Dollar plus Hospitality) beginnt morgen mit dem ersten Tag der Qualifikation. Unter den 43 Qualifikanten des ITF-Turniers finden sich gleich 9 Südtiroler, die um den Einzug ins Hauptfeld kämpfen werden. Spielbeginn ist um 10.30 Uhr bei freiem Eintritt. Vor wenigen Minuten ist das offizielle „Sign in“ für das erweiterte Qualifikationsfeld zu Ende gegangen. Eingeschrieben haben sich insgesamt 43 Spieler. Südtiroler Tennisfans können sich in den zwei Qualifikationstagen morgen und am Sonntag auf eine Reihe von einheimischen Spielern freuen. Morgen im Einsatz sind Erwin Tröbinger, Jonas Greif, Sebastian Brzezinski, Jonas Ciechi, Michael Kerschbaumer und Manuel Bernard, am Sonntag greifen dann Alexander Weis, Pietro Fellin und Patrick Prader ins Geschehen ein.   Sie alle kämpfen um die begehrten Plätze im Hauptfeld der 20. Sparkassen Trophy. Einfach wird der Weg jedoch für niemanden, zumal die Qualität des Teilnehmerfeldes bei der Jubiläumsausgabe außerordentlich hoch ist. Nach den zwei Qualifikationstagen werden alle großen Favoriten ab Montag ins Geschehen eingreifen, unter anderem der österreichische Ex-Top-50-Spieler Andreas Haider-Maurer, der sich in diesen Wochen nach einer 19-monatigen Verletzungspause zurück an die Weltspitze kämpft. Er verfügt derzeit über ein „geschütztes Ranking“ der ATP von 63 und zählt zum engsten Kreis der Titelanwärter in Rungg. Spielbeginn am morgigen 1. Tag der Qualifikation ist um 10.30 Uhr, der Eintritt für das Publikum wie gewohnt frei.


Zverev und die anderen

Misha Zverev hat 2005 in Rungg gespielt, genauso wie zahlreiche andere derzeitige Top-100-Spieler.
Im Jänner sorgte Misha Zverev (der ältere Bruder von Alexander) für Aufsehen, als er bei den Australian Open keinen Geringeren als die Nummer eins der Welt, Andy Murray, eliminierte. 2016 hatte er sich nach langer Verletzungspause in den Top 50 der Welt zurückgemeldet, wo er schon 2009 gestanden hatte. Dabei begeisterte und überraschte Zverev mit seinem unbändigen Drang zum Netz, der an die Topstars der 1990er-Jahre erinnert. Diese Angriffslust fiel schon 2005 auf, als sich der damals 17-Jährige als Nummer 536 der Welt in Rungg ein nicht enden wollendes Erstrundenmatch mit Andrea Arnaboldi auf Platz 1 lieferte – und verlor. Zverev attackierte, Arnaboldi verteidigte mehr als drei Stunden lang. Am Ende musste Zverev die Koffer packen – 6/4 5/7 6/7 das Ergebnis.
So wie Zverev hat das Publikum in Rungg viele spätere Top-100-Spieler live erleben dürfen. Mitte Juli (bei Redaktionsschluss für diesen Netzroller) standen zehn ehemalige Rungg-Starter unter den Top 100. Mit anderen Worten: Einer von zehn späteren Top-100-Spielern macht Station in Rungg. Das gilt für auch für Paolo Lorenzi, der 1999 in Rungg im Viertelfinal-Duell zweier 17-Jähriger italienischer Nachwuchshoffnungen gegen den späteren Turniersieger Filippo Volandri 2/6 6/0 4/6 verlor (das Finale gewann Volandri übrigens exakt an seinem 18. Geburtstag). Das gilt für Nikoloz Basilashvili, der 2013 den Mercedes Smart mit nach Hause nahm, als er die Jubiläumsausgabe (15 Jahre) in Rungg gewann, und das gilt für Martin Klizan, der 2009 in Rungg triumphierte. Andreas Seppi holte 2000 als 16-Jähriger in Rungg den allerersten ATP-Punkt seiner Karriere.
Die ehemaligen Rungg-Starter Simone Bolelli und Ivan Dodig dürfen sich sogar Grand-Slam-Sieger im Doppel nennen: Bolelli gewann 2015 die Australian Open (mit Fognini), Dodig die French Open (mit Melo). Dodig schaffte es in der Doppel-Weltrangliste bis auf Rang 4, im Einzel immerhin auf Rang 29.
Noch etwas: Thomas Fabbiano, Matthias Bachinger und Andreas Haider-Maurer standen schlappe acht Monate nach ihrem Rungg-Start in den Top 100. Das zeigt: In Rungg ist absolutes Spitzentennis zu sehen.


Nummer 20

Das internationale Turnier des TC Rungg erlebt heuer die 20. Auflage. Vom 5. bis 12. August ist es das größte Sandplatzturnier Europas.
1998 hat alles klein begonnen. Erstmals richtete der TC Rungg ein internationales Tennisturnier aus – die damalige Satellite-Etappe war mit 6.250 Dollar Preisgeld dotiert. Schrittweise wuchs das Turnier, gehört heute der höchsten Futures-Kategorie an (25.000 Dollar Preisgeld plus Hospitality) und gilt als eines der besten Futures-Turniere weltweit, sowohl organisatorisch als auch sportlich. Mittlerweile darf sich die „Sparkassen Trophy“ getrost als Traditionsturnier bezeichnen – und als Höhepunkt des Südtiroler Sportsommers.
Der gute Ruf in der internationalen Tennisszene beschert der Sparkassen Trophy – oder besser gesagt dem Publikum – alljährlich ein exzellentes Teilnehmerfeld mit vielen „Stars von morgen“ (mehr dazu auf Seite 2). Turnierdirektor Dietmar Pfeifer, OK-Chef Georg Morandell und das dahinterstehende Organisationsteam haben wieder die Weichen dafür gestellt, dass sich die Profis aus aller Welt wohlfühlen. Das sollen unter anderem die Unterbringung im Luxushotel Four Points by Sheraton (auf Kosten des Turnierveranstalters) und ein Transportservice mit Mercedes-Oberklassewagen von Partner Autoindustriale sicherstellen. Apropos Sheraton: Anlässlich der 20. Auflage wird es im Spielerhotel einen Galaabend für die Sponsoren sowie die Athleten und ihre Begleiter geben (mehr dazu auf Seite 3).
Gespielt wird nicht nur um das Preisgeld, sondern vor allem auch um Punkte für die ATP-Weltrangliste. Dem Sieger werden 35 ATP-Punkte gutgeschrieben. Der Eintritt für das Publikum ist frei.


Jeremy Jahn gewinnt die Sparkassen Trophy 2016 Traumkulisse am Finaltag in Rungg/Eppan und ein strahlender Gewinner: Der Münchner Jeremy Jahn (ATP 307) gewinnt die 19. Auflage der diesjährigen Sparkassen Trophy. Nach etwas über einer Stunde bezwang er seinen deutschen Landsmann Yannick Hanfmann (ATP 340) mit 6/3, 6/2. Das Spiel verlief von Beginn an nach Plan für Jahn. Es gelang ihm, seinen Gegner in längere Ballwechsel zu verwickeln, bei denen er meist die Oberhand behielt. Gaio-Bezwinger Hanfmann agierte in vielen Phasen des Matches verunsichert und ungewohnt fehleranfällig. In Satz eins breakte Jahn seinen Kontrahenten zwei Mal – zum 3:1 und 5:1. Hanfmann verkürzte dann zwar noch zum 3:5, doch Jahn vollendete wenig später zum 6/3. Der zweite Satz gestaltete sich dann unerwartet einseitig. Hanfmann fand kein Rezept gegen das aggressive Sandplatztennis des 24-jährigen Münchners, der in der Bundesliga für den TC Blau-Weiss Neuss aufschlägt. Schnell zog Jahn dank dreier Breaks auf 5:0 davon. Die Vorentscheidung war gefallen, auch wenn sich Hanfmann noch bis zum 2:5 aus seiner Sicht herankämpfen konnte. Bei eigenem Aufschlag holte sich Jahn im Anschluss den Turniersieg bei der Sparkassen Trophy. „Ich habe mich taktisch sehr gut auf die Partie vorbereitet“, so Jahn. „Am Ende ist alles so gelaufen, wie ich es mir vorgestellt habe. Ich habe von der Grundlinie dominiert und Hanfmann zu längeren Ballwechseln gezwungen. Jetzt bin ich überglücklich“, so Jahn. „Es war eine tolle Turnierwoche in Rungg, bei der ich mich sehr wohlgefühlt habe.“ Der Titel bei der Sparkassen Trophy war der vierte Turniersieg für Jahn in diesem Jahr. „Es war heute ungemein schwer für mich“, sagte Finalist Hanfmann. „Ich habe alles versucht, aber konnte leider nicht an meine Leistung bei den vorangegangen Matches anknüpfen.“ Die Sparkassen Trophy war heuer erstmals mit 25.000 Dollar plus Hospitality dotiert. Das hat sich auch auf die Qualität des Teilnehmerfelds ausgewirkt: „Von der ersten Runde an war auf der Anlage in Rungg Spitzentennis zu erleben. Es freut mich, dass sich soviele Tennisfans die spannenden Partien vor Ort angesehen haben“, so ein zufriedener Turnierdirektor Dietmar Pfeifer. Ein großes Kompliment an die Organisation richtete Christian Delvai, Bezirksleiter Geschäftskunden des Hauptsponsors Südtiroler Sparkasse: „Alle Beteiligten haben eine sehr gute Arbeit geleistet und für einen reibungslosen Ablauf des Turniers gesorgt. Im nächsten Jahr, bei der 20. Ausgabe der Sparkassen Trophy, werden wir sicherlich wieder als Sponsor mit dabei sein“, so Delvai.


Deutsches Finale bei der Sparkassen Trophy – Topgesetztes Doppel holt sich den Titel Der Sieg bei der Sparkassen Trophy geht in diesem Jahr an einen Deutschen. Das steht nach den zwei Halbfinalspielen von heute fest. Nach Yannick Hanfmann erreichte auch Jeremy Jahn (ATP 307) das Endspiel. Er bezwang den Italiener Adelchi Virgili (ATP 560) in 3 Sätzen. Der Doppel-Titel ging an Eysseric/Hernandez-Fernandez. „Es war ein Match mit Höhen und Tiefen. Besonders im zweiten Satz habe ich etwas den Faden verloren. Doch im dritten war ich dann wieder da und habe von Beginn an hochkonzentriert gespielt“, so ein sichtlich zufriedener Jahn, der in diesem Jahr bereits 3 ITF-Futures (2 in Tunesien, 1 in Marokko) siegreich beenden konnte. Die Anfangsphase der Partie war sehr ausgeglichen. Beim Stand von 5:5 im ersten Satz hatte Virgili drei Breakmöglichkeiten – keine davon konnte er jedoch nutzen, das Game machte Jahn. Im darauffolgenden Game gelang dem Münchner das satzentscheidende Break zum 7:5. Der zweite Satz war eine schnelle Angelegenheit für Virgili, der es schaffte, den Rhythmus Jahns zu brechen. Die Folge: 6:1 für Virgili.Völlig anders dann wieder der dritte Satz: Von Beginn an dominierte jetzt Jahn, der es mehr und mehr zustande brachte, den Italiener in längere Ballwechsel zu verwickeln und ihm gleich drei Mal den Aufschlag abnahm. Nach 1 Stunde und 45 Minuten beendete er das Match mit 7:5, 1:6 und 6:1. Hanfmann mit Gala-Vorstellung ins FinaleBereits am frühen Nachmittag machte Yannick Hanfmann den Finaleinzug perfekt. Der 24-Jährige warf Jose Hernandez-Fernandez mit 6:4, 6:3 aus dem Bewerb. „Ich habe mich sehr gut gefühlt, stark aufgeschlagen und die Ballwechsel dominiert. Es lief alles nach Plan heute und ich hatte sehr viel Spaß auf dem Platz“, so Hanfmann nach seinem Triumph. Die einzige Schwäche zeigte er im ersten Game des Matches, das er abgeben musste. Das Break holte er sich aber direkt im Anschluss wieder zurück. Im achten Game dann das entscheidende Break zum 5:3. Im darauffolgenden Game wurde es dann noch einmal eng. Hanfmann wehrte 4 Breakbälle ab und vollendete zum 6:4-Satzgewinn. Im zweiten Satz war die Partie dann eine klare Sache für 24-Jährigen aus Karlsruhe (ATP 340), der erst vor wenigen Wochen das ITF-Turnier in Kassel (25.000 plus Hospitality) gewinnen konnte. Das entscheidende Break gelang ihm im 7. Game, nach 1 Stunde und 23 Minuten verwertete er seinen Matchball zum 6:4, 6:3-Endstand.  Doppel-Titel an Eysseric/Hernandez-Fernandez Einen Favoritensieg gab es beim Doppel-Finale. Die Nummer eins der Setzliste Jonathan Eysseric und Jose Hernandez-Fernandez (ATP 404) schlugen im Finale Zdenek Kolar/Bastian Malla mit 7/6, 2/6, 10/4. Morgen um 11 Uhr findet auf der Anlage in Rungg/Eppan das Einzelfinale der Sparkassen Trophy 2016 statt.


Sparkassen Trophy: Gaio und Kolar sind raus Es war der Tag der Deutschen heute: Zunächst warf Jeremy Jahn die Nummer 2, Zdenek Kolar, aus dem Turnier. Dann war es Yannick Hanfmann, der den Titelfavoriten Federico Gaio in zwei Sätzen abfertigte. Morgen stehen die Halbfinal-Partien im Einzel und das Finale im Doppel am Programm. Die Leistungsdichte im Spitzentennis ist enorm. Das wurde gestern bei der Sparkassen Trophy 2016 einmal mehr deutlich. Im Top-Spiel des Tages zwang die Nummer 340 der Welt, Hanfmann, der Nummer 158 der Welt sein Spiel auf und gewann mit 6/1 und 6/3. „Ich habe versucht, die Ballwechsel kurz zu halten und Gaio vom ersten Schlag an unter Druck zu setzen. Das ist mir über weite Strecken sehr gut gelungen. Es war ein starkes Match von mir“, sagte Hanfmann, der vor wenigen Wochen das ITF-Turnier in Kassel (25.000 Dollar plus Hospitality) gewonnen hatte. Gleich drei Mal nahm der 24-Jährige Deutsche dem italienischen Top-Gesetzten im ersten Satz den Aufschlag ab. Er endete 6/1. Der zweite verlief dann wesentlich enger. Einem frühen Break Hanfmanns folgte das Rebreak Gaios. Beim Stand von 4:3 hatte der Mann aus Karlsruhe erneut eine Breakchance, die er mit einem Rückhand-Winner der Linie entlang verwertete. Bei 5:3 hatte dann Gaio zwei Möglichkeiten zum Rebreak. Hanfmann wehrte sie mit 2 ersten Aufschlägen ab, spielte sich dann einen Matchball heraus und servierte erneut bärenstark. Das war´s: Gaio ist raus, Hanfmann sensationell im Halbfinale.   Die Nummer 2 des Turniers, Kolar, erwischte heute ebenfalls einen rabenschwarzen Tag. Zuviele Eigenfehler machten das Match für Jahn (ATP 307) zu einer unerwartet leichten Aufgabe. Einzig zu Beginn des zweiten Satzes verlor der 26-jährige Deutsche kurz den Rhythmus: „Ich bin dann auf eine weichere Bespannung umgestiegen und war wieder im Match.“ Nach einem 0:3-Rückstand machte Jahn sechs Games infolge. „Insgesamt bin ich mit meiner Leistung sehr zufrieden. Es freut mich, dass ich nach meiner Handgelenksverletzung wieder beschwerdefrei bin.“ Bis zu seiner Verletzung im April war Jahn in absoluter Topform: Er gewann 2016 zwei ITF-Futures in Tunesien und eines in Marokko und verbesserte sich innerhalb kurzer Zeit um fast 300 Weltranglisten-Positionen. Im Halbfinale trifft Jahn auf den Italiener Virgili (ATP 560), der im Juni in Bergamo das erste Profi-Turnier seiner Karriere gewinnen konnte. Im Viertelfinale der Sparkassen Trophy bekam er es heute mit dem Franzosen Jonathan Eysseric (ATP 347) zu tun. Dabei hatte Virgili lange Zeit große Mühe ins Match zu finden. Der erste Satz endete 3/6 aus Sicht des 26-Jährigen. Ein völlig anderes Bild dann im zweiten Satz: Virgili dominierte plötzlich, nahm Eysseric gleich drei Mal den Aufschlag ab und entschied den Satz 6/1 für sich. Fehler über Fehler auf beiden Seiten dann im dritten Satz: Virgili verwertete schließlich seinen sechsten Matchball zum Endstand von 3/6, 6/1 und 6/4. Der Gewinner des ITF-Turniers in Bozen vergangene Woche, Jose Hernandez-Fernandez ATP 296), traf heute auf die brasilianische Tennishoffnung Marcelo Zormann, 2014 Junioren-Wimbledonsieger im Doppel. Besonders im ersten Satz war die Partie hochklassig. Der 19-jährige Zormann bot Hernandez-Fernandez die Stirn, hatte im Tiebreak des ersten Satzes beim Stand von 6:4 und 8:7 sogar drei Satzbälle. Hernandez-Fernandez hatte dennoch das bessere Ende für sich, er gewann den Tie-Break 10:8. Im zweiten genügte dem Mann aus Santo Domingo dann ein Break zum 6/4-Satzgewinn. Morgen Showdown bei der Sparkassen Trophy Hanfmann gegen Hernandez-Fernandez und Jahn gegen Virgili: So lauten die beiden Halbfinalpartien, die morgen ab 13 Uhr auf der Tennisanlage in Rungg/Eppan ausgetragen werden. Den Abschluss macht morgen das Doppel-Finale zwischen Kolar/Malla und den an Nummer eins Gesetzten Eysseric/Hernandez-Fernandez (ATP 404).


Sparkassen Trophy: Titelfavorit Gaio wankt, aber fällt nicht Fast hätte es am heutigen „Super Tuesday“ bei der Sparkassen Trophy 2016 eine echte Sensation gegeben. Die Nummer eins des Turniers, Vorjahressieger Federico Gaio (ATP 158), drehte eine fast schon verlorene Partie. Etwas Anlaufzeit benötigte auch die Nummer zwei Zdenek Kolar. Morgen erwartet die Tennisfans eine spannende zweite Runde mit 8 Einzeln und 4 Doppeln. Das erste Match in einem Turnier ist nie einfach. Erst recht nicht, wenn man auf dem Papier der haushohe Titelfavorit ist. Dass es aber so schwer werden würde für Gaio, hätte wohl niemand gedacht. Sein Gegner in der ersten Runde war Filippo Baldi – eines der großen, italienischen Talente in der Jugend, war er doch U14-Europameister im Doppel an der Seite von Gianluigi Quinzi. Ins Hauptfeld der Sparkassen Trophy war die aktuelle Nummer 770 der Weltrangliste aber nur dank einer Wild Card des Italienischen Tennisverbands gekommen. Im ersten Satz schlug Gaio sehr gut auf, ein Break genügte schließlich zum 6/4-Satzgewinn. Dann aber verlor er völlig seinen Rhythmus. „Der aufkommende Wind machte mir sehr zu schaffen. Das Timing stimmte plötzlich nicht mehr, sowohl von der Grundlinie als auch beim Service“, so Gaio nach dem Spiel. Zugleich spielte Baldi großartig auf und sicherte sich den Satz mit 6/2. Den dritten Durchgang begann Gaio mit einem Break, im vierten Game holte sich Baldi den Aufschlagverlust aber wieder zurück. So richtig spannend wurde es dann beim Stand von 5/6 aus der Sicht von Gaio. Bei eigenem Aufschlag geriet er 0:40 in Rückstand, Baldi hatte also gleich 3 Matchbälle. Doch dann zeigte Gaio plötzlich sein bestes Tennis. „In vielen Phasen des Matches war ich unkonzentriert, doch in diesem Moment, mit dem Rücken zur Wand, war ich voll da. Ich wusste, ich muss jetzt noch mal alles aus mir herausholen. Und es klappte.“ Er wehrte alle drei Matchbälle ab und glich zum 6/6 aus. Nun war Baldis Moral gebrochen.  Der Tiebreak endete 7:4, das Match 6/4, 2/6, 7/6. Die Nummer zwei der Sparkassen Trophy, der 19-jährige Kolar (ATP 260) benötigte gestern auch drei Sätze gegen den Brasilianer Joao Pedro Sorgi (ATP 542). „Es hat eineinhalb Sätze gedauert, bis ich zu meinem Spiel gefunden habe“, sagte Kolar im Anschluss an sein Erstrundenmatch. „Von da an bin ich mit meiner Leistung sehr zufrieden.“ Die Partie endete schließlich 6/7, 6/4 und 6/3. Mit Spannung erwartet wurde auch die Partie von Orlando Luz (ATP 520) gegen Juan Pablo Paz (ATP 317). Luz war 2015 Junioren-Wimbledonsieger im Doppel und hatte nach seinem gestrigen, überraschenden Erstrunden-Aus im Doppelbewerb einiges wiedergutzumachen. Doch auch heute machte Luz gegen einen solide auftretenden Paz zu viele Eigenfehler. Paz gewann 6/1, 6/4. Chancenlos war heute der einzige Südtiroler im Hauptfeld, Horst Rieder. Er unterlag dem Sieger des ITF-Turniers in Bozen, Jose Hernandez-Fernandez (296) mit 0/6 und 1/6. Rieder erhielt von den Veranstaltern eine Wild Card fürs Hauptfeld. Durchaus überraschend war hingegen das Aus von Bastian Malla (ATP 417) gegen den Qualifikanten Wilson Leite (ATP 827). Nach einem furiosen 6/0 im ersten Satz, verlor er die beiden weiteren Sätze gegen den Mann aus Rio de Janeiro mit 4/6 und 3/6. Ebenfalls weiter sind Yannick Hanfmann, der Qualifikant Juan Pablo Ficovich, Matteo Viola, Pedro Cachin, Jeremy Jahm und Jonathan Eysseric. Das Spiel von Marcelo Zormann gegen Walter Trusendi musste beim Stand von 7/6 wegen Regens abgebrochen werden. Gaio trifft auf einen „heißen“ Qualifikanten Morgen steht die zweite Runde der Sparkassen Trophy mit 8 Einzel- und 4 Doppelpartien am Programm. Spielbeginn ist um 11 Uhr auf der Tennisanlage in Rungg/Eppan. Dabei geht es vor allem um die Frage, wie sich Gaio nach seinem holprigen Start präsentieren wird. Ihm gegenüber steht der kroatische Qualifikant Franjo Raspudic, der bereits im Vorfeld klar macht, keinerlei Angst vor Gaio zu haben: „Wir haben vor 10 Monaten in Norwegen gegeneinander gespielt. Die Partie ging über 3 Sätze, ich rechne mir morgen also durchaus Chancen aus“, so Raspudic (ATP 782) selbstbewusst. Das Match zwischen ihm und Titelverteidiger Gaio ist auf 16.30 Uhr angesetzt.


Sparkassen Trophy: Rieder gegen Bozen-Sieger ohne Chance Der heutige „Super Tuesday“ bei der Sparkassen Trophy in Rungg/Eppan begann mit der Partie des einzigen Südtirolers im Hauptfeld, Horst Rieder. Er traf auf den Gewinner des ITF-Turniers in Bozen, Jose Hernandez-Fernandez (ATP 296) und verlor klar in zwei Sätzen (6/0, 6/1). Der 19-Jährige Rieder (TC Rungg) hatte im ersten Satz einen Gegner auf der anderen Seite, der beinahe fehlerlos spielte. Mit dem Selbstbewusstsein des Turniersiegs vergangene Woche, dominierte Hernandez-Fernandez die Partie insbesondere mit seiner Vorhand. Einzig zu Beginn des zweiten Satzes wackelte er einige Games lang. Es war die Phase des Spiels, in der Rieder durchaus noch das eine oder andere Game mehr hätte machen können. Zum Beispiel hatte der Rungger eine Breakchance im vierten Game. Es ging einige Male über Einstand, doch der Mann aus Santo Domingo machte die wichtigen Punkte. Am Ende hieß es 6/0, 6/1 für die Nummer 4 der Setzliste bei der Sparkassen Trophy. „Es war eine tolle Erfahrung für mich“, so Rieder. „Mit der Auslosung hatte ich diesmal leider kein Glück. Andererseits konnte ich ohne Druck spielen.“


Sparkassen Trophy bringt erste Überraschungen – Morgen „Super Tuesday“ Sowohl im Einzel als auch im Doppel gab es heute eine handfeste Überraschung bei der Sparkassen Trophy. In beiden Fällen spielte die chilenische Nachwuchshoffnung Marcelo Barrios eine zentrale Rolle. Morgen greifen alle Top-Gesetzten ins Geschehen ein. Spielbeginn ist um 10 Uhr. Die zweifellos größte Überraschung gelang heute dem kroatischen Qualifikanten Franjo Raspudic (ATP 775) gegen Marcelo Tomas Barrios, der als vielversprechendes Talent in der internationalen Tennisszene gilt. Der 18-jährige Chilene war 2015 unter den Top 5 der Junioren-Weltrangliste und steht aktuell an Weltranglistenposition 463. Die ersten beiden, sehr ausgeglichenen Sätze, wurden jeweils durch ein einziges Break entschieden und endeten 6/4 4/6 aus Sicht von Raspudic. Der dritte Satz entwickelte sich dann zu einem echten Krimi. Beim Stand von 4:4 ließ Barrios insgesamt 4 Breakchancen ungenutzt. Im Gegensatz dazu, genügte Raspudic beim Stand von 6:5 und Aufschlag Barrios ein einziger Matchball, um die Partie als Sieger zu beenden. „Ich habe ein gutes Spiel gemacht, nur mein Aufschlag war noch etwas unkonstant“, sagte Raspudic nach seinem Match. Sein Gegner in der nächsten Runde wird aller Voraussicht nach der Topgesetzte Titelverteidiger Federico Gaio sein. „Ich kenne Gaio und habe keine Angst vor ihm. Wir haben im Herbst des vergangenen Jahres bei einem Futures in Norwegen gegeneinander gespielt. Es war ein sehr enges Match, das ich knapp in drei Sätzen verloren habe“, so der 25-jährige Kroate. Ebenfalls in Runde 2 stehen die beiden Italiener Francesco Picco (ATP 491) nach seinem Dreisatzsieg gegen den Qualifikanten Rafael Matos (6/1 3/6 und 6/1) und Adelchi Virgili (ATP 560) nach seinem Triumph über den Qualifikanten Giovanni Oradini aus Rovereto. Im reinen Qualifikantenduell des heutigen Tages setzte sich Marcel Felder gegen den Deutschen Sebastian Prechtel 7/6 und 6/2 durch. In der ersten Runde des Doppelbewerbs bekamen es die Südtiroler Moritz Trocker und Daniel Gitzl mit Zdenek Kolar/Bastian Malla zu tun. Dabei erwies sich das Doppel Kolar/Malla erwartungsgemäß als eine Nummer zu groß für die Nachwuchsspieler des TC Rungg. Trocker und Gitzl verabschiedeten sich mit 1/6 1/6 aus dem Turnier. Ebenfalls aus dem Bewerb geflogen sind überraschend die Junioren-Wimbledonsieger im Doppel und Mitfavoriten in Rungg, Orlando Luz und Marcelo Zorman (ATP 823). Sie unterlagen Marcel Barrios/Juan Pablo Ficovich mit 2/6 und 6/7.  In der nächsten Runde stehen auch Della Bortolotti/Moncagatto (7/5 6/4 gegen Dalla Valle/Berrettini), Della Tommasina/Sinicropi (6/4 6/3 gegen Summaria/Ramazzotti) und Di Nicola/Picco (6/3 4/6 10/6 gegen Baldi/Virgili), Leite/Matos (6/4 7/6 gegen Borgo Frigerio) und Cachin/Paz (6/3 7/5 gegen Sorgi/Felder). Im letzten Spiel des Tages setzten sich schließlich die an Nummer eins gesetzten Jonathan Eysseric und Jose Hernandez-Fernandez (ATP 404) gegen Walter Trusendi und Matteo Viola mit 7/5 und 6/3. Alle Tennis-Asse greifen morgen ins Geschehen ein Morgen wird die erste Runde des Einzel-Rasters abgeschlossen. Dabei werden alle Top-Gesetzten der diesjährigen Sparkassen Trophy 2016 zu sehen sein. Angefangen bei Federico Gaio, der aktuellen Nummer 158 der Weltrangliste, der mit dem Selbstbewusstsein von zwei Turniersiegen binnen eines Monats antreten wird. Sein Gegner ist Filippo Baldi, der eine Wild Card fürs Hauptfeld erhalten hatte. Mit Spannung erwartet wird auch der erste Einzel-Einsatz von Zdenek Kolar (ATP 257). Der 19-jährige Tscheche erreichte jüngst das Halbfinale des Challenger-Turniers von Prag – in Rungg trifft er morgen auf Joao Pedro Sorgi (ATP 533). Weiteres Highlight des Erstrunden-Tages ist die Partie zwischen Juan Pablo Paz (ATP 330) und Orlando Luz (ATP 520), der nach seinem Ausscheiden im Doppel sicherlich auf Wiedergutmachung aus sein wird. Aus Südtiroler Sicht interessant, ist der Auftritt von Horst Rieder (TC Rungg) gegen Jose Hernandez-Fernandez. Letzterer ist die aktuelle Nummer 296 der Weltrangliste und der Gewinner des ITF Futures vergangene Woche in Bozen. Los geht´s morgen um 10 Uhr auf der Anlage in Rungg/Eppan. Grund für den vorgezogenen Beginn ist die ungünstige Wetterprognose für den späteren Nachmittag/Abend. Der Eintritt ist für alle Tennisfans wie immer kostenlos.


Sparkassen Trophy: Trocker scheitert knapp – Morgen beginnt das Hauptfeld Der erst 16-jährige Moritz Trocker vom TC Rungg schrammte gestern um Haaresbreite an einer Sensation vorbei. In der zweiten Runde der Qualifikation der Sparkassen Trophy 2016 unterlag er der ehemaligen Nummer 650 der Weltrangliste, Juan Pablo Ficovich, knapp in drei Sätzen. Ebenfalls das Aus kam gestern für den zweiten, verbliebenen Südtiroler Qualifikanten Daniel Cleva. Morgen wird die Sparkassen Trophy mit den ersten, hochklassigen Spielen des Hauptfeldes fortgesetzt. Trocker zeigte gestern im ersten Spiel des Tages, dass mit ihm in Zukunft wohl noch zu rechnen sein wird. Er verlor nur knapp in drei Sätzen mit 2/6 6/4 4/6 gegen Juan Pablo Ficovich (ATP 1052). Der Argentinier, der bereits die Nummer 650 der Weltrangliste war, begann stark und setzte Trocker bei dessen Aufschlagspielen ein ums andere Mal unter Druck. Das sechste Game nahm er dem Spieler des TC Rungg zu Null ab, ein weiteres Break zum 6/2 folgte. Doch Trocker kam zurück: Er gestaltete den 2. Satz offen, im siebten Game gelang ihm sogar das wichtige Break, das zum späteren 6/4-Satzgewinn reichen sollte. Der dritte Durchgang war geprägt von der Rungger Mittagshitze, die beiden Spielern sichtlich zusetzte. Die Fehlerquote wurde höher. Bis zum 4:4 brachten beide dennoch ihre Aufschlagspiele durch. Ficovich erhöhte dann bei eigenem Service problemlos auf 5:4 und holte sich im Anschluss das spielentscheidende Break zum 6/4. Manuel Gasberri, der Rungger Trainer, zeigte sich nach dem Spiel sehr zufrieden mit der Leistung seines Schützlings: „Obwohl er zuletzt einige harte Dreisatz-Matches bestreiten musste, konnte Moritz über weite Strecken hinweg seine Leistung abrufen. Am Ende war er etwas müde, der frischere Spieler setzte sich durch.“ Für Cleva, den zweiten Südtiroler in der zweiten Quali-Runde, war gestern hingegen nichts zu holen im Regionalduell gegen Giovanni Orlandini aus Rovereto. Er unterlag in nicht einmal einer Stunde mit 6/2 und 6/0. Gianluca Di Nicola, Nummer 1 der Setzliste der Qualifikation und aktuelle Nr. 687 der Weltrangliste ließ gestern beim 6/1 6/1 gegen Edoardo Lamberti nichts anbrennen. Er gewann in diesem Jahr bereits das Futures (10.000 Dollar) von Frascati und präsentierte sich auch gestern in absoluter Top-Form. Erwartungsgemäß klare Siege gab es weiters für den Kroaten Franjo Raspudic (ATP 775) gegen  Lorenzo Schmid (6/1 6/2) und von Nicolussi-Bezwinger Rafael Matos (ATP 1018) gegen Samuele Ramazzotti (6/2 6/2). Ein, insbesondere im ersten Satz, hochklassiges Match war jenes von Wilson Leite (Nummer 3 der Quali-Setzliste) gegen Giovanni Fonio, das der Brasilianer schließlich mit 7/5 und 6/2 für sich entscheiden konnte. Ins Hauptfeld schafften es zu guter Letzt auch Marcel Felder (6/0 6/2 gegen Francesco Ferrari) und Sebastian Prechtel (ATP 1029) gegen Andres Gabriel Ciurletti (6/4 5/7 und 6/2). Damit ist die Liste der 8 Qualifikanten im Hauptfeld der Sparkassen Trophy 2016 komplett. Es sind dies Wilson Leite, Rafael Matos, Juan Pablo Ficovich, Marcel Felder, Sebastian Prechtel, Gianluca Di Nicola, Giovanni Oradini und Franjo Raspudic. Wimbledonsieger und French-Open-Finalisten morgen in Rungg Heute Vormittag fand die öffentliche Auslosung des Hauptfeldes statt, die ab morgen um 12 Uhr gespielt wird. „Tennisfans können sich vom ersten Tag an auf erstklassiges Tennis freuen“, versprach Turnierdirektor Dietmar Pfeifer. Dem pflichtete Supervisor Guido Pezzella bei, indem er sagte, dass die Sparkassen Trophy zu den besten Futures-Turnieren Italiens gehöre. Lobende Worte fand auch TC-Rungg-Präsident Karl Stuefer: „Ein großes Dankeschön geht an das gesamte Organisationsteam, das seit vielen Jahren eine herausragende Arbeit leistet.“ Neo-OK-Chef Georg Morandell fügte hinzu, dass ein solches Event nur im Zusammenspiel aller Beteiligten funktionieren könne: „Von der technischen Organisation des Turniers über Werbung und Marketing, Spielerbetreuung, Konzeption von Rahmenevents bis hin zur Pflege und Wartung der Anlage.“ Nummer eins des Hauptfeldes und Titelfavorit ist Vorjahressieger Federico Gaio (ATP 158). Der 24-jährige Italiener spielte jüngst den Juli seines Lebens: Gleich zwei Challenger-Turniere gewann er binnen des letzten Monats. Im Finale von Biella schlug er sogar die aktuelle Nummer 52 des ATP-Rankings Thomaz Bellucci. Gaio-Coach Giancarlo Palumbo meinte heute: „Federico macht zur Zeit in den wichtigen Situationen der Matches alles richtig. Dass er das Zeug hat, mit den Besten der Welt mitzuhalten, wusste ich schon vor einem Jahr.“ Gaio freue sich schon darauf, wieder in Rungg aufzuschlagen. Er werde alles versuchen, um seinen Titel zu verteidigen, so Palumbo. Der morgige Tag steht im Zeichen erstklassiger Doppel: Die Junioren-Wimbledonsieger und Finalisten des Juniorenbewerbs der French Open Orlando Luz und Marcelo Zorman treffen in der ersten Runde auf Marcelo Tomas Barrios und Juan Pablo Ficovich. „Wir wollen den Doppelbewerb in Rungg gewinnen. Das ist unser Ziel“, sagte Luz bei der Auslosungszeremonie. Dagegen dürften auch Pedro Cachin/Juan Pablo Paz und Marcel Felder/Joao Pedro Sorgi etwas einzuwenden haben, die morgen in einem spannenden Erstrundenmatch gegeneinander antreten werden. Auch von Zdenek Kolar/Bastian Malla ist einige zu erwarten. Sie spielen gegen die beiden Südtiroler Daniel Gitzl und Moritz Trocker, die eine Wild Card von den Veranstaltern erhielten. Barrios wird morgen nicht nur im Doppel, sondern auch im Einzel antreten. Der Chilene, der als eine der größten Hoffnungen des internationalen Tennis gilt, war 2015 unter den Top 5 der Junioren-Weltrangliste. In Rungg trifft er in der ersten Runde auf den Qualifikanten Franjo Raspudic.


Sparkassen Trophy: Trocker und Cleva nehmen die erste Hürde Der Auftakttag der Qualifikation der diesjährigen Sparkassen Trophy in Rungg (25.000 + Hospitality) stand ganz im Zeichen der Südtiroler. Acht Nachwuchsspieler konnten sich heute dem internationalen Vergleich stellen. Als herausragend präsentierte sich dabei Moritz Trocker, der sich in die nächste Quali-Runde vorkämpfen konnte. Ebenfalls weiter ist Daniel Cleva, alle übrigen Südtiroler Qualifikanten schieden gestern aus. Trocker (TC Rungg) rang seinen Gegner, den Italiener Riccardo Merone (Nummer 9 der Setzliste in der Qualifikation), in drei Sätzen (6/4, 5/7, 6/2) nieder. Die Partie ging über weite Strecken hin und her, eine Reihe von Aufschlagverlusten auf beiden Seiten prägten die  Sätze 1 und 2. Am Ende setzte sich mit Trocker der solidere und körperlich und mental fittere Spieler verdient durch. Ein toller Erfolg für den erst 16-jährigen Spieler des TC Rungg, für den damit der Traum vom Hauptfeld weiterlebt. Morgen um 12 Uhr wartet auf ihn Juan Pablo Ficovich, die Nummer 7 der Quali-Setzliste in Rungg. Der 19-jährige Argentinier stand bereits auf Position 650 der ATP-Weltrangliste. Ebenfalls in die zweite Runde der Qualifikation schaffte es heute Daniel Cleva nach seinem 6/3 6/3 gegen Victor Haddad. Sein Gegner morgen ist Giovanni Orandini, der in seinem Auftaktmatch Cristian Carli (ATP 944) bezwang. In der ersten Qualifikationsrunde Endstation war hingegen für die weiteren Südtiroler Quali-Starter. Manuel Bernard, Georg Winkler und Daniel Gitzl (alle TC Rungg) war bei ihren Auftritten in Rungg eine gewisse Anspannung anzumerken. Zumindest phasenweise kam ihr Talent vor heimischem Publikum dennoch zum Vorschein. Winkler zog gegen Wilson Leite mit 6/2 6/0 den Kürzeren - der 24-jährige Brasilianer, Nummer 3 der Quali-Setzliste, verfügt bereits über Rungg-Erfahrung und war schon die Nummer 341 der Welt. Gitzl unterlag Samuele Ramazotti mit 6/1 und 6/4, Bernard scheiterte an Andres Gabriel Ciurletti klar mit 6/0 6/1. Auch Ex-Rungger Jacob Nicolussi musste seine Segel in der ersten Runde streichen, er war beim 6/1 6/0 gegen den starken Brasilianer Rafael Matos (ATP 1018) ohne Chance. Ebenfalls nicht in Runde 2 der Quali sind die Grödner Jonas Ciechi (3/6 1/6 gegen Francesco Ferrari) und Erwin Tröbinger (3/6 1/6 gegen Lorenzo Schmid). Morgen greift die Nummer 1 der Quali ins Geschehen ein: Gianluca Di Nicola, die aktuelle Nr. 687 der Weltrangliste. Er gewann in diesem Jahr das Futures (10.000 Dollar) von Frascati und befindet sich aktuell in Top-Form.


Sparkassen Trophy 2016: Südtiroler-Tag zum Auftakt Südtiroler Tennisfans können sich im Verlauf des Turniers auf neun einheimische Spieler freuen, allein acht davon sind heute in der ersten Quali-Runde zu sehen. Spielbeginn ist um 10.30 Uhr, der Eintritt für das Publikum wie gewohnt frei. Die Südtiroler Starter in Rungg im Überblick: Horst Rieder (TC Rungg) erhielt eine Wild Card eine von den Veranstaltern fürs Hauptfeld. In die Knochenmühle Qualifikation müssen Moritz Trocker, Daniel Cleva, Manuel Bernard und Daniel Gitzl (alle TC Rungg). Sie erhielten eine Wild Card von den Veranstaltern. Ebenfalls in der Qualifikation mit dabei sind Georg Winkler (TC Rungg), der Ex-Rungger Jacob Nicolussi und die beiden Grödner Erwin Tröbinger und Jonas Ciechi. Die, auf dem Papier schwerste Aufgabe, hat Winkler, der es mit dem Brasilianer Wilson Leite, die Nummer 3 der Setzliste zu tun bekommt. Einfach wird der Weg ins Hauptfeld jedoch für niemanden, zumal die Qualität des Teilnehmerfeldes in Rungg so hoch ist wie nie zuvor. Nach den zwei Qualifikationstagen werden alle großen Favoriten ab Montag ins Geschehen eingreifen, unter anderem der Topgesetzte Italiener Federico Gaio, die aktuelle Nr. 158 der Weltrangliste. Der 24-jährige, der auch Titelverteidiger in Rungg ist, gewann in jüngster Vergangenheit zwei ATP-Challenger-Turniere. Bei jenem von Biella setzte er sich sensationell in zwei Sätzen gegen Thomaz Bellucci (ATP Nr. 52) durch. Gespannt sein darf das Publikum auch auf Zdenek Kolar. Der erst 19-jährige Tscheche (Position 257 im ATP-Ranking) ließ sein außerordentliches Talent zuletzt beim ATP Challenger in Prag aufblitzen, als er seine Segel erst im Halbfinale gegen Santiago Giraldo streichen musste. Einiges erwarten darf man zudem von Orlando Luz, der als eines der größten Talente des brasilianischen Tennis gilt: Bei der Jugend-Ausgabe des Turniers in Wimbledon 2014 gewann er mit Marcelo Zormann (ebenfalls in Rungg dabei) zusammen den Titel der Doppelkonkurrenz. Bei den French Open im selben Jahr erreichte er außerdem das Finale im Doppel sowie das Halbfinale im Einzel. Des Weiteren gewann er mit Zormann auch die Goldmedaille im Doppel der Olympischen Jugend-Sommerspiele 2014 in Nanjing.


Sparkassen Trophy 2016: Trocker erhält Wild Card vom Verband

Der italienische Tennisverband hat heute (Freitag) morgen die Nutznießer seiner acht Wild Cards für die Sparkassen Trophy 2016 in Rungg bekanntgeben. Unter ihnen erfreulicherweise auch der 16-jährige Lokalmatador Moritz Trocker vom TC Rungg. Für das Hauptfeld sind von Seiten des italienischen Tennisverbandes (FIT) die Nachwuchshoffnungen Enrico Dalla Valle, Jacopo Berrettini und Filippo Baldi nominiert worden. Die Wild Cards für die Qualifikation gingen hingegen an Giovanni Fonio, Nicola Vidal und Moritz Trocker. Hinzu kommen zwei weitere Wild Cards des Verbandes für die Doppelpaarungen Dalla Valle – Berrettini und Ramazotti – Summaria. Was die Wild Cards der Veranstalter betrifft, fällt die Entscheidung heute Abend. Zahlreiche Südtiroler haben in den vergangenen Tagen Interesse an den begehrten Wild Cards bekundet. Heute Nachmittag von 16 bis 18 Uhr findet das „Sign in“ für die Qualifikation der Sparkassen Trophy in Rungg statt. Dabei handelt es sich um eine Art Appell für jene Spieler, die am Samstag und Sonntag um die letzten acht freien Plätze für das Hauptfeld kämpfen wollen. Nur wer am Freitag seine Unterschrift leistet, ist in der Qualifikation spielberechtigt. Das 32-Mann-Hauptfeld der Sparkassen Trophy beginnt am Montag – und damit die Jagd nach Weltranglistenpunkten sowie nach dem Preisgeld von 25.000 Dollar.


Von Rungg in die Top 100

Im August 2015 spielte Thomas Fabbiano bei der Sparkassen Trophy in Rungg. Keine acht Monate später stand er in den Top 100.
Thomas Fabbiano ist nicht der erste Tennisprofi, der wenige Monate nach dem Start in Rungg zum erlauchten Kreis der Top-100-Spieler gehörte. Das ist auch Matthias Bachinger, Andreas Haider-Maurer und Diego Junqueira gelungen. Der Deutsche Matthias Bachinger stand 2010 als Nummer 327 der Welt in Rungg im Finale und acht Monate später – im April 2011 – unter den Top 100. Praktisch zeitgleich gelang das dem Österreicher Andreas Haider-Maurer, der im August 2010 als Nummer 218 im Rungger Achtelfinale ausgerechnet gegen Bachinger verlor, im Oktober dann das Finale des ATP-Turniers in Wien erreichte und im April 2011 Top 100 war. Der Argentinier Diego Junqueira triumphierte 2007 in Rungg als Nummer 373 der Welt und war ein Jahr später in den Top 100 angekommen. Und nun Thomas Fabbiano: Im August 2015 unterlag er noch als Nummer 200 der Welt überraschend im Viertelfinale dem 18-jährigen Überraschungsmann Francisco Bahamonde – im April 2016 war er Top 100.
Bei der Sparkassen Trophy in Rungg sind nicht die ganz großen Namen des Tennissports am Start – aber solche, die oft wenig später dazugehören. Beispielsweise gewannen Simone Bolelli und Ivan Dodig 2015 Grand-Slam-Turniere im Doppel: Bolelli in Melbourne, Dodig in Paris. Einst spielten beide in Rungg: Simone Bolelli hatte 2002 als 16-jähriges Talent, ausgestattet mit einer Wild Card und noch ohne ATP-Punkte, einen kurzen Auftritt und stand in der ersten Runde gegen den späteren Turniersieger Michal Kokta aus Tschechien beim 0/6 2/6 auf verlorenem Posten. Ivan Dodig spielte 2008 als Nummer 387 der Welt in Rungg, und sein Viertelfinalmatch gegen den damaligen Topfavoriten Jean-Rene Lisnard bleibt bis heute unvergessen (6/4 6/7 3/6). Sowohl Bolelli als auch Dodig schafften es nicht nur im Doppel an die Weltspitze, sondern auch im Einzel unter die Top 40.
Und weiter: Martin Klizan gewann in Rungg 2009 und stieß 2015 bis auf Rang 24 der Weltrangliste vor. 1999 triumphierte in Rungg – exakt an seinem 18. Geburtstag – ein Talent namens Filippo Volandri – später führte ihn seine Karriere bis auf Rang 25 der Weltrangliste. Andreas Seppi holte 2000 in Rungg als 16-Jähriger seinen allerersten ATP-Punkt.

Sie spielten in Rungg …
(Best Ranking + Jahr)

Andreas Seppi (ITA)     18 (2013)
Martin Klizan (SVK)    24 (2015)
Filippo Volandri (ITA)     25 (2007)
Potito Starace (ITA)     27 (2007)
Ivan Dodig (CRO)    29 (2013)
Andrey Golubev (KAZ)    33 (2010)
Simone Bolelli (ITA)     36 (2009)
Grega Zemlja (SLO)    43 (2013)
Misha Zverev (GER)     45 (2009)
Jan-Lennard Struff (GER)    46 (2014)
Evgeny Korolev (RUS)     46 (2010)
Andreas Haider-Maurer (AUT)    47 (2015)
Paolo Lorenzi (ITA)    48 (2016)
Maximo Gonzalez (ARG)    58 (2009)
Rui Machado (POR)    59 (2011)
Ivo Minar (CZE)    62 (2009)
Diego Junqueira (ARG)    68 (2009)
Blaz Kavcic (SLO)    68 (2012)
Alessio Di Mauro (ITA)     68 (2007)
Flavio Cipolla (ITA)    70 (2012)
Alejandro Gonzalez (COL)    70 (2014)
James Duckworth (AUS)    82 (2015)
Marco Cecchinato (ITA)    82 (2015)
Matthias Bachinger (GER)    85 (2011)
Taro Daniel (JPN)    85 (2016)
Nikoloz Basilashvili (GEO)    86 (2015)
Federico Luzzi (ITA)     92 (2002)
Juan Pablo Brzezicki (ARG)     94 (2008)
Farrukh Dustov (UZB)    98 (2015)
Colin Ebelthite (AUS)    98 (2012)
Thomas Fabbiano    98 (2016)
Luca Vanni (ITA)    100 (2015)


Sparkassen Trophy: Größer als je zuvor

Die internationale Sparkassen Trophy ist heuer erstmals mit 25.000 Dollar dotiert. Vom 6. bis 13. August gibt es acht Tage Toptennis bei freiem Eintritt.
Vor einem Jahr hat der Italiener Federico Gaio in Rungg gewonnen, im Finale gegen die italo-argentinische Nachwuchshoffnung Francisco Bahamonde. Gaio war der 18. Sieger des internationalen Tennisturniers des TC Rungg, das 1998 klein als „Satellite“ mit 6.250 Dollar Preisgeld begonnen hat und schrittweise wuchs. 2016 wächst das Turnier weiter und ist erstmals ein Futures der Kategorie „25.000 Dollar + Hospitality“. Diese Kategorie hat der Internationale Tennisverband ITF heuer neu geschaffen – es ist die höchste Kategorie der Futures-Turniere. Seit Jahren gilt die Sparkassen Trophy als eines der besten Futures-Turniere weltweit, sowohl organisatorisch als auch sportlich – und als Höhepunkt des Südtiroler Sportsommers.
Diesen Ruf wollen die Organisatoren verteidigen: Turnierdirektor ist weiterhin Dietmar Pfeifer, neu als OK-Chef ist Georg Morandell. Dass es den Profis gut geht, sollen unter anderem die Unterbringung im Luxushotel Four Points Sheraton (auf Kosten des Turnierveranstalters) und ein Transportservice mit Mercedes-Oberklassewagen von Partner Autoindustriale sicherstellen. Auch ein Rahmenprogramm für das Publikum wurde wieder geschnürt (siehe Seite 3).
In Rungg sind sozusagen die „Stars von morgen“ zu sehen (mehr dazu auf Seite 2). Gespielt wird nicht nur um ein Preisgeld von 25.000 Dollar, sondern auch um wertvolle ATP-Punkte. Dem Sieger werden 35 Punkte für die Weltrangliste gutgeschrieben, exakt gleich viele wie für das Erreichen des Halbfinales bei einem 100.000-Dollar-Challenger. Live online
Dank „Live Score“ und erstmals auch „Live Stream“ (Live-Übertragung) können auf www.rungg.info alle Matches in Echtzeit mitverfolgt werden. Dazu gibt es täglich das aktuelle Programm, interessante Berichte und neue Fotos.


15. August 2015: Federico Gaio siegt
Der 23-jährige Italiener Federico Gaio (ATP 297) hat sich ohne Satzverlust den Sieg bei der hervorragend besetzten Sparkassen Trophy im Tennisclub Rungg in Girlan geholt. Im Finale besiegte er den erst 18-jährigen Italoargentinier Francisco Bahamonde (ATP 663) mit 6/4 6/3 und wird sich mit den 35 in Rungg geholten ATP-Punkten in der Weltrangliste um Rang 240 vorarbeiten. Überraschungsmann Bahamonde verbessert sich hingegen von Rang 663 auf Rang 520. Gestern Abend hatten die Österreicher Maximilian Neuchrist und Tristan-Samuel Weissborn das Doppelfinale gegen die Brasilianer Wilson Leite und Bruno Sant’Anna gewonnen. Interessantes Detail am Rande: Gaio hatte sich erst im allerletzten Moment entschieden, das Turnier in Rungg zu spielen anstatt das höherklassige Challenger in Prag. Also fragte er bei Turnierdirektor Dietmar Pfeifer um eine Wild Card an. Jetzt ist er der Sieger der Sparkassen Trophy. Gaio ging heute als großer Favorit ins Finale. Auf der einen Seite er, der an Nummer fünf gesetzte Mitfavorit, auf der anderen Seite der talentierte Bahamonde, der in Rungg nur dank einer Wild Card des italienischen Tennisverbandes ins Hauptfeld rutschte und zur großen Überraschung der Turnierwoche avancierte. Vor randvollen Zuschauerrängen war den beiden Finalisten die Nervosität anzumerken. Bei 3/3 und 15/40 fand Gaio die ersten Breakbälle vor, konnte sie aber nicht nutzen. Bahamonde hielt gegen den Favoriten gut dagegen und hatte bei 4/5 und 40/30 den Ausgleich auf dem Schläger. Aber Bahamonde verschlug eine einfache Vorhand, setzte dann einen leichten Rückhandvolley neben die Seitenlinie, und plötzlich hatte Gaio Break- und gleichzeitig Satzball. Er nutzte ihn eiskalt zum 6/4 aus.
Wer geglaubt hatte, Gaio würde nun durchmarschieren, hatte sich getäuscht. Bahamonde schaffte sofort das Break zum 1/0, aber Gaio schlug mit dem Rebreak zurück. Dann zog Gaio mit einem weiteren Break auf 4/1 davon. Das Break ließ sich Gaio nicht mehr aus der Hand nehmen, auch wenn sich Bahamonde bei 5/3 und 30/0 für Gaio noch einmal aufbäumte und bei 30/40 einen Breakball vorfand. Gaio wehrte ihn ab und verwandelte nach anderthalb Stunden den ersten Matchball zum 6/3. Damit geht eine Sparkassen Trophy zu Ende, die zweifelsohne eine der am stärksten besetzten der Turniergeschichte war. Auch heuer hat die Sparkassen Trophy bestätigt, mit ihrer achttägigen Dauer ein absoluter Höhepunkt im Südtiroler Sportsommer zu sein – und eines der besten Turniere seiner Kategorie weltweit! Acht Tage lang zeigten 60 Athleten aus 15 Nationen bei hochsommerlichen Temperaturen absolutes Weltklassetennis – und das bei freiem Eintritt. Mehrere Daviscup-Spieler, zahlreiche vielversprechende Talente und Profis, die heuer bereits Top-100-Spieler besiegt haben, boten dem Publikum spektakuläre Ballwechsel und enge Matches. „Wir dürfen mit dem gebotenen Niveau und auch mit dem Zuschauerzuspruch zufrieden sein. Das Publikum hat trotz des heißen Sommerwetters unser Angebot gut angenommen“, zieht OK-Chef Christian Pfeifer eine positive Bilanz. Auch heuer haben sich die Organisatoren bemüht, neben dem Tennissport ein abwechslungsreiches Rahmenprogramm auf die Beine zu stellen. Der Höhepunkt war sicher die „KIKU Unicycle Show“, eine spektakuläre Einradshow am Halbfinaltag mit Weltmeister Fabian Schrott und seinen Freunden. Viel Lob erntete das 20-köpfige Turnierteam rund um OK-Chef Christian Pfeifer und Turnierdirektor Dietmar Pfeifer von den Profis und ihren Coaches. Die Rungger Tennisanlage sei traumhaft, die Unterbringung im Hotel Four Points Sheraton luxuriös und die organisatorischen Standards hätten Challenger-Niveau, hieß es.


14. August 2015: Finale Gaio-Bahamonde um 11 Uhr / Neuchrist/Weissborn gewinnen Doppel
Der 23-jährige Federico Gaio (ATP 297) und der 18-jährige Überraschungsmann Francisco Bahamonde (ATP 663) spielen am morgigen Samstag um 11 Uhr das Finale der Sparkassen Trophy im Tennisclub Rungg in Girlan. Der Eintritt ist frei. Gaio ließ dem venezolanischen Daviscupspieler Ricardo Rodriguez (ATP 409) beim 6/2 6/3 keine Chance und hat in Rungg noch keinen Satz abgegeben – er ist morgen der haushohe Favorit. Zuvor setzte Francisco Bahamonde gegen Mitfavorit Michael Linzer (ATP 277) seinen überraschenden Siegeszug fort und profitierte beim Stand von 6/7 6/1 4/1 von der Aufgabe Linzers wegen einer Bauchmuskelzerrung. Derweil hat die Sparkassen Trophy 2015 ihre ersten Sieger: Die an Nummer drei gesetzten Österreicher Maximilian Neuchrist und Tristan-Samuel Weissborn gewannen am Abend das Finale gegen die Brasiliener Wilson Leite und Bruno Sant’Anna mit 7/5 4/6 10/3. Francisco Bahamonde (ATP 663) ist diese Woche in Rungg nicht aufzuhalten. Der erst 18-jährige Italoargentinier, der in Rungg nur dank einer Wild Card des italienischen Tennisverbandes spielberechtigt war, startete gegen Michael Linzer (ATP 277) besser. Dem Österreicher war anzumerken, dass er durch eine leichte Bauchmuskelzerrung gehandicapt war, die er sich gestern Mitte das zweiten Satzes gegen Pietro Rondoni zugezogen hatte. Tatsächlich schaffte Bahamonde gleich das Break zum 1/0, wehrte seinerseits drei Rebreak-Bälle von Linzer ab und ging 2/0 in Führung. Bei 4/2 fand Bahamonde drei weitere Breakbälle zum 5/2 vor, nutzte sie aber nicht. Damit riss bei ihm der Faden, Linzer ging 6/5 in Führung und gewann wenig später den Tiebreak 7/4. Just in diesem Augenblick kam ein kurzer Regenguss, und während der Pause ließ sich Linzer von Physiotherapeut Paolo Cadamuro behandeln.
Nach der kurzen Regenpause machte sich bei Linzer die Verletzung immer mehr bemerkbar. Bahamonde hingegen hatte sich wieder gefangen, und beim Stand von 4/0 für Bahamonde holte Linzer Physiotherapeut Paolo Cadamuro auf den Platz. Es nützte wenig, Bahamonde holte sich den Satz mit 6/1. Bahamonde witterte seine Chance, blieb konzentriert und holte sich sofort das Break zum 1/0. Als ihm das zweite Break zum 4/1 gelang, musste der tapfer kämpfende Linzer einsehen, dass es keinen Sinn mehr machte. Er gab nach 2.15 Stunden Spielzeit auf. Nie zur Diskussion stand der Sieger im zweiten Halbfinale. Zwar war Ricardo Rodriguez (ATP 409) der erste, der beim Stand von 1/1 einen Breakball vorfand (es war der einzige im gesamten Match), dann aber nahm der an Nummer fünf gesetzte Federico Gaio (ATP 297) seinem Gegner den Aufschlag zu Null ab. Auch das zweite Break zum 6/2 holte Gaio zu Null, genauso wie das dritte Break zum 2/0 im zweiten Satz. Dieses Break gab Gaio nicht mehr aus der Hand. Nach nur 57 Minuten Spielzeit war das einseitige Match zu Ende. Zwischen den beiden Einzelhalbfinals boten Einrad-Weltmeister Fabian Schrott, Ivan Plieger, Sandra Rabanser und Dany Baumgartner dem Publikum beim „KIKU Unicycle Show“ eine Kostprobe ihres Könnens, unter anderem mit spektakulären Sprüngen.


13. August 2015: Talent Bahamonde besiegt Favorit Fabbiano
Die Sparkassen Trophy im Tennisclub Rungg in Girlan hat ihre ganz große Überraschung. Der 18-jährige Italo-Argentinier Francisco Bahamonde (ATP 663), der nur dank einer Wild Card des italienischen Tennisverbandes teilnahmeberechtigt war, hat Topfavorit Thomas Fabbiano (ATP 200) aus dem Wettbewerb geworfen. Bahamonde ist der Schützling von Tomas Tenconi, der in Rungg 2008 triumphiert hat. Am morgigen Freitag stehen in Rungg ab 13 Uhr die beiden Einzel-Halbfinale, das Doppelfinale und – um 15 Uhr – die „KIKU Unicycle Show“ mit Einrad-Weltmeister Fabian Schrott auf dem Programm. Das Finale geht am Samstag um 11 Uhr über die Bühne. Der Eintritt ist frei. Außenseiter Francisco Bahamonde hat heute den großen Favoriten Thomas Fabbiano überrascht. Obwohl Bahamonde in der Weltrangliste rund 450 Plätze hinter Fabbiano liegt und acht Jahre jünger ist, marschierte er im Stile eines abgebrühten Profis durch. Bahamonde zog mit einem Break auf 4/2 davon, und als Fabbiano mit einem Rebreak ausglich (4/4), schlug Bahamonde sofort zurück (5/4) und servierte den Satz zu Null aus. Fabbiano fand auch im zweiten Satz kein Mittel gegen den hochkonzentrierten Bahamonde. Zunächst gab es bis zum 3/3 keine Breakbälle, dann aber nutzte Bahamonde den zweiten Breakball zum 4/3. Die Sensation lag in der Luft. Und tatsächlich ließ sich Bahamonde die Butter nicht mehr vom Brot nehmen. Bei 5/4 blieb er mutig und wagte gleich zwei Stoppbälle – beide mit Erfolg. Bahamonde nutzte gleich den ersten Matchball zum 6/4 6/4. Mit dem Halbfinaleinzug in Rungg hat Bahamonde schon zehn ATP-Punkte sicher, die ihn in der Weltrangliste ungefähr auf Rang 560 bringen. In Rungg hat Bahamonde noch keinen Satz verloren. Morgen wartet auf Bahamonde die nächste Feuerprobe. Der Gegner ist der an Nummer vier gesetzte Österreicher Michael Linzer (ATP 277), der heute den Siegeszug von Prader-Bezwinger und Qualifikant Pietro Rondoni beendete. Linzer musste allerdings härter kämpfen als ihm lieb war, bevor er beim 6/2 2/6 6/4 als Sieger vom Feld gehen durfte. Das entscheidende Break gelang ihm zum 5/4. Im zweiten Halbfinale trifft der venezolanische Daviscupspieler Ricardo Rodriguez (ATP 409) auf Federico Gaio (ATP 297), der Yannik Reuter (ATP 455) im Abendspiel 6/3 6/4 besiegte. Rodriguez gewann heute gegen den Australier Maverick Banes (ATP 432) nach 0/3-Rückstand im dritten Satz ein über dreistündiges Marathonmatch mit 6/2 4/6 7/5. Allein der dritte Satz dauerte 80 Minuten. Am morgigen Freitag beginnt in Rungg der Spieltag um 13 Uhr. Nach dem ersten Halbfinale um 13 Uhr steht um 15 Uhr die „KIKU Unicycle Show“ mit Einrad-Weltmeister Fabian Schrott, Ivan Plieger, Sandra Rabanser und Dany Baumgartner auf dem Programm. Die vier Einradfahrer werden auf dem Center Court ihr Können zeigen. Anschließend gibt es um 15.30 Uhr das zweite Halbfinale und anschließend das Doppelfinale. Live Score im Internet: Auf www.rungg.info können dank „Live Score“ alle Matches in Echtzeit mitverfolgt werden. Dazu gibt es täglich das aktuelle Programm und interessante Berichte. Fotos auf https://it-it.facebook.com/TennisclubRungg.


12. August 2015: Fabbiano, Linzer und Gaio weiter / Prader raus
Der 29-jährige Patrick Prader ist bei der Sparkassen Trophy im Tennisclub Rungg in Girlan im Achtelfinale ausgeschieden. Er verlor am Abend sein Achtelfinalmatch gegen den italienischen Qualifikanten Pietro Rondoni (ATP 805) mit 2/6 4/6. Rondoni hatte bei den Breakbällen eine hundertprozentige Chancenauswertung: Aus vier Breakbällen machte er vier Breaks. Nach dem gestrigen Überraschungssieg gegen den Franzosen Constant Lestienne (ATP 334) traute das Publikum auf der wieder vollbesetzten Tribüne dem Lokalmatador durchaus einen weiteren Sieg zu. Doch Prader wirkte heute von Beginn an müde und startete schlecht ins Match. Zwar hatte er im umkämpften ersten Game bei Aufschlag Rondoni schon einen Breakball, doch nutzte er ihn nicht und kassierte postwendend selbst das Break zum 0/2. Prader konterte und glich zum 2/2 aus, doch Rondoni schaffte ein zweites Break zum 4/2. Wenig später stand es 5/2 für Rondoni, und schon fand er einen weiteren Breakball vor, der gleichzeitig Satzball war. Rondoni verwandelte ihn zum 6/2. Der Azzurro hatte bis zu jenem Zeitpunkt aus drei Breakbällen drei Breaks gemacht hatte. Im zweiten Satz wiederholte sich die Situation. Prader hatte im ersten Game einen Breakball, konnte ihn aber nicht nutzen. Bis zum 5/4 für Rondoni gab es keine Breakbälle mehr, doch ausgerechnet bei diesem wichtigen Aufschlagspiel von Prader schlug Rondoni wieder zu – und hatte bei zwei Linienbällen auch das notwendige Glück auf seiner Seite. Rondoni verwandelte bei 15/40 gleich den ersten Matchball. Die Favoriten Thomas Fabbiano (ATP 200), Michael Linzer (ATP 277) und Federico Gaio (ATP 297) hatten es heute zur Mittagszeit bei der Sparkassen Trophy im Tennisclub Rungg in Girlan eilig. Alle drei zogen mit Zweisatzsiegen in das morgige Viertelfinale ein. Sie sind die einzigen drei von acht Gesetzten, die in Rungg noch im Rennen sind. Morgen gibt es in Rungg dann die Viertelfinalmatches im Einzel und das Doppelhalbfinale. Die Sparkassen Trophy geht in ihre entscheidende Phase – der Eintritt ist frei. Bei der Sparkassen Trophy in Rungg lohnt sich übrigens auch ein Blick auf Freitag. Dann nämlich tritt bei der „KIKU Unicycle Show“ um 15 Uhr – zwischen den beiden Halbfinalmatches – Einrad-Weltmeister Fabian Schrott mit seinen Freunden auf. Das Publikum wird beeindruckende Sprünge und Kunststücke sehen. In Rungg trifft sozusagen ein Sport den anderen Sport. In diesen Tagen war Fabian Schrott bereits in Rungg und schnupperte Tennisluft. Nun aber zum Sportlichen: Der wieselflinke Topfavorit Thomas Fabbiano (ATP 200) stoppte heute in der Mittagshitze den 18-jährigen Andrea Pellegrino (ATP 2069), der Italiens Nummer 1 bei den 18-Jährigen ist. 6/2 6/4 lautete das Resultat, wobei Pellegrino vor allem an der mangelnden Chancenauswertung bei den Breakbällen scheiterte: Von sechs Breakbällen verwandelte er nur einen. Ansonsten war das Match äußerst ausgeglichen – Fabbiano machte 65 Punkte, Pellegrino 57. Im morgigen Viertelfinale trifft Fabbiano auf einen weiteren 18-Jährigen, und zwar auf den Italo-Argentinier Francisco Bahamonde (663). Dieser war gegen den Österreicher Maximilian Neuchrist (ATP 389), der Chef auf dem Platz, obwohl er in der Weltrangliste knapp 300 Ränge hinter ihm liegt. Nur einmal schien das Match zu kippen, als Neuchrist im ersten Satz von 0/4 auf 5/4 stellte. Als Bahamonde sich den Tiebreak mit 7/4 geholt hatte, war der Widerstand von Neuchrist gebrochen (7/6 6/1). Der talentierte Bahamonde wird sich mit den vier in Rungg gewonnenen ATP-Punkten zum ersten Mal in seiner Karriere unter die Top 600 der Welt vorarbeiten. Die Wild Card des italienischen Tennisverbandes war in diesem Fall gut investiert. Übrigens werden sowohl Bahamonde als auch Andrea Pellegrino vom Italoargentinier Tomas Tenconi betreut, der in Rungg 2008 gewonnen hat. Der österreichische Mitfavorit Michael Linzer (ATP 277) wartet nach seinem Zweisatzsieg gegen den Kanadier Steven Diez (ATP 752) auf den Sieger der Abendpartie Patrick Prader (ATP 1187) gegen Pietro Rondoni (ATP 805). Beeindruckt hat heute – wie schon gestern – der an Nummer 5 gesetzte Federico Gaio (ATP 297). Das 6/2 6/1 gegen den Brasilianer Bruno Sant’Anna (ATP 609) war exakt dasselbe Ergebnis wie jenes von gestern gegen Giorgio Portaluri. Gaio ließ einen einzigen Breakball zu und machte 60 Punkte gegenüber den 38 von Sant’Anna – recht viel deutlicher geht es nicht. Wenig später schied auch der letzte der sechs Brasilianer aus, die am Montag ins Hauptfeld gestartet waren: Der 17-jährige Junioren-Wimbledonsieger Orlando Luz (ATP 566) fand im venezolanischen Daviscupspieler Ricardo Rodriguez (ATP 409) seinen Meister. Rodrigruez war beim 6/3 6/3 eindeutig der stärkere Spieler. Aufgegeben hat heute Mitfavorit und Rungg-Finalist von 2011 Alessandro Giannessi (ATP 247). Wie schon gestern gegen den Brasilianer Rafael Matos behinderte ihn auch heute gegen den Belgier Yannik Reuter (ATP 455) eine Schambeinentzündung. Nachdem Giannessi den ersten Satz mit 2/6 verloren hatte und beim Stand von 1/0 im zweiten Satz drei Breakbälle nicht nutzen konnte, zog er sich zurück.


11. August 2015: Prader überrascht Favorit Lestienne / Favoritensiege in Rungg Der 29-jährige Barbianer Patrick Prader (ATP 1187) überrascht weiter. Bei der Sparkassen Trophy im TC Rungg in Girlan besiegte er den an der an Nummer 7 gesetzten Franzosen Constant Lestienne (ATP 334) mit 6/2 2/6 6/4. Prader wird langsam zum Favoritenschreck bei Südtirols internationalen Turnieren: Vor einem Jahr besiegte er in Rungg in der ersten Runde Topfavorit Federico Gaio, vor einer Woche in Bozen warf er Topfavorit Ivo Klec aus dem Rennen, und auch Lestienne war heute der Favorit, nicht nur, weil er in der Weltrangliste 850 Plätze vor Prader liegt, sondern weil er in den vergangenen Wochen bei Futures-Turnieren zwei Mal das Halbfinale erreicht hatte. Patrick Prader startete am frühen Abend vor vollen Zuschauerrängen wie die Feuerwehr, brachte seine Aufschlaggames leicht und locker durch und nahm Lestienne nach dem 2/2 zwei Mal den Aufschlag ab. Nach etwas mehr als einer halben Stunde stand es 6/2. Dasselbe Bild bot sich im zweiten Satz, nur mit umgekehrten Vorzeichen. Lestienne steigerte sich, Prader wurde fehleranfälliger, und vor allem der Aufschlag kam nicht mehr. Die logische Folge war das 2/6.
Der dritte Satz war nichts für schwache Nerven. Gerade als Lestienne das Match in die Hand genommen zu haben schien, schaffte Patrick Prader das Break zum 1/0. Doch Lestienne konterte: 1/1. Prader nahm Lestienne postwendend ein zweites Mal den Aufschlag ab und zog nach der Abwehr mehrerer Breakbälle auf 3/1 davon. Bei 30/0 aus Sicht von Prader hätte bei Aufschlag Lestienne die Vorentscheidung fallen können. Prader schlug einen einfachen Smash ins Netz. Statt 0/40 stand es 15/30 und Lestienne verkürzte auf 2/3. Nachher ließ sich Patrick Prader das Match aber nicht mehr aus der Hand nehmen. Sowohl Prader als auch Lestienne brachten ihre Aufschläge bis zum 5/4 durch. Prader blieb mutig, schlug ein Aufschlagass und bescherte sich mit zwei krachenden Vorhänden drei Matchbälle. Gleich beim ersten Matchball landete eine Vorhand von Lestienne im Aus. Morgen spielt Prader um 17.30 Uhr gegen Qualifikant Pietro Rondoni (ATP 805), der heute im Qualifikantenduell gegen den US-amerikanischen Bozen-Halbfinalisten Collin Altamirano (ATP 907) nach hartem Kampf mit 5/7 7/5 6/1 siegte. Prader hat eine gute Chance, das Viertelfinale zu erreichen. Topfavorit Thomas Fabbiano (ATP 200) und die Mitfavoriten Alessandro Giannessi (ATP 247), Michael Linzer (ATP 277) und Federico Gaio (ATP 297) haben am heutigen „Super-Dienstag“ bei der internationalen Sparkassen Trophy im Tennisclub Rungg in Girlan die zweite Runde erreicht. Die Brasilianer haben hingegen in der ersten Runde ein Debakel erlebt: Bisher hat von den sechs Brasilianern im Hauptfeld nur Junioren-Wimbledonsieger Orlando Luz (ATP 566) das Achtelfinale erreicht. Am Abend könnte ihm noch Bruno Sant’Anna (ATP 609) folgen, der gegen das mexikanische Geburtstagskind Lucas Gomez (ATP 692) spielt – Gomez wird heute 20. Ausgeschieden sind hingegen Wilson Leite (ATP 485), Joao Menezes (ATP 637), Marcelo Zormann (ATP 808) und Rafael Matos (ATP 825). Topfavorit Thomas Fabbiano (ATP 200) musste gegen den 19-jährigen Brasilianer Marcelo Zormann (ATP 808) hart kämpfen, schaffte seine Tagesschicht aber letztendlich in zwei Sätzen. Zormann war nicht der einzige Teenager, der in Rungg heute sein Talent zeigte. Mehrere Teenager stehen schon im Achtelfinale, und zwar Orlando Luz (17), Andrea Pellegrino (18) und Francisco Bahamonde (18) und Nicolò Turchetti (19). Fabbiano ist im Achtelfinale mit 26 Jahren der Methusalem der Sparkassen Trophy. Die beiden Mitfavoriten Federico Gaio (ATP 297) und Alessandro Giannessi (ATP 247), Doppelpartner und auch Trainingspartner in Tirrenia, zogen hintereinander mit Zweisatzsiegen ins Achtelfinale ein. Gaio machte mit Lucky Loser Giorgio Portaluri (ATP 1087) kurzen Prozess (6/2 6/1) und „löschte“ seine letztjährige Erstrundenniederlage gegen Patrick Prader aus. Giannessi musste gegen den 19-jährigen brasilianischen Blondschopf Rafael Matos (ATP 825) etwas länger kämpfen. Nach dem 4/1 im ersten Satz verlor er den Faden, Matos holte auf 4/4 auf, und nachdem Giannessi den ersten Satz 7/5 gewonnen hatte, holte er Physiotherapeut Paolo Cadamuro wegen einer Muskelverhärtung in der Hüfte auf den Platz. Nachher machte er kurzen Prozess (6/2). Zeitgleich warf der brasilianische Junioren-Wimbledonsieger im Doppel Orlando Luz (ATP 566) den Spanier Enrique Lopez-Perez (ATP 357) in drei Sätzen aus dem Bewerb, dem in der Qualifikation Alexander Weis einen großen Kampf geliefert hatte. Der Brasilianer ist erst 17 und ein riesiges Talent. Apropos drei Sätze: Dreisatzmatches gab es am heißen Rungger Dienstagnachmittag gleich mehrere, so auch jenes zwischen dem venezolanischen Daviscupspieler Ricardo Rodriguez-Pace (ATP 409) und den Schützling von Renzo Furlan Pietro Liccardi (ATP 612). Rodriguez hatte das bessere Ende für sich. Lopez-Perez ist in Rungg nicht der einzige Gesetzte, der schon draußen ist. Gestern Abend hatte der Österreicher Maximilian Neuchrist (ATP 389) in einem hochspannenden Match zwischen Top-400-Spielern den an Nummer sechs gesetzten Belgier Arthur De Greef (ATP 311) mit 7/5 im dritten Satz aus dem Rennen geworfen. Und der an Nummer zwei gesetzte Marokkaner Lamine Ouahab (ATP 239) präsentierte sich heute gar nicht zum Erstrundenmatch und wird dafür vom internationalen Tennisverband eine 500-Dollar-Strafe kassieren. An seiner Stelle rückte Lucky Loser Andres-Gabriel Ciurletti (ATP 2129) nach. Live Score im Internet: Auf www.rungg.info können dank „Live Score“ alle Matches in Echtzeit mitverfolgt werden. Dazu gibt es täglich das aktuelle Programm und interessante Berichte. Fotos auf https://it-it.facebook.com/TennisclubRungg.


10. August 2015: Prader morgen um 17.30 Uhr / Südtiroler auch im Doppel draußen
Tag drei bei der hervorragend besetzten Sparkassen Trophy im Tennisclub Rungg in Girlan war heute in erster Linie dem Doppel gewidmet. Die beiden Südtiroler Paarungen Alexander Weis/Georg Winkler und David Kostner/Horst Rieder sind bereits draußen.
Morgen erwartet die Tennisfans in Rungg ein „Super-Dienstag“ mit den Auftaktmatches aller großen Favoriten und vor allem mit dem Erstrundenmatch von Lokalmatador Patrick Prader (ATP 1187) gegen den Franzosen Constant Lestienne (ATP 334) um 17.30 Uhr. Während der gesamten Turnierwoche ist der Eintritt frei. Am späten Nachmittag, um 17 Uhr, gibt es in Rungg heute noch das erste Duell zwischen Top-400-Spielern, und zwar zwischen dem Belgier Arthur De Greef (ATP 311), der heuer bereits Top-100-Spieler Diego Schwartzman besiegt hat, und dem Österreicher Maximilian Neuchrist (ATP 389). In Rungg ist dieser Tage auch Matteo Donati (ATP 170) zu Gast, der als eines der hoffnungsvollsten Nachwuchstalente Italiens gilt. Vor einem Jahr kam er in Rungg ins Viertelfinale, inzwischen spielt er ausschließlich die höherklassigen Challenger-Turniere. Beruflich in Rungg ist auch Renzo Furlan, die ehemalige Nummer 19 der Welt: Er begleitet als Trainer den 21-jährigen Pietro Licciardi (ATP 611). Der erste Spieler, der in Rungg das Achtelfinalticket buchte, war heute zur Mittagszeit die 18-jährige italienische Nachwuchshoffnung Francisco Bahamonde (ATP 663), der nur einer Wild Card des italienischen Tennisverbandes im Hauptfeld der Sparkassen Trophy steht. Er profitierte beim Stand von 5/2 von der Aufgabe des favorisierten Kroaten Duje Kekez (ATP 422) wegen Handgelenksproblemen. Ihm folgten wenig später der Australier Maverick Banes (ATP 432), der gegen den Brasilianer Wilson Leite (ATP 485) nach dem 4/4 im ersten Satz kurzen Prozess machte (6/4 6/1), und etwas überraschend der 18-jährige Andrea Pellegrino (ATP 2069), der sich mit einem Sieg gegen den 1.500 Ränge vor ihm stehenden Lorenzo Sonego für die Wild Card des italienischen Tennisverbandes bedankte. Im Doppel kam heute in der ersten Runde das Aus für die beiden Südtiroler Paarungen, die dank einer Wild Card mitspielen konnten. Alexander Weis und Georg Winkler kämpften gegen die französisch-spanische Paarung Constant Lestienne/Enrique Lopez-Perez im zweiten Satz tapfer (0/6 4/6). David Kostner und Horst Rieder mussten beim 1/6 2/6 die Überlegenheit von Thomas Fabbiano/Giorgio Portaluri anerkennen. Am morgigen Dienstag beginnen die Matches um 11.30 Uhr. Es wird ein wahrer Großkampftag mit 12 Einzelmatches und zwei Doppelmatches. Gespannt darf das Publikum auf das Match von Topfavorit Thomas Fabbiano (ATP 200) und dem Junioren-Wimbledonsieger im Doppel Marcelo Zormann (ATP 808) sein. Der Azzurro hat heuer bereits zwei Top-100-Spieler geschlagen (Joao Souza und Ex-Rungg-Sieger Nikoloz Basilashvili), während der Brasilianer in der Qualifikation mit nur zwei verlorenen Games in zwei Matches beeindruckt hat.
Am frühen Abend – unmittelbar nach dem Match Fabbiano-Zormann – hat dann Patrick Prader seinen ersten Auftritt in Rungg. Zur Erinnerung: Vor einem Jahr hat der 29-jährige Barbianer in der ersten Runde der Sparkassen Trophy die Nummer 1 des Turniers, Federico Gaio, aus dem Rennen geworfen – selbiges ist ihm vergangene Woche beim Futures-Turnier in Bozen gelungen. Deswegen darf davon ausgegangen werden, dass Prader auch morgen seine Chancen hat. Einfach wird es freilich nicht: Sein Gegner Constant Lestienne steht in der Weltrangliste auf Rang 334 und damit 850 Plätze vor Prader und er ist in Rungg an Nummer 7 gesetzt. Aber auch sonst verspricht der Dienstag absolutes Toptennis, denn mehrere Rungg-Teilnehmer haben heuer schon Top-100-Spieler auf ihrer Abschussliste. Die Sparkassen Trophy 2015 ist heuer so gut besetzt wie selten zuvor in ihrer Geschichte. Live Score im Internet: Auf www.rungg.info können dank „Live Score“ alle Matches in Echtzeit mitverfolgt werden. Dazu gibt es täglich das aktuelle Programm und interessante Berichte. Fotos auf https://it-it.facebook.com/TennisclubRungg.


9. August 2015: Brasilianische Festspiele / Topleistungen von Winkler und Weis
Der Spanier Enrique Lopez-Perez (ATP 357), die Brasilianer Joao Menezes (ATP 637), Marcelo Zormann (ATP 808) und Rafael Matos (ATP 825), der Mexikaner Lucas Gomez (ATP 692), die Italiener Pietro Rondoni (ATP 805) und Nicolò Turchetti (ATP 1721) und der amerikanische Bozen-Halbfinalist Collin Altamirano (ATP 907) sind die acht Qualifikanten der hochklassig besetzten Sparkassen Trophy im TC Rungg. Heute kam in der entscheidenden Qualifikationsrunde das Aus für die Südtiroler Georg Winkler, David Kostner und Alexander Weis. Damit steht nur ein Lokalmatador im Hauptfeld der besten 32, und zwar der 29-jährige Barbianer Patrick Prader (ATP 1187), dem die Veranstalter eine Wild Card gegeben haben. Die 32 Teilnehmer des Hauptfeldes kommen aus 13 Nationen und vier Kontinenten – mehr Internationalität geht nicht. Gleich sechsfach vertreten sind die Brasilianer, und zwar durchwegs mit vielversprechenden Talenten – die diesjährige Sparkassen Trophy könnte zu brasilianischen Festspielen werden. Am morgigen Montag beginnt das Hauptfeld. Der Eintritt ist während der gesamten Woche frei. Die Südtiroler schlugen sich auch heute – wie schon gestern – achtbar. Am Vormittag war der 18-jährige Georg Winkler vom gastgebenden TC Rungg nahe dran an der ganz großen Sensation gegen den Mexikaner Lucas Gomez (ATP 692). Nachdem sein Erstrundenmatch gestern beim Stand von 2/4 aus seiner Sicht wegen Regens abgebrochen und auf heute verschoben worden war, präsentierte sich Winkler um 9.30 Uhr hellwach und drehte den ersten Satz (7/5). Den zweiten Satz verlor Winkler 6/2 und hätte der Rungger im dritten Satz beim Stand von 3/3 einen seiner drei Breakbälle genutzt, wer weiß, wie das Match ausgegangen wäre. So aber zog der favorisierte Gomez den Kopf aus der Schlinge und schaffte das entscheidende Break zum 6/4. Ebenfalls sein Erstrundenmatch nachholen musste der Trentiner Giovanni Oradini. Er verkaufte seine Haut gegen Andres Gabriel Ciurletti (ATP 2129) teuer, wehrte nicht weniger als elf Breakbälle ab, verlor am Ende aber in zwei Sätzen mit 6/7 (4) 3/6. Während Ciurletti im Verlauf des Matches 14 Breakbälle hatte, hatte Oradini einen einzigen – und nutzte ihn. Gleich nach der Eröffnungsfeier mit Weißwürsten begann zur Mittagszeit die entscheidende Qualifikationsrunde – und zwar sofort mit zwei Leckerbissen: Der 18-jährige Alexander Weis, der für den TC Trient spielt, trat gegen die Nummer 1 der Qualifikation, den Spanier Enrique Lopez-Perez (ATP 357) an, während auf den Nebenplatz der 20-jährige Grödner David Kostner gegen den um ein Jahr jüngeren Junioren-Wimbledonsieger Marcelo Zormann (ATP 808) antreten musste. Der Eppaner Alexander Weis lieferte bei seiner Rückkehr auf seine ehemaligen Trainingsplätze dem hochfavorisierten Spanier einen dreistündigen Kampf und überraschte dabei nicht nur das Publikum, sondern wohl auch seinen Gegner. Zunächst sah alles nach dem erwarteten Sieg von Lopez-Perez aus. Zwar spielte Weis gut mit, doch zog Lopez-Perez auf 6/3 4/1 davon. Was dann passierte, weiß nur Lopez-Perez: Er machte zwei Punkte in vier Games und lag plötzlich 4/5 zurück. Lopez-Perez rettete sich in den Tie-Break, den sich Weis aber wie ein abgebrühter Profi mit 7/2 holte. Im dritten Satz blieb das Match auf des Messers Schneide, bis Lopez-Perez bei 3/3 in einem umkämpften Game das erste Break des Satzes schaffte. Bei 5/3 wehrte Weis zwei Matchbälle ab, bei 5/4 servierte Lopez-Perez aber souverän aus. Beim Handshake erntete Weis von Lopez-Perez einen anerkennenden Klaps auf die Schulter. Deutlich kürzer war das Match von David Kostner, der gestern mit seinem Sieg gegen Augusto Virgili (ATP 1747) überrascht hatt. Kostner stand heute gegen den 19-jährigen Brasilianer Marcelo Zormann auf verlorenem Posten stand. Zormann hat in zwei Quali-Runden gegen Philipp Köll (6/0 6/0) und David Kostner (6/0 6/2) gerade einmal zwei Games abgegeben und bisher einen äußerst starken Eindruck hinterlassen. Auch der 20-jährige Trentiner Gianluca Pecoraro musste heute gegen den 18-jährigen Brasilianer Joao Menezes (ATP 637) die Segel streichen, nachdem er gestern Luca Tomasetto (ATP 1621) aus dem Rennen geworfen hatte. 2/6 4/6 das eindeutige Endergebnis. Am morgigen Montag beginnt bei der Sparkassen Trophy das Hauptfeld – auf dem Programm stehen Erstrundenmatches sowohl im Einzel, als auch im Doppel. Im Einzel sind mehrere Profis am Start, die heuer bereits Top-100-Spieler auf der Abschussliste haben – absolutes Weltklassetennis ist garantiert. Topfavorit ist der Azzurro Thomas Fabbiano (ATP 200). Aber auch der Rungg-Finalist von 2011 Alessandro Giannessi (ATP 247), der eine lange Verletzungspause hinter sich hat, zeigte sich heute bei der Eröffnungsfeier zuversichtlich. Live Score im Internet: Auf www.rungg.info können dank „Live Score“ alle Matches in Echtzeit mitverfolgt werden. Dazu gibt es täglich das aktuelle Programm und interessante Berichte. Fotos auf https://it-it.facebook.com/TennisclubRungg.


8. August 2015: Weis, Kostner und Pecoraro in der zweiten Qualifikationsrunde
Alexander Weis, David Kostner und der Trentiner Gianluca Pecoraro stehen in der zweiten Qualifikationsrunde der internationalen Sparkassen Trophy in Rungg. Ausgeschieden sind heute hingegen Philipp Köll und Horst Rieder. In Rungg zu Gast war heute übrigens Skiass Dominik Paris. Am morgigen Sonntag gibt es in Rungg ab 12 Uhr die entscheidende Qualifikationsrunde, wobei gleich um 12 Uhr zwei Südtiroler auf dem Platz stehen werden: Alexander Weis gegen den Spanier Enrique Lopez-Perez, die Nummer 357 der Welt und Nummer 1 der Qualifikation, und David Kostner gegen den 19-jährigen Wimbledon-Juniorensieger Marcelo Zormann aus Brasilien. Schon zuvor, um 11 Uhr, findet ein Eröffnungs-Frühschoppen mit Weißwürsten statt. Nicht zu Ende gespielt werden konnte heute das Match des 18-jährigen Georg Winkler vom TC Rungg. Der favorisierte Mexikaner Lucas Gomez (ATP 692) führte 4/2, als der Regen kam. Das Match wird am morgigen Sonntag um 9.30 Uhr fortgesetzt. Gar nicht begonnen hat wegen des Regens das Match des Trentiners Giovanni Oradini. Auch dieses Match wird morgen Vormittag gespielt. Der erste Südtiroler, der heute das Ticket für die entscheidende Qualifikationsrunde von morgen löste, war Alexander Weis. Der 18-Jährige Eppaner, der im TC Rungg das Tennisspielen erlernt hat und erst im vergangenen Winter nach Trient gewechselt ist, kassierte gegen Marco De Rossi aus San Marino zwar vier Breaks, machte aber seinerseits noch ein Break mehr und gewann letztendlich souverän 6/4 7/6 (1). Morgen erwartet Weis eine echte Herausforderung, muss er doch gegen den Spanier Enrique Lopez-Perez, die Nummer 357 der Welt und Nummer 1 der Qualifikation antreten. Eine Überraschung schaffte der 20-jährige Grödner David Kostner gegen den Azzurro Augusto Virgili (ATP 1747). Er gewann 5/7 6/4 6/3 und hätte eigentlich in zwei Sätzen gewinnen müssen. Stattdessen lieferte er sich mit Virgili ein eigenartiges Match mit vielen Hochs und Tiefs. Zunächst führte Kostner 5/2, kassierte dann aber fünf Games in Folge und verlor den ersten Satz 5/7. Im zweiten Satz stellte Kostner auf 4/2 und gewann wenig später 6/4. Im dritten Satz führte er schon 3/1, ließ sich zum 3/3 einholen, um dann aber den Satz mit 6/3 für sich zu entscheiden. Am morgigen Sonntag muss Kostner gegen den 19-jährigen Wimbledon-Juniorensieger Marcelo Zormann aus Brasilien ran. Dieser erteilt heute dem 23-jährigen Meraner Philipp Köll die Höchststrafe (6/0 6/0). Ganze 23 Punkte machte Köll, gegenüber 52 Punkten von Zormann. Der Trentiner Gianluca Pecoraro, der jahrelang in Rungg trainiert hat, schaffte wie Kostner einen Sieg gegen einen Spieler mit Weltranglistenpunkten, und zwar gegen Luca Tomasetto (ATP 1621). Bei 6/4 5/2 sah er bereits wie der sichere Sieger aus, doch sein Gegner schaffte das 5/5. Bei 6/5 hatte Pecoraro einen ersten Matchball, den Tomasetto abwehrte. Im Tie-Break zog Pecoraro dann aber auf 4/1 davon und gewann 7/4. Eine gute Leistung zeigte der 18-jährige Open-Landesmeister Horst Rieder vom gastgebenden TC Rungg. Gegen den um ein Jahr älteren Brasilianer Rafael Matos (ATP 825) verlor er zwar 3/6 2/6, das Ergebnis ist aber deutlicher als der Spielverlauf. Nachdem Rieder im ersten Satz das Break zum 3/4 kassiert hatte, verließ ihn die Aufschlagsicherheit, was der Brasilianer gnadenlos ausnutzte. Rieder konnte seinerseits im Verlauf des Matches keinen seiner drei Breakbälle nutzen. Nach dem entscheidenden Qualifikationstag am Sonntag werden alle großen Favoriten ab Montag ins Geschehen eingreifen, unter anderem der marokkanische Daviscup-Spieler Lamine Ouahab, der heuer bereits die Nummer 28 der Welt Guillermo Garcia-Lopez besiegt hat, sowie der Azzurro Thomas Fabbiano und der Belgier Arthur De Greef, die 2015 ebenfalls bereits Top-100-Spieler auf ihrer Abschussliste haben. Gespannt sein darf das Publikum auch auf Alessandro Giannessi, der diese Woche das Viertelfinale des Challengers von Cortina erreichte und eine lange Verletzungspause hinter sich hat, sowie auf den 17-jährigen Brasilianer Orlando Luz, der gemeinsam mit Marcelo Zormann 2014 das Juniorendoppel in Wimbledon gewonnen hat. Live Score im Internet: Auf www.rungg.info können dank „Live Score“ alle Matches in Echtzeit mitverfolgt werden. Dazu gibt es täglich das aktuelle Programm und interessante Berichte. Fotos auf https://it-it.facebook.com/TennisclubRungg.


Sparkassen Trophy, 7. August 2015: Prader im Hauptfeld / Fünf Südtiroler in der Quali
Die Qualifikation der Sparkassen Trophy im TC Rungg, die am morgigen Samstag um 10.30 Uhr beginnt, hat es in sich: Am Start sind unter anderem der Spanier Enrique Lopez-Perez, die Nummer 357 der Welt, und der Junioren-Wimbledonsieger im Doppel Marcelo Zormann. Am Start sind auch fünf Südtiroler, und zwar die beiden Rungger Georg Winkler und Horst Rieder, der Grödner David Kostner, der Eppaner Alexander Weis und der Meraner Philipp Köll.
Bei der Sparkassen Trophy, die als eines der besten Futures-Turniere der Welt gilt, ist während der ganzen Woche der Eintritt frei. Die Organisatoren rund um OK-Chef Christian Pfeifer und Turnierdirektor Dietmar Pfeifer haben heute Nachmittag die letzte Wild Card für das Hauptfeld vergeben. Sie geht – wie erwartet – an Patrick Prader. Der 29-jährige Lokalmatador, der jahrelang in Rungg trainiert hat, spielt als „Teilzeitprofi“ zwar nur mehr wenige Turniere und steht in der Weltrangliste nur auf Rang 1187, kann aber nach wie vor auf höchstem Niveau spielen und hat diese Woche beim ITF-Turnier in Bozen keinen Geringeren als den Weltranglisten-306. Ivo Klec besiegt. Die erste Wild Card hatten die Organisatoren schon vor einigen Tagen an den Weltranglisten-297. Federico Gaio vergeben. Zunächst aber wird am Samstag und Sonntag die Qualifikation ausgetragen. Es wird schwer für die Lokalmatadoren, denn die Sparkassen Trophy weist eines der stärksten Teilnehmerfelder ihrer nunmehr 18-jährigen Geschichte auf – schon in der Qualifikation wird das Niveau äußerst hoch sein. Die Nummer 1 der Qualifikation ist kein Geringerer als der Spanier Enrique Lopez-Perez, der diese Woche in Bozen an Nummer 4 gesetzt war und Rungg kurzfristig dem Challenger von Portoroz vorgezogen hat. „Lopez-Perez wollte in Rungg unbedingt spielen. Als wir seine Anfrage um eine Wild Card für das Hauptfeld abgelehnt hatten, hat er sich kurzerhand in der Qualifikation eingeschrieben. Dem Publikum einen Spieler wie Lopez-Perez schon in der Qualifikation präsentieren zu können, ist eine tolle Bereicherung. Sollte er sich qualifizieren, gehört er aufgrund seiner Weltranglistenposition auch im Hauptfeld zu den acht Gesetzten“, freut sich Turnierdirektor Dietmar Pfeifer. Nach den zwei Qualifikationstagen am Samstag und Sonntag werden alle großen Favoriten ab Montag ins Geschehen eingreifen, unter anderem der marokkanische Daviscup-Spieler Lamine Ouahab, der heuer bereits die Nummer 28 der Welt Guillermo Garcia-Lopez besiegt hat, sowie der Azzurro Thomas Fabbiano und der Belgier Arthur De Greef, die 2015 ebenfalls bereits Top-100-Spieler auf ihrer Abschussliste haben. Gespannt sein darf das Publikum auch auf Alessandro Giannessi, der diese Woche das Viertelfinale des Challengers von Cortina erreichte und eine lange Verletzungspause hinter sich hat, sowie auf die beiden brasilianischen Wimbledonsieger im Juniorendoppel Orlando Luz und Marcelo Zormann. Zormann kann das Publikum bereits am morgigen Samstag erleben. Live Score im Internet: Auf www.rungg.info können dank „Live Score“ alle Matches in Echtzeit mitverfolgt werden. Dazu gibt es täglich das aktuelle Programm und interessante Berichte. Fotos auf https://it-it.facebook.com/TennisclubRungg.


Sparkassen Trophy: Wimbledonsieger in Rungg


Die beiden brasilianischen Junioren-Wimbledonsieger im Doppel, Orlando Luz und Marcelo Zormann, stehen auf der Meldeliste der diesjährigen Sparkassen Trophy in Rungg. Die Favoriten des internationalen Turniers, das vom 8. bis 15. August im TC Rungg/Girlan stattfindet, sind aber andere: Der Azzurro Thomas Fabbiano, die Nummer 209 der Welt, führt die Setzliste an. Zum engeren Favoritenkreis gehören auch Alessandro Giannessi (ATP 248) und der marokkanische Daviscupspieler Lamine Ouahab (ATP 253) und. Das Profiturnier des TC Rungg findet heuer bereits zum 18. Mal statt und hat sich im internationalen Tenniszirkus den Ruf erarbeitet, eines der besten seiner Kategorie weltweit zu sein. Der Eintritt ist während der gesamten acht Turniertage frei. Wie gut das Teilnehmerfeld ist, zeigt die Tatsache, dass die Rungg-Teilnehmer gemeinsam im Laufe von 2015 bereits sage und schreibe 20 Futures-Turniere gewonnen haben.

Einmal mehr wird das Publikum in Rungg manchen Star von morgen sehen. In der Vergangenheit haben schon zahlreiche Rungg-Starter den Sprung in den Tennisolymp, die Top 100, geschafft. Der vorerst letzte war im Juli 2015 der Georgier Nikoloz Basilashvili, der 2013 in Rungg den Mercedes Smart gewann. Profis aus über zehn Nationen – Europa, Australien, Afrika, Südamerika – haben für Rungg gemeldet, darunter auch Daviscup-Spieler wie der erwähnte Lamine Ouahab, der heuer das Challenger in Casablanca gewonnen hat und 2009 auf ATP-Rang 114 stand, der Venezolaner Ricardo Rodriguez und der Kanadier Steven Diez.

Topfavorit ist und bleibt aber Thomas Fabbiano, der vor einem Jahr schon die Nummer 166 der Welt war und vor drei Wochen beim ATP-Turnier in Umag im Hauptfeld stand – 2008 hat Fabbiano in Rungg das Doppel gewonnen. Beachtung verdient sich Alessandro Giannessi, der nach einer Handgelenksoperation samt achtmonatiger Verletzungspause erst Ende Mai in den Profizirkus zurückgekehrt ist und auf Anhieb das Futures in Sassuolo gewann und beim Challenger in San Benedetto das Finale erreichte. In Rungg fühlt sich Giannessi wohl: 2011 kam er ins Finale und dann bis auf Rang 126 der Welt – bevor ihn das Verletzungspech stoppte. Und was ist mit den beiden jungen Wimbledonsiegern? Der 17-jährige Orlando Luz steht direkt im Hauptfeld, während der 19-jährige Marcelo Zormann ab Samstag in die Knochenmühle Qualifikation muss.

15.000 Dollar Preisgeld und insgesamt 99 Punkte für die ATP-Weltrangliste werden während der achttägigen Veranstaltung ausgespielt – der Sieger kassiert davon 35 ATP-Punkte. Auch heuer handelt es sich unverändert um ein Turnier der höchsten Futures-Kategorie, also um ein „Futures 15.000 Dollar + Hospitality“. Das heißt: Das Preisgeld beträgt 15.000 Dollar, und die Athleten logieren auf Kosten der Veranstalter – übrigens auch heuer im langjährigen Spielerhotel Four Points by Sheraton.

Das Programm

Rund 60 Tennisprofis aus aller Welt werden in Rungg am Start sein. Die Sparkassen Trophy beginnt am Samstag, 8. August, um 9 Uhr mit der zweitägigen Qualifikation, die eine Chance auch für Südtirols beste Tennisspieler darstellt, sich mit Profis aus aller Welt zu messen. Die besten Acht der Qualifikation spielen dann ab Montag, 10. August im 32-köpfigen Hauptfeld, für das die großen Favoriten bereits fix qualifiziert sind. Das Hauptfeld und somit die eigentliche Jagd nach ATP-Punkten beginnt am Montag. Das Finale ist für Samstag, 15. August, 11 Uhr, angesetzt. Das Doppelfinale wird bereits am Freitag, 14. August, gespielt. Gespielt wird in Rungg ganztägig, ein Spitzenmatch wird jeweils am frühen Abend geboten.

Auch heuer bieten die Organisatoren rund um OK-Präsident Christian Pfeifer und Turnierdirektor Dietmar Pfeifer – neben Weltklassetennis auf dem Platz – Unterhaltsames im Rahmenprogramm. Am Sonntag, 9. August, findet um 11 Uhr das bereits traditionelle Weißwurst-Frühschoppen samt öffentlicher Auslosung des Hauptfeldes statt. Am Mittwoch, 12. August, läuft den ganzen Nachmittag über ein Spiel von Autoindustriale und KIKU unter dem Namen „Apfel im Auto“ – mehr wird noch nicht verraten. Ebenfalls am Mittwoch gibt es den traditionellen Sponsoren- und Spielerabend. Am Freitag, 14. August, ist Einrad-Weltmeister Fabian Schrott mit seinen Freunden zu Gast, um zwischen den Halbfinalmatches eine spektakuläre „KIKU Unicyle Show“ mit verschiedenen Kunststücken zu bieten.

Live Score im Internet

Auf der offiziellen Homepage www.rungg.info können dank „Live Score“ alle Matches in Echtzeit mitverfolgt werden. Dazu gibt es täglich das aktuelle Programm und interessante Berichte. Stets aktuelle Fotos bietet die Facebook-Seite des TC Rungg (zugänglich auch für User ohne eigenes Facebook-Profil).


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Die Profis kommen

Der Countdown läuft: Acht Tage Toptennis bei freiem Eintritt bietet auch heuer die Sparkassen Trophy vom 8. bis 15. August in Rungg. Profis aus aller Welt werden um ATP-Punkte kämpfen. Wie attraktiv das Turnier für das Publikum ist, zeigt ein Blick in die Vergangenheit.
In Rungg sind sozusagen die „Stars von morgen“ zu sehen. Beispiele gefällig? Simone Bolelli und Ivan Dodig spielten beide einst in Rungg, heuer haben sie jeweils ein Grand-Slam-Turnier im Doppel gewonnen. Der Italiener Simone Bolelli gewann in Melbourne die Australian Open gelungen (im Doppel mit Fabio Fognini), der Kroate Ivan Dodig in Paris die French Open (im Doppel mit Marcelo Melo). Einst spielten beide in Rungg: Simone Bolelli hatte 2002 als 16-jähriges Talent, ausgestattet mit einer Wild Card und noch ohne ATP-Punkte, einen kurzen Auftritt und stand in der ersten Runde gegen den späteren Turniersieger Michal Kokta aus Tschechien beim 0/6 2/6 auf verlorenem Posten. Ivan Dodig spielte 2008 als Nummer 387 der Welt in Rungg, und sein Viertelfinalmatch gegen den damaligen Topfavoriten Jean-Rene Lisnard bleibt bis heute unvergessen (6/4 6/7 3/6). Sowohl Bolelli als auch Dodig schafften es nicht nur im Doppel an die Weltspitze, sondern auch im Einzel unter die Top 40.
Martin Klizan gewann in Rungg 2009 und stieß 2015 bis auf Rang 24 der Weltrangliste vor. 1999 triumphierte in Rungg – exakt an seinem 18. Geburtstag – ein Talent namens Filippo Volandri – später führte ihn seine Karriere bis auf Rang 25 der Weltrangliste. Der Deutsche Matthias Bachinger stand 2010 als Nummer 327 der Welt in Rungg im Finale und schlappe acht Monate später unter den Top 100 der Welt – genauso übrigens wie der Österreicher Andreas Haider-Maurer. Ein ähnliches Kunststück gelang dem Argentinier Diego Junqueira, der 2007 in Rungg als Nummer 373 der Welt triumphierte und schlappe zwölf Monate später in den Top 100 angekommen war. Und Andreas Seppi? Der Kalterer holte 2000 in Rungg als 16-Jähriger seinen allerersten ATP-Punkt.
Auch ein gewisser Andrea Arnaboldi spielte mehrmals in Rungg. Heuer lieferte er sich mit dem Franzosen Pierre-Hugues Herbert das längste Quali-Match der Roland-Garros-Geschichte: 6:4, 3:6, 27:25.
Das Rungger Traditionsturnier ist zweifelsohne einer der Höhepunkte des Sportsommers in der Region. Auch heuer gehört die Sparkassen Trophy zur obersten Kategorie der Futures-Turniere (15.000 Dollar Preisgeld plus Hospitality). Seit Jahren gilt die Sparkassen Trophy als eines der besten Futures-Turniere weltweit, sowohl organisatorisch als auch sportlich.

Sie spielten in Rungg … (Best Ranking + Jahr)

Andreas Seppi (ITA)    18 (2013)
Martin Klizan (SVK)    24 (2015)
Filippo Volandri (ITA)     25 (2007)
Potito Starace (ITA)     27 (2007)
Ivan Dodig (CRO)    29 (2013)
Andrey Golubev (KAZ)    33 (2010)
Simone Bolelli (ITA)     36 (2009)
Grega Zemlja (SLO)    43 (2013)
Misha Zverev (GER)     45 (2009)
Jan-Lennard Struff (GER)    46 (2014)
Evgeny Korolev (RUS)     46 (2010)
Andreas Haider-Maurer (AUT)    47 (2015)
Paolo Lorenzi (ITA)    49 (2013)
Maximo Gonzalez (ARG)    58 (2009)
Rui Machado (POR)    59 (2011)
Ivo Minar (CZE)    62 (2009)
Diego Junqueira (ARG)    68 (2009)
Blaz Kavcic (SLO)    68 (2012)
Alessio Di Mauro (ITA)     68 (2007)
Flavio Cipolla (ITA)    70 (2012)
Alejandro Gonzalez (COL)    70 (2014)
James Duckworth (AUS)    82 (2015)
Matthias Bachinger (GER)    85 (2011)
Nikoloz Basilashvili (GEO)    90 (2015
Federico Luzzi (ITA)     92 (2002)
Juan Pablo Brzezicki (ARG)     94 (2008)
Farrukh Dustov (UZB)    98 (2015)
Colin Ebelthite (AUS)    98 (2012)
Marco Cecchinato (ITA)    99 (2015)
Luca Vanni (ITA)    100 (2015)


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16. August 2014: Brkic schafft das „Double“ – Rollstuhl-Schaukampf mit Ivan Tratter und Michael Stampfer
Der große Sieger der Sparkassen Trophy 2014 heißt Tomislav Brkic. Der 24-jährige Bosnier gewann vor randvollen Zuschauerrängen und (endlich) bei strahlendem Sonnenschein das an Spannung kaum zu überbietende Finale gegen den Italiener Daniele Giorgini zwei Mal im Tiebreak mit 7/6 7/6. Gestern hatte Brkic an der Seite von Mirza Basic bereits das Doppel gewonnen. Somit ist Brkic der erste Spieler seit Filippo Messori im fernen Jahr 2000, der in Rungg Einzel und Doppel für sich entschieden hat.
Vor dem Finale erlebte das Publikum heute einen interessanten Rollstuhltennis-Schaukampf mit dem Jenesiener Ivan Tratter, Nummer 154 der Weltrangliste, und dem Kalterer Michael Stampfer. Die beiden Athleten spielten ein Doppel mit den beiden Rungger Nachwuchsspielern Daniel Cleva und Benjamin Rossi. Ivan Tratters großes Ziel sind die Paralympics 2016 in Rio de Janeiro – dafür muss er sich unter die Top 30 der Weltrangliste verbessern. Derzeit bewegt er sich um Rang 150. Jedenfalls war es eine gelungene Aktion, die beim Publikum gut ankam. Das folgende Finale war ein standesgemäßer Abschluss einer insgesamt gelungenen Woche. Das Finale stand vom ersten bis zum letzten Ballwechsel auf des Messers Schneide. Daniele Giorgini (ATP 510) zog sofort auf 2/0 davon, ließ sich aber von Tomislav Brkic (ATP 350) einholen (3/3). Es sollten die beiden ersten und zugleich letzten Breaks des Matches bleiben. Im Tiebreak zog Brkic auf 6/0 davon, Giorgini verkürzte zwar noch auf 3/6, aber Brkic ließ sich den Satz nicht mehr nehmen. Mitte des zweiten Satzes stand das Match auf der Kippe, Giorgini hatte mehrere Breakbälle, die er aber nicht nutzen konnte. Beim Stand von 4/3 ließ Brkic Physiotherapeut Paolo Cadamuro wegen einer Muskelverhärtung auf den Platz kommen. In dieser Phase wirkte der sechs Jahre ältere Giorgini frischer, aber irgendwie rettete sich Brkic in den Tiebreak. Dieser war nichts für schwache Nerven: Giorgini zog auf 4/2 davon und durfte auf einen dritten Satz hoffen (in dem Brkic möglicherweise eingebrochen wäre), aber Brkic konterte und machte vier Punkte in Folge. Das bedeutete zwei Matchbälle, die Giorgini aber abwehrte: 6/6: Auch den dritten Matchball von Brkic wehrte Giorgini ab, den vierten aber konnte Brkic verwandeln.
Brkic hat während des gesamten Turniers keinen einzigen Satz abgegeben, aber sowohl im Halbfinale gegen den Argentinier Pedro Cachin, als auch im Finale gegen Daniele Giorgini stand er kurz davor. Es war eine perfekte Woche, sagte Brkic bei der Preisverteilung. Sein großes Ziel sind die Australian Open in Melbourne im Jänner. Dazu wird er versuchen, sich in den nächsten Wochen in der Weltrangliste zu verbessern. Schon mit den 35 ATP-Punkten, die er aus Rungg mitnimmt, wird er einen schönen Sprung nach vorne machen. Unterm Strich dürfen die Organisatoren in Rungg wieder eine positive Bilanz ziehen. Das einzige, was das rund 20-köpfige Team rund um Christian und Dietmar Pfeifer während der acht Turniertage nicht im Griff hatte, war das Wetter – der ganze Rest hat wie am Schnürchen geklappt. Und selbst dem verrückten Wetter trotzten die Organisatoren. Am Mittwoch, als im ganzen Land die Feuerwehren wegen der starken Regenfälle ausrücken mussten, wurde in Rungg schlappe zwei Stunden nach Regenende schon wieder gespielt. Das spricht erstens für den Zustand der Rungger Sandplätze und zweitens für die professionelle Arbeit der Platzverantwortlichen Roland Albenberger und Georg Morandell.
Supervisor Ashraf Hamouda aus Katar sagte beim Abschlussgespräch mit den Organisatoren, dass es ein kleines Wunder sei, dass das Turnier planmäßig zu Ende gehen konnte. In seinem Bericht lobt er die Organisatoren für die gebotenen Standards und resümiert: „It was a good week without any problems. It run smoothly and professionaly.“
Was das Sportliche betrifft, war die Sparkassen Trophy wieder exzellent besetzt und konnte dem Publikum acht Tage lang Toptennis bieten: 13 Top-400-Spieler waren in Rungg am Start. Insgesamt 11 Nationen waren im 32er-Hauptfeld vertreten, im Halbfinale standen mit dem Argentinier Pedro Cachin, dem Bosnier Tomislav Brkic, dem Österreicher Marc Rath und dem Azzurro Daniele Giorgini vier Athleten aus vier verschiedenen Nationen.


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15. August 2014: Finale Giorgini-Brkic am Samstg um 11 Uhr /Brkic/Basic triumphieren im Doppel
Das Finale der Sparkassen Trophy 2014 in Rungg lautet Daniele Giorgini gegen Tomislav Brkic. Der ungesetzte Italiener, der erst im letzten Moment ins Hauptfeld gerutscht war, und der an Nummer 8 gesetzte Bosnier gewannen heute gegen den Österreicher Mark Rath und die argentinische Zukunftshoffnung Pedro Cachin jeweils in zwei Sätzen. Am Samstag um 11 Uhr wird sich herausstellen, ob ein Italiener oder ein Bosnier die Nachfolge des Georgiers Nikoloz Basilashvili antreten wird.
Am Samstag um 11 Uhr steigt das Einzel-Finale. Zuvor – ab 9.30 Uhr – ist eine Rollstuhltennis-Show mit dem aufstrebenden Jenesiener Ivan Tratter und dem Kalterer Michael Stampfer zu sehen.
Inzwischen hat die Sparkassen Trophy auch ihre ersten Sieger. Die Bosnier Mirza Basic und Tomislav Brkic besiegten am Abend das belgisch-französische Doppel Yannik Reuter/Maxime Teixeira mit 6/3 6/4. Für Basic war es der zweite Doppelsieg in Rungg nach 2012 (damals mit Nikola Ciric). Brkic kann jetzt in Rungg das „Double“ schaffen. Das ist zuletzt Filippo Messori im fernen Jahr 2000 gelungen. Mit etwas Verspätung begann heute in Rungg das Programm des vorletzten Tages der Sparkassen Trophy, die als eines der besten Turniere dieser Kategorie weltweit gilt. Der Regen gehört in diesem Sommer irgendwie einfach dazu. Der 24-jährige Bosnier Tomislav Brkic (ATP 350) war gegen die 19-jährige argentinische Zukunftshoffnung Pedro Cachin (ATP 328) von Anfang an hellwach und zog sofort auf 5/2 davon. Der erste Satz ging in der Folge mit 6/3 an Brkic. Cachin wechselte auch heute wieder tolle Schläge mit unerklärlichen Fehlern ab – wenn er konstanter wird, hat er eine große Zukunft vor sich. Insgesamt beging Cachin acht Doppelfehler, das ist zuviel. Aber auch Brkic konnte aus seinem Aufschlag wenig Kapital schlagen, was wohl auch mit den langsamen Verhältnissen aufgrund des vielen Regens der letzten Tage zu tun hatte. Insgesamt kassierte Cachin sechs Breaks, Brkic deren fünf – das ist auf diesem Niveau selten, zumal in zwei Sätzen. Denn am Ende brachte Brkic auch den zweiten Satz nach Hause, nachdem er bereits 1/4 zurückgelegen hatte. Brkic holte zum 4/4 auf, es ging in den Tiebreak, wo Cachin abermals 5/2 führte und alles auf einen dritten Satz hinwies. Doch dann machte Cachin mehrere vermeidbare Fehler, Brkic hingegen nutzte seinen zweiten Matchball. Im zweiten Halbfinale wusste der 30-jährige Italiener Daniele Giorgini (ATP 510) einmal mehr zu überzeugen. Der Österreicher Marc Rath (ATP 398) fand gegen das variable Spiel von Giorgini keine Waffe und war heute weit fehleranfälliger als in den vergangenen Tagen. Im Grunde war Giorgini von Anfang an auf der Siegerstraße, während Rath nicht an die Leistungen der vergangenen Tage anschließen konnte. 6/2 6/3 lautete am Ende das klare Resultat aus der Sicht von Giorgini, der seit mehreren Wochen weit besser spielt als es seine Weltranglistenposition (510) vermuten lassen würde. Giorgini, der aus San Benedetto del Tronto stammt und in Rungg Stammgast ist, hatte im Juli ein 15.000-Dollar-Futures gewonnen und bei einem weiteren das Finale erreicht. Seit Giorgini 2006 das erste Mal in Rungg angetreten ist, war er noch nie so gut: Bisher waren zwei Viertelfinale 2006 und 2007 das höchste der Gefühle – 2013 verlor er im Achtelfinale ausgerechnet gegen jenen Juan Lizariturry, gegen den er heuer in der ersten Runde gewonnen hat.


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14. August 2014: Giorgini-Rath und Brkic-Cachin sind die Halbfinale am Freitag um 13 und 15 Uhr
Ein Argentinier, ein Bosnier, ein Österreicher und ein Italiener stehen im Halbfinale der Sparkassen Trophy in Rungg, das morgen ab 13 Uhr über die Bühne geht. Der 30-jährige Italiener Daniele Giorgini (ATP 510) spielt gegen den 23-jährigen Österreicher Marc Rath (ATP 398), während es der 24-jährige Bosnier Tomislav Brkic (ATP 350) mit der 19-jährigen argentinischen Zukunftshoffnung Pedro Cachin (ATP 328) zu tun bekommt. Draußen ist hingegen Vorjahresfinalist Matteo Trevisan (ATP 362).
Cachin ist gleichzeitig jener Spieler, der von den Halbfinalisten am besten in der ATP-Weltrangliste platziert ist. Der „schlechteste“ ist Daniele Giorgini. Am morgigen Freitag gibt es zum einen ein Duell zwischen zwei Gesetzten (Cachin-Brkic) und zum anderen ein Duell zwischen zwei Ungesetzten (Giorgini-Rath) um den Einzug ins Finale. Das Programm bei der Sparkassen Trophy in Rungg sieht nun folgendermaßen aus: Am Freitag (Ferragosto) werden um 13 und um 15 Uhr die Einzel-Halbfinale und um 17 Uhr das Doppel-Finale ausgetragen. Am Samstag um 11 Uhr steigt das Einzel-Finale. Zuvor – ab 9.30 Uhr – ist eine Rollstuhltennis-Show mit dem aufstrebenden Jenesiener Ivan Tratter und dem Kalterer Michael Stampfer zu sehen. Der erste, der das Ticket fürs Halbfinale löste, war heute der Azzurro Daniele Giorgini (ATP 510). Der 30-jährige Tennisveteran aus Süditalien hielt Prader-Bezwinger Nicola Ghedin (ATP 984) deutlich in Schach und musste beim 6/0 6/4 nur im zweiten Satz zittern. Es war deutlich zu sehen, dass Ghedin mit dem variablen Spiel von Giorgini weit weniger gut zurechtkam als gestern mit dem Power-Spiel von Lokalmatador Patrick Prader. Giorgini wechselte harte und weiche Schläge ab, auch setzte er ein ums andere Mal den Rückhand-Slice ein, weshalb Ghedin nie jenen Rhythmus fand, der ihn gestern gegen Prader ein praktisch fehlerfreies Match spielen ließ. Giorgini, der aus San Benedetto del Tronto stammt und in Rungg Stammgast ist, stellte einmal mehr seine gute Form unter Beweis – im Juli hatte Giorgini ein 15.000-Dollar-Futures gewonnen und bei einem weiteren das Finale erreicht. Seit Giorgini 2006 das erste Mal in Rungg angetreten ist, war er noch nie so gut: Bisher waren zwei Viertelfinale 2006 und 2007 das höchste der Gefühle – 2013 verlor er im Achtelfinale ausgerechnet gegen jenen Juan Lizariturry, gegen den er heuer in der ersten Runde gewonnen hat, und erreichte im Doppel mit Matteo Volante das Finale. Auf Giorgini folgte Winkler-Bezwinger Tomislav Brkic (ATP 350). Der 24-jährige Bosnier überzeugte auch heute mit seinen knallharten Schlägen. Das 19-jährige italienische Talent Matteo Donati (ATP 303) fand beim 4/6 4/6 kein Mittel gegen Brkic, der in Rungg noch immer ohne Satzverlust ist. Die Leistung von Georg Winkler, der mit Brkic in der ersten Runde gut mitgehalten hat, gewinnt immer mehr an Gewicht. Seit er in der ersten Runde gegen Filippo Leonardi vier Matchbälle abwehrte, hat er keinen Satz mehr verloren. Heute warf er den an Nummer 4 gesetzten Belgier Yannik Reuter (ATP 306) aus dem Rennen, der bisher im Turnierverlauf nur vier Game abgegeben hatte. 1,90-Mann Rath ließ beim 6/2 6/2 nie Zweifel aufkommen, wer den Platz als Sieger verlassen würde. 47 Minuten dauerte die Partie. Ein Match auf des Messers Schneide lieferten sich am Abend Pedro Cachin (ATP 328) und Vorjahresfinalist Matteo Trevisan (ATP 362). Auch heute wandelte die argentinische Zukunftshoffnung zwischen Genie und Wahnsinn. Er führte im ersten Satz 4/1, geriet dann mit 4/5 in Rückstand und musste drei Satzbälle abwehren, schaffte den Ausgleich und dann sofort das Break, um dann zum 7/5 auszuservieren. Im zweiten Satz schaffte der 19-jährige Argentinier das Break zum 4/3, führte 40/0 und musste trotzdem noch das Rebreak hinnehmen. Bei 4/4 hatte er wieder zwei Breakbälle, nutzte die Chancen aber nicht. Im Tiebreak führte Cachin 3/0, geriet mit 3/5 in Rückstand, musste wieder zwei Satzbälle abwehren und verwandelte am Ende seinen zweiten Matchball zum 9/7. Es war kein Spiel für schwache Nerven. Und Trevisan durfte mit dem Schicksal hadern, hatte er doch sowohl im ersten als auch im zweiten Satz Satzbälle gehabt – genausogut hätte der Vorjahresfinalist das Match gewinnen können.


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13. August 2014: Prader verliert knapp / Morgen Viertelfinale ab 12 Uhr
Lokalmatador Patrick Prader ist im Achtelfinale der Sparkassen Trophy ausgeschieden. Zweieinhalb Stunden lang kämpfte er gegen Qualifikant Nicola Ghedin, der in der Weltrangliste 14 Plätze hinter ihm liegt, doch letztendlich hatte Ghedin in einem knappen Match das bessere Ende für sich.
Auch im Doppel sind die letzten Südtiroler ausgeschieden: Jacob Nicolussi und Joy Vigani verloren gegen das belgisch-französische Duo Reuter/Teixeira.
Morgen beginnen in Rungg um 12 Uhr die Viertelfinale. Am Freitag (Ferragosto) finden um 13 und um 15 Uhr die Einzel-Halbfinale und um 17 Uhr das Doppel-Finale statt. Das Einzelfinale geht am Samstag um 11 Uhr über die Bühne. Patrick Prader (ATP 970), der gestern Turnierfavorit Federico Gaio ausgeschaltet hatte, hatte durchaus seine Chancen. Vor allem hatte er im ersten Satz zwei Satzbälle – einen in einem langen Game bei 6/5 und einen im Tie-Break bei 7/6. Gaio war in dieser Phase der Glücklichere und verwandelte seinen dritten Satzball zum 10/8. Im zweiten Satz breakte Ghedin Prader zum 5/3, und als Prader postwendend das Rebreak zum 5/4 gelang, durfte das Publikum wieder hoffen. Doch Prader kassierte ein weiteres Break zum 6/4. Die Verhältnisse mit den sehr langsamen Bällen auf dem vom Regen aufgeweichten Center Court kamen Sandplatzwühler Ghedin heute eindeutig mehr entgegen als Prader, der sich um direkte Punkte mit der Vorhand bemühte. Ghedin aber erlief jeden Ball und spielte praktisch fehlerfrei. Prader spielte ein gutes Match, davon konnte er sich am Ende aber nichts kaufen. Im Viertelfinale von Rungg stehen vier Gesetzte und vier Ungesetzte: Die Gesetzten sind das 19-jährige italienische Talent Matteo Donati (3, ATP 303), der Belgier Yannik Reuter (4, ATP 306), die argentinische Zukunftshoffnung Pedro Cachin (5, ATP 328) und der Bosnier Tomislav Brkic (8, ATP 350). Die Ungesetzten sind Vorjahresfinalist Matteo Trevisan (ATP 362), der Österreicher Marc Rath (ATP 398), der Italiener Daniele Giorgini (ATP 510) und Prader-Bezwinger Nicola Ghedin (ATP 984).


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13. August 2014: Favoriten Donati, Reuter und Brkic im Eiltempo
Als hätten sie nach dem verregneten Nachmittag und der sechsstündigen Programmverzögerung Angst vor einem weiteren Regenguss gehabt, marschierten um 18 Uhr zeitgleich drei Favoriten ins Viertelfinale der Sparkassen Trophy in Rungg: Matteo Donati (ATP 303), in Rungg an Nummer 3 gesetzt und einer der 25 weltbesten Unter-20-Spieler, machte mit Qualifikant Cristian Carli (ATP 1610) kurzen Prozess (6/3 6/3) und ließ dabei keinen einzigen Breakball zu. Nach einer knappen Stunde war der Spuk vorbei.
Der Belgier Yannik Reuter (ATP 306), in Rungg an Nummer 4 gesetzt, ließ Qualifikant Francesco Borgo (ATP 1285) ebenfalls keine Chance und gewann 6/1 6/0. Reuter hat auf dem Weg ins Viertelfinale in zwei Matches (gegen zwei italienische Qualifikanten) insgesamt nur vier Games abgegeben.
Der 24-jährige Bosnier Tomislav Brkic (ATP 350), in Rungg an Nummer 8 gesetzt, marschierte gegen den nur vier ATP-Ränge hinter ihm platzierten Maxime Teixeira, vor zwei Jahren schon die Nummer 154 der Welt, durch und beeindruckte beim 6/1 6/4 abermals mit knallharten Schlägen, mit denen er die Ballwechsel kurz hält. Brkic hatte in der ersten Runde Georg Winkler eliminiert. Detail am Rande: Das Match Brkic-Teixeira war das Duell des letzten Gesetzten und des ersten Ungesetzten im Feld der Sparkassen Trophy. Es war ein langer Tag heute in Rungg. Nachdem es unmittelbar vor dem geplanten Spielbeginn um 12 Uhr zu regnen begonnen hatte, regnete es ohne Unterlass bis 16.30 Uhr. Spieler und Veranstalter ließen sich die gute Laune aber nicht vermiesen. Unter anderem überraschten die Organisatoren rund um Christian und Dietmar Pfeifer Vorjahresfinalist Matteo Trevisan mit einem Geburtstagsständchen. Dann kehrten die Tennisprofis in das offizielle Spielerhotel zurück, und zwar ins Four Points by Sheraton – es gibt schlimmere Orte, um einen Regennachmittag zu überbrücken.
Heute wurde Trevisan nämlich 25. Dass heute nach dem vielen Regen überhaupt noch gespielt werden konnte, war dem hervorragenden Zustand der Rungger Sandplätze und der fachkundigen Arbeit der OK-Mitglieder Roland Albenberger und Georg Morandell zu verdanken.


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12. August 2014: Prader besiegt Turnierfavorit / Donati, Reuter und Trevisan weiter
Der 28-jährige Barbianer Patrick Prader hat bei der Sparkassen Trophy in Rungg die Überraschung geschafft: Der Lokalmatador, die Nummer 970 der Welt, besiegte Turnierfavorit Federico Gaio, die Nummer 281, im Abendspiel mit 6/1 7/5 und trifft am morgigen Mittwoch im zweiten Match nach 12 Uhr auf Qualifikant Nicola Ghedin (ATP 984).
Genauso wie Prader sind das 19-jährige Supertalent Matteo Donati (ATP 303, Nummer 3 der Setzliste), der 23-jährige Belgier Yannik Reuter (ATP 306, Nummer 4) und Vorjahresfinalist Matteo Trevisan (ATP 362) ins Achtelfinale der Sparkassen Trophy in Rungg eingezogen. Hingegen verloren völlig überraschend drei weitere Mitfavoriten, und zwar der bosnische Daviscupspieler Mirza Basic (Nummer 2 der Setzliste, Nummer 289 der Weltrangliste), der Tscheche Marek Michalicka (6, ATP 334) und der Spanier Juan Lizariturry (7, ATP 341).
Am morgigen Mittwoch wird in Rungg das Einzel-Achtelfinale und das Doppel-Viertelfinale ausgetragen. Der Eintritt ist frei. Das zahlreiche Publikum traute im heutigen Abendspiel lange Zeit seinen Augen nicht. Patrick Prader führte den um 700 Weltranglistenplätze vor ihm liegenden Gaio, der erst vor zehn Tagen das Finale des Challengers in Cortina erreicht hatte, vor, als wäre er selbst der große Turnierfavorit. 6/1 4/1 führte Prader, ehe sich der angespannt wirkende Gaio seiner Favoritenrolle besann und das Rebreak schaffte und zum 4/4 ausglich. Ab diesem Zeitpunkt war das Match auf des Messers Schneide, doch Patrick Prader rettete sich unter dem Jubel des Publikums über die Ziellinie. 6/1 7/5 das Endergebnis. Der Publikumsliebling, der das Rungger Publikum vor einem Jahr bis ins Halbfinale begeisterte, hat einmal mehr gezeigt, wie wohl er sich in Rungg fühlt – vielleicht, weil er als Teenager in Rungg trainierte und für den Club spielte. 2002 wurde Prader – für den TC Rungg – gemeinsam mit Misha Vassiliev Vize-Italienmeister. Auch heute hat das Publikum in Rungg hochklassige Matches gesehen. Beispielsweise lieferten sich der Österreicher Marc Rath (ATP 398) und der Italiener Filippo Leonardi (ATP 679) einen harten Kampf. Rath wehrte im dritten Satz bei 4/5 und 15/40 sowie 5/6 und 15/40 insgesamt vier Matchbälle ab und gewann letztendlich noch 7/5 4/6 7/6 (0). Nach dem 5/6 15/40 machte Rath elf Punkte in Folge – und Leonardi keinen mehr. Der an Nummer 3 gesetzte, erst 19-jährige Matteo Donati (ATP 303), der zu den 25 weltbesten Unter-20-Spielern gehört, brauchte im Talenteduell gegen Antonio Massara (ATP 1246) eine Weile, um richtig ins Match zu finden. Nach dem Verlust des ersten Satzes (4/6) drehte er den Spieß aber um und siegte letztendlich leicht und locker 6/1 6/2. Überraschend kam heute die klare Niederlage des bosnischen Daviscupspielers Mirza Basic (ATP 289) gegen den 21-jährigen Kroaten Duje Kekez (ATP 550). Kekez ließ dem 260 ATP-Plätze vor ihm liegenden und in Rungg an Nummer 2 gesetzten Favoriten nicht den Hauch einer Chance (6/3 6/2). Auch zwei weitere Gesetzte müssen in Rungg vorzeitig die Koffer packen: Der Spanier Juan Lizariturry (ATP 341) verlor gegen einen glänzend aufgelegten Daniele Giorgini (ATP 510) in drei Sätzen. Der Tscheche Marek Michalicka (ATP 334), an Nummer 6 gesetzt, ging nach dem glatten Gewinn des ersten Satzes gegen den Qualifikanten Daniele Capecchi (ATP 1088) unter: 6/1 5/7 3/6. Zur Erinnerung: Daniele Capecchi hatte in der entscheidenden Quali-Runde gegen Jacob Nicolussi einen Satz verloren. Hingegen stehen gleich vier Qualifikanten in Rungg im Achtelfinale: Neben Capecchi sind dies Nicola Ghedin (ATP 984), Cristian Carli (ATP 1610) und Francesco Borgo (ATP 1285). Morgen im Achtelfinale stechen vor allem drei Matches hervor: Das 19-jährige argentinische Talent Pedro Cachin (ATP 328) bekommt es im Südamerika-Derby mit dem Brasilianer Wilson Leite (ATP 370) zu tun, der gestern im Drei-Satz-Knüller gegen den Deutschen Robin Kern einen einzigen Breakball zugelassen hatte. Der an Nummer 8 gesetzte Tomislav Brkic (ATP 350), der gestern Georg Winkler ausgeschaltet hatte, trifft hingegen auf den nur vier ATP-Ränge hinter ihm liegenden Franzosen Maxime Teixeira (ATP 354), der gestern im abendlichen Franzosenderby gegen Constant Lestienne (ATP 434) phasenweise gezeigt hatte, warum er vor zwei Jahren schon einmal die Nummer 154 der Welt war. Auch muss sich Vorjahresfinalist Matteo Trevisan (ATP 362) an seinem 25. Geburtstag gegen Basic-Bezwinger Duje Kekez (ATP 550) beweisen. Heute hatte Trevisan gegen den erst 18-jährigen Matteo Berrettini seine lieben Probleme und gewann erst in drei Sätzen.


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11. August 2014: Favoriten weiter, Winkler out / Prader-Gaio am morgigen „Super-Dienstag“
Der Bosnier Tomislav Brkic (ATP 350) war heute in der ersten Runde der Sparkassen Trophy in Rungg zu stark für Lokalmatador Georg Winkler. Der 17-jährige Völser vom TC Rungg, der nur dank einer Wild Card der Veranstalter im Hauptfeld stand, kämpfte aber tapfer und machte beim 3/6 1/6 eine durchwegs gute Figur. Somit ist bei der Sparkassen Trophy, die als eines der weltbesten Turniere dieser Kategorie gilt, nur mehr ein Südtiroler dabei, und zwar Patrick Prader (ATP 970), der am morgigen Dienstag im Topspiel des Tages um 18 Uhr auf Turnierfavorit Federico Gaio (ATP 281) trifft. Morgen gibt es in Rungg einen wahren Großkampftag mit elf Einzel- und drei Doppelspielen – darunter mehreren Tennisleckerbissen. Der Eintritt ist frei.
Heute gab es in Rungg Favoritensiege: Neben Brkic, die Nummer 8 der Setzliste, zog auch der Argentinier Pedro Cachin (ATP 328), die Nummer 5, in die zweite Runde ein.
Am Abend steht heute in Rungg noch das mit Spannung erwartete Franzosenmatch zwischen Constant Lestienne (ATP 434) und Maxime Teixeira (ATP 354) auf dem Programm – Teixeira war beim ITF-Turnier in Bozen an Nummer 1 gesetzt. Auch gibt es den Doppel-Erstrundenauftritt der Bozen-Finalisten Thomas Holzer und Patrick Prader.
Apropos Doppel: Ein Südtiroler-Doppel steht bereits im Viertelfinale. Jacob Nicolussi/Joy Vigani gewannen das Südtiroler-Derby gegen Manfred Fellin/Alex Weis leicht und locker, während die beiden anderen Doppel mit Südtiroler Beteiligung – die Wild-Card-Doppel David Kostner/Patric Prinoth und Georg Winkler/Eugenio Candioli – ausschieden. Bei der Sparkassen Trophy in Rungg schauen in diesen Tagen übrigens auch Südtiroler Topathleten aus anderen Sportarten vorbei: Gestern war Skiass Dominik Paris da, heute saßen die FC-Südtirol-Stars Manuel Fischnaller, Michael Cia und Hannes Fink mit Trainer Claudio Rastelli im Publikum, genauso ließ sich Skiass Patrick Thaler in Rungg blicken. Der 17-jährige Georg Winkler hielt heute den haushohen Favoriten Tomislav Brkic immerhin 100 Minuten auf dem Center Court und durfte mit seiner Leistung zufrieden sein. Er ging den hohen Rhythmus des um einen Kopf größeren und sieben Jahre älteren Bosniers hervorragend mit, und am Ende fiel das Resultat (3/6 1/6) zu deutlich aus. Winkler hätte sich durchaus das eine oder andere Game mehr verdient, wie auch seine insgesamt sechs Breakbälle beweisen (von denen er aber nur zwei nutzte). Trotzdem hat Winkler die enormen Fortschritte gezeigt, die er in den vergangenen Monaten gemacht hat, und sich mit einer sauberen Leistung für die Wild Card bedankt. Die 19-jährige argentinische Nachwuchshoffnung Pedro Cachin (ATP 328), die Nummer fünf der Setzliste in Rungg, zog in die zweite Runde ein, ohne zu überzeugen. Beim ITF-Turnier in Bozen hatte er völlig überraschend in der ersten Runde gegen Thomas Holzer verloren, heute zog er gegen den 170 ATP-Ränge hinter ihm stehenden Azzurro Salvatore Caruso gerade noch den Kopf aus der Schlinge (6/2 3/6 7/5). Bei Cachin wechseln sich (noch) absolute Weltklasseschläge mit völlig unverständlichen Fehlern ab. Wenn er in Rungg ein Stück kommen will, muss er sich wohl steigern, denn am Mittwoch wartet der 22-jährige Brasilianer Wilson Leite (ATP 370), der sich heute mit dem 20-jährigen Deutschen Robin Kern (ATP 369) einen hochklassigen Kampf lieferte (7/6 6/7 6/2). Das Duell zweier Top-400-Spieler, die in der Weltrangliste unmittelbare Nachbarn sind, hielt, was es versprochen hatte. Wilson Leite hatte schon im zweiten Satz zwei Matchbälle gehabt, die 1,90-Meter-Mann Robin Kern mit krachenden Schlägen abwehrte. Kern beeindruckte mit seinem harten Aufschlag und der Vorhand, Leite hingegen mit seinem Konterspiel. In der zweiten Runde der Sparkassen Trophy steht auch der Italiener Cristian Carli (ATP 1610). Carli hatte heute im Qualifikantenduell gegen Lorenzo Frigerio (ATP 989) leichtes Spiel. Er gewann 6/1 6/3 und damit einen ATP-Punkt. Zur Erinnerung: Carli hatte in der Qualifikation in zwei umkämpften Matches nacheinander die beiden 17-jährigen Brixner Joy Vigani und Manfred Fellin aus dem Rennen geworfen und gegen Fellin erst mit 7/5 im dritten Satz gewonnen. Am morgigen Dienstag gibt es in Rungg einen Tennisleckerbissen nach dem anderen. Neben dem Spitzenmatch Gaio-Prader am Abend erlebt das Publikum morgen auch den an Nummer zwei gesetzten bosnischen Daviscupspieler Mirza Basic (ATP 289), der heuer bereits Top-50-Spieler Jarkko Nieminen besiegt hat, den an Nummer drei gesetzten Matteo Donati (ATP 303), der zu den weltbesten Unter-20-Spielern zählt (er spielt im Talenteduell gegen den 18-jährigen Antonio Massara, ATP 1246), den an Nummer vier gesetzten Belgier Yannik Reuter (ATP 306), Vorjahresfinalist Matteo Trevisan (ATP 362) und viele andere interessante Athleten. Auch drei Doppel stehen auf dem Programm.


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10. August 2014: Schlager Prader-Gaio in der ersten Runde / Keiner der sechs Südtiroler qualifiziert
Die heutige Auslosung für das Hauptfeld der Sparkassen Trophy im TC Rungg hat ein wahres Schlagermatch ergeben: Lokalmatador Patrick Prader (ATP 970) spielt ausgerechnet gegen Turnierfavorit Federico Gaio (ATP 281). Derweil sind heute in der Qualifikation alle drei Südtiroler ausgeschieden, welche noch im Rennen um einen Platz im Hauptfeld waren: Manfred Fellin und Jacob Nicolussi verloren jeweils in drei Sätzen, Alex Weis in zwei.
Somit steht jetzt fest, dass sich keiner der 6 Südtiroler, die am Samstag in die Qualifikation gestartet waren, zu Patrick Prader und Georg Winkler gesellt, welche von den Veranstaltern eine Wild Card für das Hauptfeld erhalten hatten. Winkler spielt sein Erstrundenmatch gegen den Bosnier Tomislav Brkic (ATP 350) bereits am Montag (um 12 Uhr), Prader wird erst am Dienstag spielen (voraussichtlich um 18 Uhr). Am Montag also beginnt in Rungg nach zwei Qualifikationstagen endgültig die Jagd nach 99 ATP-Punkten und 15.000 Dollar Preisgeld. Um 12 Uhr beginnen die Erstrundenmatches in Einzel und Doppel. Um 17.30 Uhr bekommt das Publikum das Erstrundendoppel von Patrick Prader und Thomas Holzer zu sehen, genauso wie das Franzosenderby zwischen Maxime Teixeira (ATP 354) und Constant Lestienne (ATP 434), das sicher eines der Schlagerspiele der ersten Runde ist. Während der gesamten Woche ist bei der Sparkassen Trophy, die als eines der weltbesten Turniere dieser Kategorie gilt, der Eintritt frei. Einen mehr als dreistündigen Kampf um einen Platz im Hauptfeld lieferte sich der 17-jährige Brixner Manfred Fellin mit Cristian Carli (ATP 1610), der gestern bereits den anderen 17-jährigen Brixner Joy Vigani ausgeschaltet hatte. Dabei entpuppte sich Außenseiter Fellin als wahres Stehaufmännchen. Nachdem er den ersten Satz glatt mit 2/6 verloren hatte, kam er besser ins Spiel und wehrte beim Stand von 5/6 aus seiner Sicht einen kuriosen Matchball ab: Der Schiedsrichter sah den Aufschlag von Carli auf der Linie und setzte bereits zum „Game, Set and Match“ an, als Fellin den Abdruck des Aufschlags im Aus zeigte. Fellin wehrte den Matchball ab, schaffte das Break zum 6/6 und gewann dann sogar den zweiten Satz. Im dritten Satz lag Fellin zwei Mal mit einem Break zurück, schaffte aber zwei Mal das Re-Break. Bei 5/6 stand es bereits 30/0 für ihn, trotzdem gab er das Game noch ab. Carli verwandelte seinen dritten Matchball. Der 20-jährige Welschnofner Jacob Nicolussi musste sich ebenfalls im dritten Satz geschlagen geben. Auch er war gegen Daniele Capecchi (ATP 1088) als Außenseiter in das Match gegangen, spielte aber einen ausgezeichneten ersten Satz, den er nach 75 umkämpften Minuten 7/5 gewann. Als das Publikum auf einen Sieg zu hoffen begann, brach Nicolussi aber völlig ein und kämpfte zunehmend mit Problemen in den Oberschenkeln. Die Sätze 2 und 3 waren eine klare Angelegenheit für Capecchi (6/2 6/0). Als dritter Südtiroler ging heute der 17-jährige Eppaner Alexander Weis vom TC Rungg auf den Platz, der in der ersten Quali-Runde gegen Andrea Turco überzeugt hatte. Gegen Francesco Borgo (ATP 1285) spielte er neuerlich gut, allerdings musste er heute im letzten Qualifikationsmatch des Tages die Überlegenheit des höher eingestuften Gegners anerkennen. 6/2 6/1 das Ergebnis. In Rungg wurden heute nicht nur die acht Qualifikanten ermittelt, sondern im Rahmen eines Weißwurst-Frühschoppens auch das Hauptfeld ausgelost, das am morgigen Montag beginnt. Dabei meinte es die Glücksfee alles andere als gut mit den beiden Südtiroler Wild-Card-Spielern: Vorjahreshalbfinalist Patrick Prader (ATP 970) bekommt es sofort zum Auftakt mit Turnierfavorit Federico Gaio (ATP 281) zu tun. Der 17-jährige Georg Winkler vom TC Rungg trifft bei seinem ersten Auftritt auf der internationalen Tennisbühne auf den Bosnier Tomislav Brkic (ATP 350), die Nummer 8 der Setzliste. Reizvoll sind auch die Erstrundenbegegnung zwischen den beiden italienischen Nachwuchshoffnungen Matteo Donati (ATP 303) und Antonio Massara (ATP 1246), 19 und 18 Jahre jung, das Duell zweier Top-400-Spieler zwischen dem Brasilianer Wilson Leite (ATP 370) und dem Deutschen Robin Kern (ATP 369), sowie das Franzosenmatch zwischen Maxime Teixeira (ATP 354) und Constant Lestienne (ATP 434). Insgesamt sind in Rungg 13 Top-400-Spieler am Start. Vorjahresfinalist Matteo Trevisan (ATP 362) gehört genausowenig zu den 8 Gesetzten wie der erwähnte Maxime Teixeira (ATP 354), der beim ITF-Turnier in Bozen an Nummer 1 gesetzt war. Das spricht für die Qualität der Sparkassen Trophy. Trevisan war 2013 in Rungg gesetzt, obwohl er “nur” die Nummer 439 der Welt war – heuer steht e rum 80 ATP-Positionen besser da, ist aber in Rungg nicht gesetzt.


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9. August 2014: Nicolussi, Fellin und Weis wollen ins Hauptfeld / Morgen Hauptfeld-Auslosung
Jacob Nicolussi, Manfred Fellin und Alex Weis sind heute in überzeugender Manier in die zweite Qualifikationsrunde der Sparkassen Trophy in Rungg eingezogen. Am morgigen Sonntag werden die drei Südtiroler versuchen, Patrick Prader und Georg Winkler ins Hauptfeld zu folgen. Ausgeschieden sind in der ersten Qualifikationsrunde hingegen Joy Vigani, Patric Prinoth, Horst Rieder und der Trentiner Pietro Pecoraro, wobei Vigani und Prinoth gute Leistungen zeigten.
Am morgigen Sonntag beginnen die entscheidenden Qualifikationsmatches um 12 Uhr. Zuvor – um 11 Uhr – wird das Hauptfeld im Rahmen eines Weißwurstfrühschoppens öffentlich ausgelost. Sechs Südtiroler und ein Trentiner sind heute in die Qualifikation der Sparkassen Trophy gestartet. Der erste, der in die zweite und entscheidende Qualifikationsrunde einzog, war der 20-jährige Welschnofner Jacob Nicolussi. Im Rungger Derby gegen den 17-jährigen Völser Horst Rieder machte er kurzen Prozess und gewann 6/0 6/0 – der überforderte Rieder machte insgesamt nur 20 Punkte. Morgen spielt Nicolussi gegen den Azzurro Daniele Capecchi (ATP 1088) um einen Platz im Hauptfeld. Zur Geduldsprobe wurde das Match des 17-jährigen Brixners Manfred Fellin gegen Giovanni Rizzuti (ATP 2143). Sechs Stunden lang dauerte das Match mit zwei Regenunterbrechungen, am Ende feierte der Brixner Außenseiter einen Sieg fürs Selbstvertrauen. Nach der zweiten Regenunterbrechung beim Stand 7/6 2/6 2/2 aus der Sicht von Fellin machte Rizzuti kein Game mehr – Fellin verwandelte den vierten Matchball. Am Sonntag spielt Fellin gegen Cristian Carli (ATP 1610) um einen Platz im Hauptfeld. Um einen Platz im Hauptfeld spielt am Sonntag auch der 17-jährige Eppaner Alexander Weis vom TC Rungg. Er ließ Andrea Turco am Abend nicht den Hauch einer Chance und gewann 6/0 6/2. Erst beim Stand von 6/0 5/0 gelangen Turco zwei Ehrengames. Das klare Ergebnis kam doch überraschend. Seine Chancen auf den Einzug in die zweite Qualifikationsrunde (und auf ein Derby gegen Fellin) hatte auch der 17-jährige Brixner Joy Vigani. Er verlor gegen Cristian Carli (ATP 1610) knapp mit 4/6 5/7, wobei einige wenige Episoden das enge Match entschieden. Vor allem verwandelte Vigani nur einen von sieben Breakbällen (14 Prozent). Diese schlechte Chancenauswertung wurde ihm letztendlich zum Verhängnis. Zum Vergleich: Carli nutzte drei von vier Breakbällen (75 Prozent). Der 17-jährige Grödner Patric Prinoth führte gegen Matteo Marangoni mit 6/3 2/1, ehe er den Faden verlor und mit 6/3 4/6 1/6 verlor. Klar mit 2/6 3/6 unterlag der Trentiner Gianluca Pecoraro trotz einer ansprechenden Leistung gegen Nicola Ghedin (ATP 984), die Nummer eins der Qualifikation. Bevor am Sonntag ab 12 Uhr die acht Qualifikanten für das Hauptfeld ermittelt werden, wird um 11 Uhr das Hauptfeld ausgelost. Dann wird man wissen, wie gut es die Glücksfee mit Patrick Prader und Georg Winkler meint. Der 28-jährige Barbianer Patrick Prader, der vor einem Jahr in Rungg mit seinem Halbfinaleinzug begeisterte, und der 17-jährige Georg Winkler vom TC Rungg haben von den Veranstaltern eine Wild Card für das exzellent besetzte Hauptfeld der Sparkassen Trophy erhalten.
Athleten aus 11 Nationen spielen im Hauptfeld um 99 ATP-Punkte und 15.000 Dollar Preisgeld – 13 Top-400-Spieler sind in Rungg am Start. Die vier Topgesetzten sind Federico Gaio (ATP 281), der vergangene Woche das Finale des Challenger-Turniers in Cortina erreicht hat (und 2013 das Achtelfinale in Rungg), der bosnische Daviscup-Spieler Mirza Basic (ATP 289), der heuer Top-50-Mann Jarkko Nieminen besiegt hat (und 2012 in Rungg im Viertelfinale stand), der 19-jährige Azzurro Matteo Donati, der zu den 25 weltbesten Unter-20-Spielern zählt, und der 23-jährige Belgier Yannik Reuter. Vorjahresfinalist Matteo Trevisan (ATP 362) gehört genausowenig zu den 8 Gesetzten wie Maxime Teixeira (ATP 354), der beim ITF-Turnier in Bozen an Nummer 1 gesetzt war. Das spricht für die Qualität der Sparkassen Trophy.


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8. August 2014: Wild Cards für Prader und Winkler / 6 Südtiroler in der Qualifikation
Der 28-jährige Barbianer Patrick Prader, der vor einem Jahr in Rungg mit seinem Halbfinaleinzug begeisterte, und der 17-jährige Georg Winkler vom TC Rungg haben von den Veranstaltern der Sparkassen Trophy in Rungg die zwei Wild Cards für das Hauptfeld erhalten. Nicht spielen wird in Rungg – aus eigener Entscheidung – Bozen-Finalist Thomas Holzer. In der 32-Mann-Qualifikation spielen morgen und am Sonntag 6 Südtiroler und ein Trentiner mit weiteren 25 Athleten um die letzten 8 freien Plätze für das Hauptfeld: Joy Vigani, Patric Prinoth, Jacob Nicolussi, Horst Rieder, Alex Weis, Manfred Fellin und Gianluca Pecoraro. Alle Südtiroler werden am morgigen Samstag bereits auf dem Feld stehen – um 10.30 Uhr beginnt die Qualifikation.
Der Eintritt bei der Sparkassen Trophy in Rungg, die als eines der besten Futures-Turniere der Welt gilt, ist während der gesamten Woche frei. In Rungg stehen acht Tage Toptennis bevor. 32 Spieler kämpfen morgen und am Sonntag also um die letzten 8 Plätze im Hauptfeld. 41 Athleten wollten die Qualifikation bestreiten und haben heute ihre Unterschrift geleistet, 9 mussten die Organisatoren nach Hause schicken, weil die Qualifikation auf 32 Plätze beschränkt ist – darunter leider auch die drei Südtiroler David Kostner, Simon Berger und Nicola Rispoli. In der Qualifikation spielen hingegen der 17-jährige Brixner Joy Vigani (gegen Cristian Carli, ATP 1610), der 17-jährige Grödner Patric Prinoth (gegen Matteo Marangoni) und – dank Wild Cards der Veranstalter – der 20-jährige Welschnofner Jacob Nicolussi und der 17-jährige Völser Horst Rieder (sie spielen in einem reinen Rungger Derby gegeneinander), der 17-jährige Eppaner Alexander Weis (gegen Andrea Turco) und der 17-jährige Brixner Manfred Fellin (gegen Giovanni Rizzuti, ATP 2143). Dazu gesellt sich der 19-jährige Trentiner Gianluca Pecoraro (gegen die Nummer 1 der Qualifikation Nicola Ghedin, ATP 984).
Die Südtiroler werden versuchen, Patrick Prader und Georg Winkler ins Hauptfeld zu folgen. Schwer genug wird es, denn die Konkurrenz ist stark. Zwei Siege sind in der Qualifikation notwendig. Patrick Prader und Georg Winkler bleibt die Knochenmühle Qualifikation hingegen erspart. Sie stehen dank Wild Card im 32-Mann-Hauptfeld und spielen somit erst ab Montag. Wer ihre Gegner sind, wird am Sonntag um 11 Uhr bei der öffentlichen Auslosung im Rahmen eines Weißwurst-Frühschoppens in Rungg bestimmt. Die Sparkassen Trophy ist auch heuer äußerst stark besetzt. 13 Top-400-Spieler sind am Start. Die Favoriten sind – zumindest auf dem Papier – Federico Gaio (ATP 281), der vergangene Woche das Finale des Challenger-Turniers in Cortina erreicht hat (und 2013 das Achtelfinale in Rungg), der bosnische Daviscup-Spieler Mirza Basic (ATP 289), der heuer Top-50-Mann Jarkko Nieminen besiegt hat (und 2012 in Rungg im Viertelfinale stand) sowie der 19-jährige Azzurro Matteo Donati, der zu den 25 weltbesten Unter-20-Spielern zählt. Tennisprofis aus über zehn Nationen sind bei dieser traditionsreichen Sportveranstaltung am Start.


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7. August 2014, Sparkassen Trophy: Erste Wild Cards vergeben / Morgen „Sign in“ für Quali: Chance für die Südtiroler

Es geht los! Morgen, Freitag, von 16 bis 18 Uhr findet das „Sign in“ für die Qualifikation der Sparkassen Trophy in Rungg statt, die als eines der besten Futures-Turniere der Welt gilt. Beim „Sign in“ handelt es sich um eine Art Appell für jene Spieler, die am Samstag und Sonntag um die letzten acht freien Plätze für das Hauptfeld kämpfen wollen. Nur wer am Freitag seine Unterschrift leistet, ist in der Qualifikation spielberechtigt. Das 32-Mann-Hauptfeld der Sparkassen Trophy beginnt dann am Montag – und damit die Jagd nach 99 Punkten für die ATP-Weltrangliste sowie nach dem Preisgeld von 15.000 Dollar. Dann werden die Favoriten der Veranstaltung ins Geschehen eingreifen, darunter Federico Gaio (ATP 281), der vergangene Woche das Finale des Challenger-Turniers in Cortina erreicht hat (und 2013 das Achtelfinale in Rungg) und der bosnische Daviscup-Spieler Mirza Basic (ATP 289), der heuer Top-50-Mann Jarkko Nieminen besiegt hat (und 2012 in Rungg im Viertelfinale stand). Tennisprofis aus über zehn Nationen sind bei dieser traditionsreichen Sportveranstaltung am Start. In Rungg beginnen am Samstag somit acht Tage Toptennis – der Eintritt ist während der ganzen Woche frei. Die Qualifikation, die am Samstag um 10 Uhr beginnt, ist nicht zuletzt eine (seltene) Chance für die besten Südtiroler Tennisspieler, sich vor der eigenen Haustüre mit Profis aus aller Welt zu messen. Voraussetzung ist allerdings ein Erscheinen beim „Sign in“. Zur Erinnerung: 2013 waren nicht weniger als 7 Südtiroler in der Rungger Qualifikation am Start. Morgen Nachmittag fällt dann auch die Entscheidung, an wen die Rungger Veranstalter rund um OK-Chef Christian Pfeifer und Turnierdirektor Dietmar Pfeifer die begehrten Wild Cards vergeben. Sowohl der Veranstalter als auch der italienische Tennisverband haben bei Profiturnieren dieser Kategorie je fünf sogenannte Wild Cards (drei für die Qualifikation, zwei für das Hauptfeld) zur Verfügung, welche sie an Spieler ihrer Wahl vergeben dürfen, die sonst aufgrund ihrer Weltranglistenposition nicht spielberechtigt wären – oder an Spieler, welche die Meldefrist (die vor zwei Wochen abgelaufen ist) aus welchen Gründen auch immer versäumt haben. Der italienische Tennisverband hat die Nutznießer seiner fünf Wild Cards heute bekanntgeben: Für das Hauptfeld sind dies die beiden erst 18-jährigen italienischen Nachwuchshoffnungen Matteo Berrettini und Antonio Massara. Zur Erinnerung: Gegen einen großartigen Antonio Massara musste vor einem Jahr in Rungg der spätere Turniersieger Nikoloz Basilashvili im Achtelfinale drei Matchbälle abwehren. Die Wild Cards für die Qualifikation sind an Paolo Dagnino, Federico Bonacia und Nicolò Turchetti gegangen. Was die fünf Wild Cards der Rungger Veranstalter betrifft, ist sicher, dass grundsätzlich einheimischen Spielern den Vorrang gegeben wird, sowohl für die Qualifikation als auch für das Hauptfeld – außer es ergibt sich die Chance, kurzfristig einen Profi zu verpflichten, der eine Attraktion für das Publikum wäre. Zahlreiche Südtiroler haben in den vergangenen Tagen Interesse an den begehrten Wild Cards bekundet.


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Sparkassen Trophy: Die Profis kommen

Der Italiener Federico Gaio, der vergangene Woche das Finale des Challenger-Turniers in Cortina erreicht hat, und der Bosnier Mirza Basic, der heuer im Daviscup Top-50-Spieler Jarkko Nieminen besiegt hat, sind – zumindest auf dem Papier – die Favoriten der diesjährigen internationalen Sparkassen Trophy, die vom 9. bis 16. August im TC Rungg/Girlan stattfindet. Zum bereits 17. Mal geht dieses Traditionsturnier des TC Rungg über die Bühne, das sich im internationalen Tenniszirkus den Ruf erarbeitet hat, eines der besten seiner Kategorie weltweit zu sein. Der Eintritt ist während der gesamten Turnierwoche frei.

Zu beachten sind in Rungg sicher auch die erst 19-jährige italienische Nachwuchshoffnung Matteo Donati, der ebenfalls 19-jährige Argentinier Pedro Cachin und der 21-jährige Belgier Joris De Loore, welche alle drei zu den 50 weltbesten Unter-21-Athleten zählen. Einmal mehr bewahrheitet sich, dass das Publikum in Rungg die Stars von morgen sieht. Profis aus über zehn Nationen haben für Rungg gemeldet, darunter auch Daviscup-Spieler.

15.000 Dollar Preisgeld und insgesamt 99 Punkte für die ATP-Weltrangliste werden während der achttägigen Veranstaltung ausgespielt – der Sieger kassiert davon 35 ATP-Punkte. Auch heuer handelt es sich unverändert um ein Turnier der höchsten Futures-Kategorie, also um ein „Futures 15.000 Dollar + Hospitality“. Das heißt: Das Preisgeld beträgt 15.000 Dollar, und die Athleten logieren auf Kosten der Veranstalter – übrigens auch heuer im langjährigen Spielerhotel Four Points by Sheraton.

Das Programm
Rund 60 Tennisprofis aus aller Welt werden in Rungg am Start sein. Die Sparkassen Trophy beginnt am Samstag, 9. August, um 9 Uhr mit der zweitägigen Qualifikation, die eine Chance auch für Südtirols beste Tennisspieler darstellt, sich mit Profis aus aller Welt zu messen. Die besten Acht der Qualifikation spielen dann ab Montag, 11. August im 32-köpfigen Hauptfeld, für das die großen Favoriten bereits fix qualifiziert sind. Das Hauptfeld und somit die eigentliche Jagd nach ATP-Punkten und harten Dollars beginnt am Montag. Das Finale ist für Samstag, 16. August, angesetzt. Das Doppelfinale wird bereits am Freitag, 15. August, gespielt. Gespielt wird in Rungg ganztägig, ein Spitzenmatch wird jeweils am frühen Abend geboten.

Auch heuer bieten die Organisatoren rund um OK-Präsident Christian Pfeifer und Turnierdirektor Dietmar Pfeifer – neben Weltklassetennis auf dem Platz – Unterhaltsames im Rahmenprogramm. Am Sonntag, 10. August, um 11 Uhr findet im Rahmen eines Weißwurst-Frühschoppens die öffentliche Auslosung des Hauptfeldes statt. Am Mittwoch, 13. August, gibt es den traditionellen Sponsoren- und Spielerabend, der diesmal mit gemischt Gegrilltem begangen wird. Am Finaltag schließlich wird vor dem Herrenfinale (11 Uhr) auf dem Center Court um 10 Uhr zur Einstimmung Rollstuhltennis mit dem aufstrebenden Jenesiener Ivan Tratter und dem Kalterer Michael Stampfer gezeigt.

Live Score im Internet
Auf der offiziellen Homepage www.rungg.info können dank „Live Score“ alle Matches in Echtzeit mitverfolgt werden. Dazu gibt es täglich das aktuelle Programm und interessante Berichte. Stets aktuelle Fotos bietet die Facebook-Seite des TC Rungg (zugänglich auch für User ohne eigenes Facebook-Profil).

Das war die Sparkassen Trophy 2013

Vor einem Jahr holte sich der talentierte Georgier Nikoloz Basilashvili den Turniersieg in Rungg, obwohl er in fünf Matches vier Mal über drei Sätze gehen und im Achtelfinale sogar einen Matchball abwehren musste. Basilashvili gewann neben dem üblichen Preisgeld einen Mercedes Smart Fortwo im Wert von knapp 14.000 Euro, den die Organisatoren zum 15-jährigen Jubiläum des Turniers ausgelobt hatten – und er konnte bei der Preisverteilung kaum glauben, dass er das Auto mitnehmen darf. Auch im Halbfinale gegen Überraschungsmann und Publikumsliebling Patrick Prader hatte Basilashvili bereits 1/3 im dritten Satz zurückgelegen.
Einmal mehr gab es viel Lob für die Organisatoren: Nikoloz Basilashvili schwärmte bei der Preisverteilung: „Das war eines der bestorganisierten Turniere, das ich je gespielt habe.“ Simone Vagnozzi, die Nummer eins der Setzliste, wiederholte, was er seit Jahren sagt: „Dieses Futures ist besser organisiert als manches Challenger.“ Und Pierluigi Grana, der vom internationalen Tennisverband entsandte Supervisor, bilanzierte in seinem Abschlussbericht: „Nette Leute, exzellentes Futures. Das OK-Team hat exzellente Arbeit geleistet.“

Ein Blick zurück
Seit der TC Rungg 1998 zum ersten Mal ein internationales Tennisturnier veranstaltet hat, ist das Turnier stetig gewachsen. Regelmäßig fand Bestätigung, was OK-Chef Christian Pfeifer und Turnierdirektor Dietmar Pfeifer stets behaupten: „In Rungg sieht das Publikum die Stars von morgen.“ Zahlreiche spätere Top-50-Spieler haben in Rungg aufgeschlagen, so auch Andreas Seppi (holte in Rungg 2000 seinen allerersten ATP-Punkt), Ivan Dodig (der Kroate wurde im Doppel sogar Top-10-Spieler) und Martin Klizan (der Slowake gewann 2009).


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Wer gewinnt?

Vom 9. bis 16. August ist im TC Rungg wieder acht Tage Toptennis garantiert, wenn Profis aus aller Welt bei der Sparkassen Trophy auf die Jagd nach ATP-Punkten gehen. Der Eintritt ist frei.
Seit 1998 veranstaltet der TC Rungg alljährlich im August ein internationales Tennisturnier, das zweifelsohne einer der Höhepunkte des Sportsommers in der Region ist. Auch heuer gehört die Sparkassen Trophy zur obersten Kategorie der Futures-Turniere (15.000 Dollar Preisgeld plus Hospitality) und ist nicht nur deshalb ein besonderes Futures. Seit Jahren gilt die Sparkassen Trophy als eines der besten Futures-Turniere weltweit, sowohl organisatorisch als auch sportlich. Vorjahressieger Nikoloz Basilashvili schwärmte bei der Preisverteilung: „Das war eines der bestorganisierten Turniere, das ich je gespielt habe.“ Simone Vagnozzi, die Nummer eins der Setzliste, wiederholte, was er seit Jahren sagt: „Dieses Futures ist besser organisiert als manches Challenger.“ Und Pierluigi Grana, der vom internationalen Tennisverband entsandte Supervisor, bilanzierte in seinem Abschlussbericht: „Nette Leute, exzellentes Futures. Das OK-Team hat exzellente Arbeit geleistet.“
Auch heuer setzt das Team rund um Turnierdirektor Dietmar Pfeifer und OK-Chef Christian Pfeifer alles daran, dass die Sparkassen Trophy 2014 sowohl dem Publikum als auch den Tennisprofis in Erinnerung bleibt. Dass es den Profis gut geht, sollen unter anderem die Unterbringung im Luxushotel Four Points Sheraton (auf Kosten des Turnierveranstalters) und ein Transportservice mit Autos von Partner Autoindustriale sicherstellen. Auch ein Rahmenprogramm für das Publikum wurde wieder geschnürt (siehe Seite 3).
In Rungg sind sozusagen die „Stars von morgen“ zu sehen (mehr dazu auf Seite 2). Gespielt wird nicht nur um ein Preisgeld von 15.000 Dollar, sondern auch um wertvolle ATP-Punkte. Dem Sieger werden 35 Punkte für die Weltrangliste gutgeschrieben, gleich viele wie für das Erreichen des Halbfinales bei einem 100.000-Dollar-Challenger.
Rungg, das Sprungbrett

Jener Martin Klizan, der heuer das ATP-Turnier in München gewonnen hat, triumphierte 2009 in Rungg. Ivan Dodig, Rungger Viertelfinalist 2008, brachte es im Doppel auf Rang 6 der Welt.
Zugegeben, bei der Sparkassen Trophy in Rungg sind nicht die ganz großen Namen des Tennissports am Start. Aber vielfach sind es Namen, die man sich merken sollte. Jedes Jahr bekommt das Publikum junge, aufstrebende Profis zu Gesicht, die wenig später bei den ganz großen Turnieren zu sehen sind. Beispiele gefällig? 2012 spielte sich ein schüchterner Deutscher namens Jan-Lennard Struff als Nummer 304 der Welt ins Halbfinale der Sparkassen Trophy. Nur ein Jahr später knackte Struff die Top-100-Schallmauer und hält sich seither unter den Top 100. Martin Klizan gewann in Rungg 2009 und stieß dann bis auf Rang 26 der Weltrangliste vor. Ivan Dodig, dessen Viertelfinalmatch 2008 gegen Topfavorit Jean-Rene Lisnard unvergessen bleibt, schaffte im Einzel den Sprung unter die Top 40 und im Doppel sogar auf Rang 6 – und ins Wimbledonfinale.
Der Deutsche Matthias Bachinger stand 2010 als Nummer 327 der Welt in Rungg im Finale und schlappe acht Monate später unter den Top 100 der Welt – genauso übrigens wie der Österreicher Andreas Haider-Maurer, der 2010 im Rungg-Achtelfinale ausgerechnet Matthias Bachinger unterlag, drei Monate später das Finale beim ATP-Hallenturnier in Wien erreichte und zeitgleich mit Bachinger in die Top 100 einzog. Ein ähnliches Kunststück gelang dem Argentinier Diego Junqueira, der 2007 in Rungg als Nummer 373 der Welt triumphierte und schlappe zwölf Monate später in den Top 100 angekommen war.
Und Andreas Seppi? Der Kalterer holte 2000 in Rungg als 16-Jähriger seinen allerersten ATP-Punkt. Ein Jahr zuvor, 1999, triumphierte in Rungg – exakt an seinem 18. Geburtstag – ein Talent namens Filippo Volandri – später führte ihn seine Karriere bis auf Rang 25 der Weltrangliste.
Der Georgier Nikoloz Basilashvili, der 2013 in Rungg als Nummer 297 der Welt den Mercedes Smart gewann, bewegt sich um Rang 200 – trotz einer längeren, hochzeitsbedingten Turnierpause im vergangenen Herbst. Sein Potenzial reicht für viel mehr.


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MwSt.-Nr. IT 00661910216